Besitzer
Paul Schockemöhle Hengsthaltung GmbH
Paul Schockemöhle
49439 Mühlen
Der Besitzer über seinen Hengst
Zauberlehrling PS – ein hochmoderner Sohn des Glock´s Zonik
Bestechend in Adel und Präsenz. Der Redefiner Prämienhengst Zauberlehrling reiht sich würdig in die Reihe der Ausnahmehengste unserer Kollektion ein. Im Freilaufen wie an der Longe ein Musterschüler, vereint er doch alle Reitpferdepoints nahezu ideal in sich.
Der Vater Glock’s Zonik N.O.P. vereint mit Zack, Romanov und Don Schufro die Hengstgrößen, die die dänische Dressurpferdezucht nachhaltig beeinflusst und sie zu einer der erfolgreichsten weltweit haben werden lassen. Unter Edward Gal führte Glock’s Zonik N.O.P. das Niederländische Team bei der EM in Rotterdam/NED zu Silber und belegte im Einzel die Plätze sechs (Kür) und acht (Special). Beim Weltcup-Finale in Göteborg/SWE war das Paar ebenfalls Achter, nachdem es 2018 bei den WEG in Tryon/USA im Grand Prix und im Special jeweils an siebter Stelle rangierte. Aus der Schar der zwölf in Deutschland gekörten Hengste ragen der amtierenden Dressurpferde-Weltmeister und letztjährige Bundeschampion Zucchero Gold (Sportname Zucchero OLD) und der frischgekürte Bundeschampion Zum Glück RS2 OLD heraus.
Die Mutter So Fantastic PS platzierte sich in Reitpferdeprüfungen und brachte einen ebenfalls gekörten Vollbruder zu Zonik’s Donnerhall PS, der über die PS-[RT1] Online-Auktion versteigert wurde. Ihr Vollbruder Sir Santinos erhielt gleichfalls die Zulassung zur Zucht.
Der Muttervater Sir Donnerhall I gehört, dank der Grand Prix-Erfolge seiner Nachkommen, wie Sai Baba Plus/Boaventure Freire/POR, Semper Fidelis/Heather Blitz/USA und Syriana/Mary Hanna/AUS zu den Top 20 der weltbesten Dressurvererber laut WBFSH-Ranking. Selbst 2. Reservesieger seiner Körung, Landeschampion, HLP-Rekordsieger, Vize-Dressurpferde-Weltmeister und Bundeschampion sowie Hauptprämiensieger, kann er auf bald 100 gekörte Söhne verweisen. Zahlreiche championatserfolgsreiche Nachkommen, darunter der zweifache Dressurpferde-Weltmeister Sa Coeur und zuletzt das legendäre Bundeschampion-Quartett Sir Heinrich OLD, Cindy OLD, Candy OLD und Caty OLD aus dem Hause Wendeln.
Aus der Großmutter Farah stammt außerdem Harmony’s V-Plus, der 2019 an der Dressurpferde-WM teilnahm und sich bei den Bundeschampionaten platzierte.
In dritter Generation steht Fürst Romancier und dann schließt sich Sandro Hit an, was zu einer ideal konsolidierenden Inzucht auf den bedeutenden Sandro im Pedigree des Zauberlehrling führt.
Hannoveraner Stutenstamm der Jedraza, hieraus die Hengste Quidams Quarz, Perigueux, Lord Dix, Broadstone Chicago, Furioso Z, Andiamo, Breitling TP, Qantas de L und Jackpot de Mauretus.
Zauberlehrling PS: Zonik – Sir Donnerhall – Fürst Romancier – Sandro Hit – Landadel
Besitzer
Helgstrand Dressage ApS
Andreas Helgstrand
9310 Vodskov
Der Besitzