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  • Unser HENGST DES MONATS: Erinnerung an Breitling W

    Unser HENGST DES MONATS: Erinnerung an Breitling W

    Er stammt aus Neumarkt in der Oberpfalz, lebt in Nordrhein-Westfalen, ist Grand Prix-Reiter, gehört zu den renommiertesten Ausbildern bundesweit und züchtet noch dazu sehr erfolgreich Pferde: Wolfram Wittig. Im Rahmen des Internationalen Festhallenturniers in Frankfurt wurde er in den exklusiven Kreis der Reitmeister aufgenommen. Vorgenommen wurde die Ehrung von Burkhard Jung, dem Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Berufsreiter. Der Kreis der Reitmeister ist übrigens nicht nur illuster, sondern auch klein: Vor 1989 erwarben vier Berufsausbilder den Titel durch eine Prüfung, seitdem erfolgt die Ernennung auf Empfehlung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Wolfram Wittig ist erst der 32. Ausbilder, dem diese Ehre zuteil wurde.

    Man habe die Nachricht „gut unter Verschluss gehalten“, so Wittig. Erst wenige Tage vor dem Turnier habe er davon erfahren. Dass die Ehrung vor der Siegerehrung des Burgpokal-Finales in Frankfurt stattfand und nicht etwa in seiner westfälischen Wahlheimat, hat einen guten Grund: 1994 war Wittig zum ersten Mal mit eigenem Pferd in der Festhalle am Start, „Gänsehautfeeling“ sei das gewesen, erinnert er sich. Weitere erfolgreiche Auftritte in Frankfurt folgten. Auch als Trainer war er immer wieder in der Festhalle: Zu seinen Schülern zählen Victoria Max-Theurer, Kira Wulferding, Marcus Hermes und Matthias Bouten, um nur einige zu nennen. Auch mit Isabell Werth arbeitete er jahrelang zusammen. Und selbstverständlich trainierte und trainiert er seine Frau Brigitte, die das Burgpokal-Finale 2009 im Sattel der später unter Victoria Max-Theurer international erfolgreichen Blind Date (Mutter von Donnerhall-Pik Bube I) gewann. 2012 hieß der Burgpokal-Sieger Burlington (Mutter von Rohdiamant-Akzent II). Geritten wurde dieser mittlerweile längst im Grand Prix-Sport erfolgreiche Hannoveraner von Charlott-Maria Schürmann. Burlington ist ein Halbbruder der Blind Date, denn beide sind Kinder des Hengstes Breitling B.

    Breitling W und Wittig – eine unzertrennliche Verbindung

    Und da schließt sich der Kreis, denn mit Breitling W, dem Hannoveraner von Bismarck-Maat I-Gralsritter ist die Zucht- und Ausbildungsstätte Wittig untrennbar verbunden. Der Fuchshengst, den der frischgebackene Reitmeister selbst ausbildete, kam bereits auf dem Hof der Wittigs in Rahden zur Welt, war unter Wolfram Wittig eine feste Größe im Grand Prix-Sport und darüber hinaus als Vererber erfolgreich. Mehr als 150 Siege und Platzierungen in Klasse S bis Grand Prix stehen in seiner Erfolgsbilanz. Viele seiner Nachkommen kamen auf dem Hof der Familie Wittig zur Welt und wurden von Wolfram und Brigitte Wittig bis zur schweren Klasse gefördert. Zunächst deckte er vor allem Stuten der Wittigs. Das änderte sich, als seine ersten Kinder im großen Viereck glänzten, doch ein „Modehengst“ war Breitling W nie. Gegen Ende des Jahres 2015 musste er im Alter von 24 Jahren infolge einer Kolik eingeschläfert werden.

    Breitling liegt in der Zuchtwertschätzung 2018 an der Spitze

    Mehr als 130.000 Euro beträgt die Lebensgewinnsumme des Breitling W, mehr als 450.000 Euro die seiner Nachkommen aktuell. Gut 160 seiner Nachkommen wurden als Sportpferde eingetragen, jeder Vierte von ihnen war im Viereck in der schweren Klasse erfolgreich, 13 seiner Söhne wurden gekört beziehungsweise anerkannt.

    Breitling W

    Seine Leistung als Vererber spiegelt sich auch in der aktuellen „Zuchtwertschätzung Turniersport“ der Deutschen Reiterlichen Vereinigung wider. In diese fließen die Starts beziehungsweise Rangierungen der deutschen Turniersportprüfungen einer Saison ein. Und Breitling W liegt mit dem Wert 166 bei einer Sicherheit von 85 Prozent auch in der Auswertung für 2018 vorne!

    Die reiterlichen Anfänge Wolfram Wittigs übrigens liegen in seiner bayerischen Heimat, genauer im Reiterhof Mooswiese in Neumarkt in der Oberpfalz, noch in Bayern schlug er die Profikarriere ein. Seine Zwischenprüfung machte er in München – zu einer Zeit übrigens, als der legendäre Reitmeister Günther Festerling dort noch wirkte. 1982 folgte der Umzug nach Westfalen – der Liebe wegen. Seit 1985 sind Wolfram und Brigitte Wittig mit ihrem Dressurausbildungsstall in Rahden im Norden Westfalens zu Hause.

    Horse-Gate/Michaela Weber-Herrmann

    Foto: © www.sportfotos-lafrentz.de/ Stefan Lafrentz

  • Schweiz kürt Steve Guerdat zum Reiter des Jahres 2018

    Schweiz kürt Steve Guerdat zum Reiter des Jahres 2018

    Der Olympiasieger wurde im Rahmen des CSI5*-W Turniers in Basel zum Reiter des Jahres 2018 gekürt. 

    Und dies nicht unberechtigt. Bereits im Jahr 2012 führte der WM-Bronzegewinner die Weltrangliste der Reiter an. Die von der FEI veröffentlichte neue Weltrangliste zeigt:  Mit 3.050 Punkten konnte Steve Guerdat im Jahr 2018 die Weltrangspitze zurückerobern. Auf Platz zwei findet sich der Niederländer Harrie Smolders. Platz drei sicherte sich Marcus Ehning.

    Was Steve Guerdats Geheimnis für den Erfolg ist? Aus einem Interview der Aargauer Zeitung verrät der Spitzenreiter: „Ich habe meine Tiere schon länger, kenne sie gut und konnte sie entwickeln. Sechs meiner 25 Pferde sind in der Lage einen Grand Prix zu gewinnen. Dadurch hatte ich an jedem Fünfsterne-Turnier eine Chance auf den Sieg und zwar nicht nur am Hauptpreis, sondern auch schon bei den anderen Prüfungen.“ Der Reiter des Jahres setzt also auf eigene Pferde, die er gut kennt und somit perfekt für jede Prüfung einschätzen kann.

    Neben der Ehrung kam auch der sportliche Aspekt nicht zu kurz. Steve Guerdat sicherte sich mit seiner Selle-Français-Stute Ulysse des Forets im Preis des Kantons Basel-Landschaft den zweiten Platz.

    Horse-Gate/Sophia Tigges

    Foto: © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

  • Tobias Meyer mit Westfale Samurai auf Erfolgskurs

    Tobias Meyer mit Westfale Samurai auf Erfolgskurs

    Beim gestrigen Großen Preis des Landes Brandenburg und der Hengststation Maas J. Hell in Neustadt-Dosse sicherte sich Tobias Meyer mit zwei Sekunden Vorsprung den Sieg.

    Nach der Rückkehr an das Gestüt Sprehe vor einem Jahr, befindet sich der Springreiter auf Erfolgskurs. Mit dem elfjährigen Westfalenhengst Samurai v. Stalypso ging Tobias Meyer erst das zweite Mal an den Start und konnte das Stechen für sich gewinnen. Der von Berthold Triebus gezogene Hengst war im Sommer noch für den Stall Michaels-Beerbaum im Einsatz und steht nun zum Decken im Gestüt Sprehe.

    Marco Kutscher musste sich mit dem Chin Quin-Sohn Charco geschlagen und mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

    Horse-Gate/Sophia Tigges

  • Rücktritt des Holsteiner Verbandsvorstands

    Rücktritt des Holsteiner Verbandsvorstands

    Am 02.01. veröffentlichte der Holsteiner Verband eine Stellungnahme zu den aktuellen Vorwürfen, dass ein Mitglied des Verbandsvorstands sich angeblich Verkaufsprovisionen mit dem Auktionator teilen wollte (wir berichteten). Eine Woche später fand eine außerordentliche Körbezirks-Versammlung in Rendsburg/Eckernförde zu diesem Thema statt. Das Ergebnis: der 1. Vorsitzende Thies Beuck verkündete „Zum Wohle des Verbandes mussten wir diesen Schritt gehen“ und bezieht sich damit auf den angekündigten Rücktritt des gesamten Vorstandes.

    Weitere Schritte

    Bis zum Februar bleibt die Führung des Verbandes in gewohnter Hand und die laufenden Geschäfte werden kommissarisch weitergeführt. Dann findet eine außerordentliche Delegiertenversammlung statt, in deren Rahmen sich ein neuer Vorstand zusammenfinden soll.

    Quelle: Holsteiner Verband

  • Oldenburger Springpferde überzeugten international

    Oldenburger Springpferde überzeugten international

    Die Oldenburger Springpferde konnten sich im Finale der China Tour in Guangzhou sowie beim Weltcup-Turnier in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten behaupten. Von sieben erfolgreichen Pferden stammen dabei drei direkt vom berühmten Vererber Chacco-Blue ab.

     Cha Cha Cha, OS, geb. 2005, v. Chacco-Blue a.d. Golden Star v. Quick Star, Z.: Gestüt Lewitz, B.: Sharjah Equestrian & Racing Club and Abdullah Al Muheiri, Vereinigte Arabische Emirate, wurde mit Abdullah Humaid Al Muhairi Dritter im Weltcup-Springen von Abu Dhabi, einer 1,60 m-Springprüfung. Mutter Golden Star brachte ebenfalls die in S-Springen erfolgreiche Tailormade La Golda Z v. Lawito sowie Cormick v. Cormint.

    Chaccopia, OS, geb. 2007, v. Chacco-Blue a.d. La Pia v. Lauriston – Pilot, Z.: Gestüt Lewitz, B.: Beijing Clearwood stud., China, rangierte mit Kenneth Cheng im Großen Preis von Guangzhou, einer 1,50 m-Springprüfung, an vierter Stelle.

    Chalano Gold, OS, geb. 2010, v. Chacco-Blue a.d. Kirigold v. Landgold – Nagano – Domino, Z.: Gestüt Lewitz, B.: Fengling Ji, China, und der Belgier Steve Lefevre wurden Fünfte im Großen Preis von Guangzhou, einem S***-Springen.

    Conter Coco, geb. 2008, v. Conterno Grande a.d. Shakira v. Shamane/Trak. – Grand Galopin, Z.: Fritz Lintelmann, Kirchdorf, B.: Fu Shiyu, China, platzierte sich unter Tongyan Liu aus China in einer S*-Springprüfung in Guangzhou auf dem fünften Rang.

    Ninyon, OS, geb. 2008, v. Nintender a.d. Grand Passion v. Careful – Grand Canyon, Z.: Gestüt Lewitz, B.: Kemperten Capital Hk Limited, Taiwan, und Jasmine Chen freuten sich in Abu Dhabi über Rang sechs im Weltcup-Springen, einer 1,60 m-Springprüfung. Der gekörte Hengst feierte 2012 und 2013 den Titel des Landeschampions in Rastede. Großmutter Grand Pacific brachte u.a. die S-erfolgreichen Balyon v. Baloubet du Rouet unter Armin jun. Schäfer, Larry v. Landgold unter Jürgen Panzer, Catapult v. Carthago mit Caroline Müller im Sattel und Camoro Pacific v. Carthago unter Michael Eichler. Aus dieser Stutenfamilie entspringt u.a. der gekörte Hengst Cartogran v. Carthago sowie einige in der schweren Klasse siegreichen Springpferde. Ninyon führt Blutanschluss auf Contender.

    Quintus, geb. 2003, v. Quick Star a.d. Grannuschka v. Grannus, Z.: Bruno Benner, Boppard, B.: Ahmad Saber Hamcho, Syrien, und sein Besitzer gewannen zwei 1,45 m-Springen in Abu Dhabi. Mutter Grannuschka war selbst siegreich im schweren Parcours unter Anna-Maria Benner und Markus Merschformann. Aus dieser Stutenfamilie sind mehrere S-erfolgreiche Pferde wie Gletscher v. Gimpel unter Matthias Berenbrinker, Gianna D v. Gepard unter Christine Dütersiek, Inka v. Inschallah AA mit Peter Krämer im Sattel und Floremont v. First Gotthard unter Martin Winkler hervorgegangen. Des Weiteren entspringen dieser Stutenfamilie die gekörten Hengste Coperphild v. Cornet Obolensky, Curd v. Come On sowie Lisandro v. Limited Edition.

    Santhago, OS, geb. 2011, v. Santhago a.d. Carley v. Cartogran – Harley, Z.: Gestüt Lewitz, B.: Fengling Ji, China, sicherte sich mit Galatu Jiri aus China den vierten Platz in einem S*-Springen in Guangzhou.

     

    Quelle: Oldenburger Verband

  • Neues Gütesiegel für deutsche Pferdezucht

    Neues Gütesiegel für deutsche Pferdezucht

    Mit dem Siegel „German Horse Quality“ wurde ein gemeinsamer Markenauftritt der deutschen Pferdezuchtverbände ins Leben gerufen. Dieses soll gerade auch im Ausland die Darstellung und Betonung deutscher Pferdequalität unterstützen. „Der Wunsch unserer Zuchtverbände ist es, mit diesem gemeinsamen Markenzeichen speziell im Ausland die Wiedererkennung deutscher Pferde zu erhöhen“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

    Bereits im Jahr 2018 sind die ersten silbernen – statt wie bisher roten – Pferdepässe von den Zuchtverbänden für deren registrierte Fohlen ausgestellt worden. Abgesehen von der Umschlagfarbe ist als Neuerung das Gütesiegel „German Horse Quality“ Siegel auf der Rückseite der Pässe angebracht. Seit Anfang 2019 ist die zugehörige Homepage online und bietet Informationen über Tradition, Zucht und Erfolge der deutschen Pferdezucht. Laut Miesner soll die Webseite allerdings nicht als Konkurrenz zu den deutschen Pferdezuchtverbänden gesehen werden, sondern lediglich die Kräfte bündeln. In diesem Sinne finden sich auch die Verlinkungen zu den einzelnen Verbandsseiten auf der Seite des Markenzeichens. Die Informationen bleiben auch eher allgemeiner Natur, erläutern beispielsweise die Aufteilung in Zuchtverbände, das einheitliche Zuchtziel der deutschen Verbände und das Prozedere der FN-Zuchtwertschätzung. Details zu den einzelnen Rassen und deren Zuchtschwerpunkte sind nicht zu entnehmen, dafür wird auf die jeweiligen Zuchtbuchordnungen verwiesen.

    Aktuell ist die Homepage in deutscher und englischer Sprache abrufbar. Ergänzt werden sollen in diesem Jahr noch eine chinesische, russische und spanische Version, um weitere internationale Kunden anzusprechen.
    Neben elf Reitpferdeverbänden sind auch Kaltblut-, Schwere Warmblut-,Pony- und Kleinpferde-Zuchtverbände sowie Spezialrassen auf der Homepage der „German Horse Quality“ vertreten.

    Horse-Gate/Anna-Chiara Götz

  • Acht Holsteiner-Hengste nach Januar-Körung zur Zucht zugelassen

    Acht Holsteiner-Hengste nach Januar-Körung zur Zucht zugelassen

    Am 08.01.2019 waren in Elmshorn 17 Hengste zur Januar-Körung des Holsteiner Verbandes angetreten. Acht von ihnen sind nun zur Zucht zugelassen.

    Gekörte Hengste

    Contutto DE 421000040307, geb. 17.02.2007, St. 2495
    v. Cartani a.d. Ferinia B H v. Joost – Landmeister – Grandioso – Farnese – Cottage Son xx
    Z.: ZG Marion u. Norbert Belz, Haseldorf
    B.: Joachim Schill, Kehl

    Cesandrow DE 421000079112, geb. 06.06.2012, St. 8895
    v. Catoo a.d. Granada VII H v. Anthonys Dream xx – Wahnfried – Duhnen – Falkenheim – Feo
    Z.: Klaus Detlef Harbeck, Hövede
    B.: Martin Prignitz, Kollmoor

    Chopin DE 421000217409, geb. 13.04.2009, St. 5064
    v. Casall a.d. Odina III SP v. Coriano – Cantus – Lagos – Roman – Aldato
    Z.u.B.: Manfred von Allwörden, Grönwohld

    Hengste im Zuchtversuch

    Grandorado TN (KWPN) NLD003201101482, geb. 10.04.2011
    v. Eldorado vd Zeshoek a.d. Charmieque v. Carolus II – Baloubet du Rouet – Burggraaf – Joost – Marco Polo
    Z.: M.Rietberg / D.Verhoeven, NL – Holten
    B.: Maatschap Team Nijhof, NL – Geesteren

    Jaloubet K (KWPN) NLD003201408995, geb. 21.07.2014
    v. Baloubet du Rouet a.d. Krista v. Polydor – Pakt – Argwohn I – Adlerfels – Abhang I
    Z.: C.T. Klaver, NL – Schoorl
    B.: Wiepke van de Lageweg, NL – Bears

    For Treasure (KWPN) NLD003201602587, geb. 15.03.2016
    v. For Pleasure a.d. Cathana Z v. Carthago – Ramiro – Jasper – Lucky Boy xx – Beiaard
    Z.: G. van de Winkel, NL Smakt
    B.: Wiepke van de Lageweg, NL – Bears

    Asterix de Couleur (OS) DE 418182570716, geb. 29.07.2016, St. 162
    v. Aganix de Seigneur a.d. Exeptional BP v. Hickstead – Numero Uno – Capitol I – Calando I – Mambo
    Z.: Hartwig Schoof, Hedwigenkoog
    B.: Stall Fulltofta, S – Hörby

    For Friendship VDL (Hann.) DE 431316876716, geb. 11.03.2016
    v. For Pleasure a.d. Symphonie v. Stakkato Gold – Zeus – Raphael – Goetz – Lugano I
    Z.: Günther Soltau, Hamburg-Billwerder
    B.: Wiepke van de Lageweg, NL – Bear

    Quelle: Holsteiner Verband

  • Tanja und Lukas Fischer starten mit eigener Reitponyhengst-Deckstation

    Tanja und Lukas Fischer starten mit eigener Reitponyhengst-Deckstation

    Die Besitzer des in Emstek-Halen beheimateten Dressurstalls Fischer verkündeten Mitte der Woche die Eröffnung ihrer eigenen Hengststation.

    Im Programm haben sie demnach aktuell folgende Hengste: Den zehnjährigen S-Seriensieger Celebration WE (von Constantin-Royal Diamond-Plaisir d’Amour; Züchter: Gudula Vorwerk-Happ), der ja nach seinen Platzierungen bei der Burg-Pokal-Quali in Hagen einen regelrechten Hype auslöste, und den vierjährigen gefeierten Bundeschampion Cosmo callidus NRW (von Cosmopolitan D-Cyriac WE-Bokkesprong Czardas; Züchter: Bernd Sabel). Ebenfalls im Frischsamenversand angeboten werden die drei überaus vielversprechende Junghengste: die beiden Prämienhengste Carpe Diem WE und Mr. Surprise WE sowie der in Münster-Handorf gekörte Gigabyte aus dem Erfolgsstamm der Nibelungenlied.

    Darüber hinaus werden über eine Kooperation mit der Hengststation Gut Neuenhof für Züchter zwei Nachwuchshengste bereitgestellt: der Westfälische Reitpferdehengst Emanuel (von Escolar-Lauries Crusador xx-Nebelhorn; Züchter: ZG von Ameln) und der KWPN-Hengst Kane (von Dark Pleasure-Sandreo-Belisar; Züchter: P.J. Pomper) bereitgestellt.

    Wer sich live von dem Ausbilder-Ehepaar und ihren Hengsten überzeugen möchte, hat dazu bereits am 23.Februar beim Weser-Ems-Hengsttag die Möglichkeit. Zudem sind Tanja und Lukas Fischer bei der Westfälischen Hengstschau am 03. März dabei und laden herzlich zu ihrem Tag der offenen Tür am 16. März in Emstek-Halen ein.

    Horse-Gate/Anna-Chiara Götz

     

  • Ludger Beerbaum investiert für BWP-Hengst

    Ludger Beerbaum investiert für BWP-Hengst

    Aus einer Mitteilung des Woodland’s International Sales Team zu entnehmen, wurde der Schimmel-Hengst zur Hälfte an Ludger Beerbaum verkauft.

    Mumbai van de Moerhoeve nennt sich der Neuzugang der Ludger Beerbaum Stables. Es handelt sich um einen siebenjährigen Sohn v. Diamant de Semilly aus einer Nabab de Reve-Chin Chin-Quidam de Revel-Mutter, der demnach mit einer hochwertigen Springabstammung glänzen kann.

    Niels Bruynseels erläutert: „Mumbai war kürzlich für Hannover und Westfalen anerkannt worden. Er zieht jetzt um nach Riesenbeck. Sie werden dort das sportliche und Deckmanagement übernehmen. Er wird weiterhin mit Frisch- und TG-Samen verfügbar sein. Wir freuen uns auf die Entwicklung dieses Hengstes.“

    Foto: Lafrentz

    Horse-Gate/Sophia Tigges

  • Impfen von Pferden als wichtige Prävention

    Impfen von Pferden als wichtige Prävention

    Ob Influenza, Herpes oder Tetanus – eine Immunisierung schützt vor gefährlichen Infektionen und Erkrankungen. Doch wie oft sollte ein Pferd geimpft werden? Welche Impfungen sind notwendig? Wann empfiehlt sich die Impfung?

    Warum Impfen wichtig ist: ein kleiner Pik mit bedeutender Wirkung

    Ansteckende Krankheiten werden ohne die richtige Vorsorge in Reitställen und Pferdezuchtbetrieben zum gefährlichen „Selbstläufer“. Als gesundheitliche Vorsorge geht kein Weg am regelmäßigen Impfen vorbei. Jedoch ist das Impfen gesetzlich nicht verpflichtend. Nur bei der aktiven Teilnahme an Turnieren, wird ein bestehender Impfschutz vorausgesetzt.

    Wie funktioniert eine Impfung?

    Jeder kennt es selbst: Nach einem kleinen Piks ist es auch schon geschafft. Doch was geschieht eigentlich beim Impfen? Die Impfung trainiert das eigene Immunsystem gegen spezifische Krankheitserreger. Wie das funktioniert? Das Immunsystem bildet Antikörper und Abwehrzellen, wenn Krankheitserreger in die Quere kommen. Eine Besonderheit ist, dass das Immunsystem Gedächtniszellen bilden kann, die die gleichen Erreger auch noch nach einigen Jahren wiedererkennen. Dies macht sich der Impfwirkstoff zu Nutzen. In kleinen Dosen werden abgeschwächte oder abgetötete Erreger gespritzt, die die entsprechende Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen. Mithilfe der Gedächtniszellen kann sich der Körper gegen einen neuen Angriff schützen und Erreger abwehren.

     

     

    Tetanus Influenza Herpes
    Impfung verpflichtend? Nein, nur bei Teilnahme am Turniersport Nein, nur bei Teilnahme am Turniersport Nein
    Grundimmunisierung 1te Impfung im Alter von 6 Monaten

     

    2te Impfung folgt 4 bis 6 Wochen nach der ersten Impfung

     

    3te Impfung erfolgt 12-14 Monate nach der 2ten Impfung

     

    1te Impfung im Alter von 6 Monaten

     

    2te Impfung folgt 4 bis 6 Wochen nach der ersten Impfung

     

    3te Impfung erfolgt 5-6 Monate nach der 2ten Impfung

     

    1te Impfung im Alter von 6 Monaten

     

    2te Impfung folgt 4 bis 6 Wochen nach der ersten Impfung

     

    3te Impfung erfolgt 5-6 Monate nach der 2ten Impfung

     

    Auffrischungsimpfung Alle 1- 3 Jahre Alle 6 Monate Alle 6 Monate

     

    Core- und Non-Core-Komponenten der Impfstoffe

    Bei den Impfungen wird zwischen den Core- und Non-Core-Komponenten unterschieden. Core-Komponenten bekämpfen Krankheitserreger, gegen die das Pferd jeder Zeit geschützt sein sollte, um einen tödlichen Ausgang der Krankheit zu verhindern oder um Infektionsketten zu unterbrechen und somit Epidemien zu vermeiden. Non-Core-Komponenten der Impfstoffe richten sich gegen Erreger, die bei Pferden nur unter besonderen Umständen gefährliche Auswirkungen haben könnten.

    Core-Komponenten der Impfstoffe richten sich gegen Tetanus, Influenza und Herpes. Non-Core-Komponenten richten sich gegen Druse, Equine Rotavirus-Infektionen,
    Equine virale Arteritis, Lyme-Borreliose, Tollwut, Dermatomykosen,
    West-Nil-Virus-Infektionen.

    Tetanus-Impfung für Pferde ein Muss?

    Rostige Zäune können bei einer Verletzung zu einer schnellen Wundinfektion mit Tetanus führen.

    Der Wundstarrkrampf ist eine Infektionskrankheit, die sich langsam und unbemerkt ausbreitet und schließlich zum Tod führen kann. Die tückische Krankheit wird durch bakterielle Erreger hervorgerufen, die sich besonders in Böden oder an rostigen Drähten/Nägeln etc. befinden. Bei einer offenen Verletzung treten die Bakterien in die Wunde ein und lösen die Infektion aus. Dabei werden die muskelsteuernden Nervenzellen angegriffen, welches zu Krämpfen und anschließender Lähmung führt. Besonders Pferde sind anfällig für Tetanusinfektionen, die ohne Impfschutz schnell lebensbedrohlich wird.

    Pferdebesitzern sollten mit Hilfe von Tetanus-Impfungen einen Schutz gewährleisten, der in einem Abstand von ein bis drei Jahren aufgefrischt wird. Wichtig ist es, bereits das Fohlen im Alter von 6 Monaten einer Grundimmunisierung zu unterziehen. So hat das Immunsystem die Möglichkeit, Tetanus-Antikörper zu bilden und den Spiegel bei regelmäßigem Nachimpfen aufrecht zu erhalten.

    Pferde gegen Herpes impfen

    Nach einer Schätzung tragen bis zu 80 Prozent der Pferde die Herpes-Viren in sich. Jedoch brechen diese nicht immer aus. Wie beim Menschen auch, wird Herpes besonders in Stress-Situationen ausgelöst. Herpesviren (EHV) werden in unterschiedliche Virenarten eingeteilt.

    Typ 1-Viren können bei trächtigen Stuten Aborte verursachen. Auch können sie zentrale Nervensysteme beschädigen und eine Equinen Herpesvirus Myelitis (EHM) auslösen. EHV 2 und 5 zeigen Krankheitsbilder wie Hornhautentzündungen und Atemwegs-Infekte. Ausschlag an der Genitalienschleimhaut verursacht der Virus-Typ 3. Nasen- und Augenausfluss, Fieber und Husten sind in Anzeichen von EHV Typ 4.

    Eine Herpes-Impfung kann keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Experten empfehlen jedoch, Pferde gegen EHV 1 und 4 zu impfen. Im Alter von sechs Monaten sollte die erste Impfung des Fohlens erfolgen. Die zweite Herpes-Impfung findet vier bis sechs danach statt. Einen dritten Piks gibt es dann mit einem Jahr. Um die Wirkung aufrecht zu erhalten wird empfohlen die Pferde alle sechs Monate zu impfen.

     

    Grippe-Impfung für Pferde

    Die Influenza-Impfung ist nicht verpflichtend vorgeschrieben, jedoch wird sie von Experten empfohlen. Sie schützt das Pferd vor einer hochansteckenden Grippe, die bei einem geschwächten

    Influenza-Viren können besonders bei Fohlen und schwachen Pferden gravierende Folgen haben.

    Immunsystem besonders bei alten und schwachen Tieren zu einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand führen kann. Typische Merkmale der Pferdegrippe sind Infektionen der Atemwegen und Fieber.

    Influenzaviren werden über die Atemwege aufgenommen und abgegeben. Da somit die Übertragung durch die Luft stattfindet, können andere Tiere im Umkreis von bis zu 40 Metern schnell angesteckt werden.

    Wie bei den anderen Impfungen auch, muss zunächst eine Grundimmunisierung stattfinden. Danach erhält das Pferd alle sechs Monate eine Impfung zur Auffrischung.

     

     

    Sollten Sie spezifische Fragen haben, so wenden Sie sich immer an Ihren fachkundigen Tierarzt!

    Horse-Gate/Sophia Tigges

  • Das Westfälische Pferdestammbuch lädt ein: Züchterversammlungen 2019

    Das Westfälische Pferdestammbuch lädt ein: Züchterversammlungen 2019

    Das Westfälische Pferdestammbuch e.V. veranstaltet diverse Züchterversammlungen und lädt zum Informationsaustausch ins Casino des Westfälischen Pferdezentrums nach Münster-Handorf ein. Der Verband wünscht sich eine rege Teilnahme, damit rassespezifische Züchtermeinungen abgebildet werden.

    Die Termine der Züchterversammlungen

    Dienstag, 22.01.2019/18.00 Uhr
    Züchter der Rassen Shetland Pony, Part-Bred Shetland Pony, Classic Pony sowie weitere Rassen (inkl. Welsh Themen)

    Mittwoch, 23.01.2019/18.00 Uhr
    Züchter der Rassen Deutsches Reitpony und Welsh-Sektion

    Donnerstag, 24.01.2019/18.00 Uhr
    Züchter der Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger

    Samstag, 26.01.2019/10.00 Uhr (NRW-Landgestüt, Warendorf)
    Züchter der Rassen Kaltblut (s.u.)

    Samstag, 26.01.2019/ca. 17.30 Uhr
    Züchter der Rasse Island, im direkten Anschluss an den Qualitag Islandpferde Handorf

    Züchterversammlung Kaltblutrassen
    Die Züchterversammlung für die Züchter der Kaltblutrassen findet wie im letzten Jahr zusammen mit dem Neujahrsempfang des Kaltblutvereins NRW am Landgestüt in Warendorf statt.

    Samstag, den 26.01.2019/10:00 Uhr
    NRW Landgestüt Warendorf, Schulungsraum der Deutschen Reitschule

    Weitere Informationen zu Tagesordnung und Zeitplänen finden Sie hier.

     

    Quelle: Westfälisches Pferdestammbuch

  • Die Hengststationen Klatte und Van Olst kooperieren

    Die Hengststationen Klatte und Van Olst kooperieren

    Der oldenburgische Zuchthof Klatte hat mit der niederländischen Hengststation Van Olst einen weiteren Kooperationspartner gewonnen. Erst im November gaben die Oldenburger um Henrik Klatte die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Gestüt Schafhof bekannt (wir berichteten), Ende Dezember nun auch die mit der niederländische Familie Gertjan van Olst.

    Hessen und Oldenburg

    Hinter dem hessischen Gestüt steht Matthias-Alexander Rath als neuer Partner für den Zuchthof Klatte. Hier treffen Springprofi und Dressurspezialist aufeinander und haben große gemeinsame Pläne, wie auf beiden Facebook-Seiten verkündet wird. Den Startschuss zur gelungen Zusammenarbeit gibt am 30. März der Züchtertag auf dem Schafhof in Kronberg und wird am 13. April direkt mit der Hengstschau auf dem Zuchthof Klatte in Klein Roscharden weitergeführt. Des Weiteren veranstalten die beiden Partner zum ersten Mal mit „Roscharden Dressage“ ein Dressurturnier bis Grand Prix vom 23. bis 25. August mit angeschlossener Fohlenauktion auf dem Zuchthof Klatte.

    Niederländische Ergänzung

    Zu diesen Entwicklungen gesellen sich nun noch Top-Vererber, die die Oldenburger Deckstation mit ihrem neuen Kooperationspartner seinen Kunden zur Verfügung stellen kann. Der Zuchthof lobt die Niederländer in der Bekanntgabe auf seiner Facebook-Seite: „Die Hengststation van Olst steht für Dressurpferdezucht auf höchstem Niveau und weltbekannte Vererber wie Negro und Painted Black der Grand Prix Spezialist Everdale sowie der amtierende Weltmeister der 7-jährigen Dressurpferde Glamourdale stehen dort auf Station.“ Als Auftakt der Zusammenarbeit werden die Hengste der Deckstation Van Olst ebenfalls auf der Hengstvorführung in Lastrup am 13. April vorgestellt.

    Horse-Gate/Anna-Chiara Götz

     

  • 90. Frühjahrs Elite-Auktion der Oldenburger Pferde

    90. Frühjahrs Elite-Auktion der Oldenburger Pferde

    Am 05. und 06. April steht in Vechta wieder die Frühjahrs Elite-Auktion für Youngster und bereits erfolgreiche Sportpferde an.

    Der Verband wünscht sich ein Aufgebot von Reit-Eliten aus „gekörten, leistungsgeprüften Hengsten, nicht gekörten Sporthengsten sowie Wallachen und Stuten anspruchsvollster Qualität“. Gern gesehen sind dabei sowohl Talente aus der Dressur als auch aus dem Springen.

    Vom 07. bis 16. Januar 2019 stehen folgende Auswahltermine an:

    Montag, 07. Januar 2019
    10.00 Uhr Oldenburger Pferde Zentrum Vechta – Auswahl Dressur- und Springpferde
    14.30 Uhr Reithalle H. Oncken, Tichelboeweg 1 a, 26452 Sande, Tel. 0172-2940843

    Dienstag, 08. Januar 2019
    10.00 Uhr Gebrüder Möller GbR, Hauptstraße 51, 19249 Garlitz, Tel. 0172-3801757
    13.30 Uhr Zuchthof Menck, Dorfstr. 31, 16845 Rübehorst, Tel. 0172-3273588

    Mittwoch, 09. Januar 2019
    10:00 Uhr Dressurstall Annika Korte, Hohe Allee 101, 48431 Rheine, Tel. 0152-01888884
    12:30 Uhr RH Rudi Rehkamp, Quadenorter Weg 10, 49593 Bersenbrück, Tel. 0172-5676127
    16:30 Uhr RH Bramall/Dusche, Am Wienkamp 30, 30916 Isernhagen, Tel. 0170-2022266

    Donnerstag, 10. Januar 2019
    11.00 Uhr Böckmann Pferde GmbH, Osterfeld 7, 49688 Lastrup, Tel. 04472-688560
    13.00 Uhr Dressurpferdeleistungszentrum Lodbergen, Tel. 05432-2182
    14.30 Uhr Gestüt Sprehe, Reithalle, Neuekamp 1, 49624 Löningen, Tel. 05432-803880

    Freitag, 11. Januar 2019
    10.00 Uhr Gestüt Wäldershausen Pferdezucht GbR, Wäldershausen 6, 35315 Homberg/Ohm, Tel. 0173-4817869

    Montag, 14. Januar 2019
    12.00 Uhr Stall Fromberger, Osterrade 1, 24796 Bovenau, Tel. 0173-2090421

    Dienstag, 15. Januar 2019
    10.00 Uhr Oldenburger Pferde Zentrum Vechta – Auswahl Dressurpferde

    Mittwoch, 16. Januar 2019
    10.00 Uhr Oldenburger Pferde Zentrum Vechta – Auswahl Springpferde

    Für die Auswahltermine außerhalb des Kernzuchtgebietes bittet der Verband unter 04441-935512 oder gerberding.elisabeth@oldenburger-pferde.com um Anmeldung.

    Weitere Information finden Sie hier.

    Quelle: Oldenburger Verband

     

  • Westfälische Körung: Prämienhengst positiv getestet – Körurteil aberkannt

    Westfälische Körung: Prämienhengst positiv getestet – Körurteil aberkannt

    Der westfälische Prämienhengst Vaderland wurde positiv auf Acepromazin getest. In der Folge hat das Westfälische Pferdestammbuch ihm das Körurteil und die Prämierung aberkannt.

    Wie der Verband berichtet, wurde die Medikationskontrolle im Rahmen der Reitpferde-Hauptkörung gemäß der allgemein anerkannten ADMR-Standards (FN Anti-Doping- und Medikationskontroll-Regeln, vgl. LPO) vom Westfälischen Pferdestammbuch durchgeführt. Untersucht wurden die Proben vom Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln. Dabei wurde die Katalognummer 50 des Körkatalogs, Hengst von Vitalis-Krack C, ausgestellt von der Reesink Pferde GmbH, positiv auf den Wirkstoff Acepromazin getestet. Aufgrund dieser positiven Dopingkontrolle ist der Hengst nicht mehr gekört.

    Vorheriger Klinikaufenthalt

    Das Beruhigungsmittel Acepromazin unter anderem bei Klinikaufenthalten oder zur Stressreduzierung während Transporten zum Einsatz. So argumentiert auch der Hengstaussteller schriftlich, dass er auf eine Öffnung der B-Probe verzichte, da der vorgestellte Hengst unmittelbar vor Körungsbeginn in einer Tierklinik gewesen ist. Der Klinikaufenthalt und die Medikation wurden allerdings nicht im Körbüro angezeigt, so dass keine Vorabentscheidung der Verbandstierärzte möglich gewesen wäre.

    Neuer Besitzer – neue Chance

    Nach der erfolgreichen Körung und Prämierung wechselte Vaderland den Besitzer und wurde von diesem der Hengststation Beckmann als Pachthengst zur Verfügung gestellt. Die Deckstation bezog direkt nach Bekanntgabe der Aberkennung des Körurteils auf ihrer Facebook-Seite Stellung. Die Umstände der erfolgten Körung möchte man nicht kommentieren, stattdessen wird eine erneute Zulassung zur Beurteilung durch die Körkommission positiv gesehen. Ende Februar 2019 wird der Hengst aufgrund seines grundsätzlichen Potenzials erneut in Münster-Handorf vorgestellt – selbstverständlich mit einer erneuten Medikationskontrolle. Pascal Kandziora bereitet Vaderland auf die erneute Körung vor und die Hengststation ist zuversichtlich, dass der Braune zu Beginn der Decksaison legal im Einsatz sein wird.

    Horse-Gate/Anna-Chiara Götz

  • Querelen in Holstein: Der Vorstand informiert – Dr. Günther Friemel nicht mehr Auktionator

    Querelen in Holstein: Der Vorstand informiert – Dr. Günther Friemel nicht mehr Auktionator

    Der Holsteiner Verband macht derzeit vor allem negative Schlagzeilen. Das beherrschende Thema: Verkaufsprovisionen, die sich Vorstandsmitglied Christian Dietz angeblich mit Auktionator Dr. Günther Friemel teilen wollte. Die Aussagen dazu sind konträr. Um soweit möglich Klarheit zu schaffen, stellt der Vorstand des Holsteiner Verbands die Ereignisse nach den Kör- und Auktionstagen von Neumünster nun chronologisch dar. Hier die komplette Pressemitteilung:

    „Das Vorstandsmitglied des Holsteiner Verbandes Christian Dietz  fragte ca. 14 Tage vor der Holsteiner Herbst-Auktion 2018  bei Thies Beuck, 1. Vorsitzender des Holsteiner Verbandes, und Timm Peters, 2. Vorsitzender, an, ob er für den Hengst- bzw. Reitpferdeeinkauf für die von ihm akquirierten Kunden aus Südafrika nach den Bedingungen der Holsteiner Vermarktungs- und Auktions GmbH Provision erhalten könne. Vor dem Hintergrund der vorangegangenen Auktionen, bei denen es an ausländischen Kunden mangelte, und nach Prüfung durch die Geschäftsführung der Vermarktungs GmbH, ob es sich um „Neukunden“ handelt sowie nach rechtlicher Prüfung durch den Verbandsjustitiar wurde das vom Verbandsvorsitzenden bejaht. Über die Zusage hat Ronald Schultz, Geschäftsführer der Vermarktungs- und Auktions GmbH, die verantwortlichen Mitarbeiter informiert.

    Einer der Kunden, ein in Deutschland lebender Südafrikaner, hatte zwar bereits im Land, u. a. auch beim Verband gekauft, war aber noch nicht auf einer unserer Auktionen als Käufer aufgetreten. Für diesen Kunden meldete Christian Dietz zu Beginn der Auktion einen weiteren Provisionsantrag an, dessen Überprüfung durch die Geschäftsführung der Vermarktungs GmbH des Verbandes allerdings noch ausstand.  Dieser Kunde kaufte zwei Pferde. Weitere vier Pferde wurden an die südafrikanischen Kunden verkauft.

    Ein Mitarbeiter der VermarktungsGmbH äußerte anschließend den Verdacht, dass sich Christian Dietz die Provision für die verkauften Pferde mit Dr. Günther Friemel, teilen würde. Nach geltendem Recht ist dieses untersagt. Weiterhin ist festzuhalten, dass Christian Dietz für die von ihm beantragten Provisionen noch keine Rechnung gestellt hat. Um den Verdacht des Missbrauchs auszuräumen, hat Christian Dietz auf die Provision verzichtet.

    Am 23. November, 20 Tage nach der Auktion, berief Thies Beuck mit seinem Stellvertreter Timm Peters ein Treffen mit Christian Dietz, Dr. Günther Friemel sowie dem Mitarbeiter der Vermarktungs GmbH, der die internen Informationen öffentlich gemacht hatte, ein. Als neutraler Beobachter nahm der ehemalige Justitiar des Holsteiner Verbandes, Ulrich Dose, teil. In dieser Sitzung bestritten Christian Dietz und Dr. Günther Friemel, dass es eine Aufteilung der Provision zwischen ihnen geben sollte.

    Der Mitarbeiter der Vermarktungs GmbH blieb bei seiner Behauptung, dass Christian Dietz die Provision mit Dr. Günther Friemel teilen wollte. Dieses habe ihm Dr. Günther Friemel in einem Gespräch mitgeteilt.

    In einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 6. 12. wiederholten  Christian Dietz und Dr. Günther Friemel, dass es keine Provisionsabsprachen zwischen ihnen gegeben habe.

    Das Arbeitsverhältnis zu dem Mitarbeiter, der ohne Rücksprache mit dem Vorstand wiederholt Interna öffentlich gemacht hatte, wurde u.a. vor diesem Hintergrund nach schriftlichen Abmahnungen fristlos gekündigt.

    Am 11.12. wurden die Delegierten des HV auf einer Versammlung in NMS durch Thies Beuck  über den Sachstand informiert. Anschließend verlas der 1. Vorsitzende Thies Beuck eine eidesstaatliche Erklärung des Verbandsmitglieds Reimer D. Hennings. Darin hält Reimer D. Hennings fest,  dass ihm Dr. Günther Friemel in einem Telefonat am Montag nach der Auktion erklärt habe, sich die Provision mit Christian Dietz zu teilen. Christian Dietz und Dr. Günther Friemel wiederholten ihre Erklärungen, die sie im Vorstand abgegeben hatten, nach denen sie nicht die Absicht hatten, sich die Provision zuteilen.

    Der Vorstand hatte beschlossen, die Entscheidung über den Verbleib von Christian Dietz und Dr. Günther Friemel im Vorstand, der Delegiertenversammlung, dem höchsten Organ des Verbandes, per Votum entscheiden zu lassen. 52 Delegierte sprachen sich für den Verbleib aus, 36 dagegen. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses trat das Vorstandsmitglied Jan Lüneburg zurück.

    Im weiteren Verlauf der Delegiertenversammlung standen drei  Vorstandsmitglieder turnusmäßig zur Wahl. Für den 1.Vorsitzenden Thies Beuck sprachen sich 79 Delegierte (93%), für Thies Luther 84 Delegierte (99%) und für Dr. Günther Friemel 47 Delegierte (55%) aus.

    Drei Tage später – am 14. Dezember – legten Christian Dietz und Dr. Günther Friemel ihr Vorstandsamt nieder. Zuvor hatten etliche Züchter mit einem Verbandsaustritt  und Streichung einer größeren Anzahl ihrer beim Holsteiner Verband gemeldeten Stuten und Hengste auf die Vorkommnisse reagiert.

    Daraufhin trafen sich am 17. Dezember Thies Beuck und Timm Peters mit Reimer D. Hennings und einer Gruppe von Züchtern, die mit dem Votum der Delegierten nicht einverstanden waren. Hier wurde noch einmal klar gestellt, dass die eidesstattliche Erklärung von Reimer D. Hennings, die auch den Delegierten vor der Abstimmung vorgetragen worden war, für den Vorstand hohes Gewicht habe. Allerdings seien die Delegierten das höchste Organ des Holsteiner Verbandes.

    Aufgrund der nach wie vor ungeklärten Situation sieht sich der Vorstand derzeit nicht in der Lage die Zusammenarbeit mit Christian Dietz und Dr. Günther Friemel fortzusetzen.

    Dr. Günther Friemel wird nicht mehr als Auktionator für den Holsteiner Verband tätig sein. Die langjährige Zusammenarbeit mit Christian Dietz wird ausgesetzt, bis die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, ggf. auch juristisch, vollständig aufgeklärt sind.

    Der Vorstand wird in angemessener Zeit mit den Körbezirksvorsitzenden über die Neuzusammensetzung des Vorstandes bei einer festzusetzenden Delegiertenversammlung nach den Körbezirksversammlungen 2019 Vorschläge machen.“

    Foto: Der Holsteiner Brand steht derzeit nicht nur für qualitätvolle Springpferde. Fotograf: Stefan Lafrentz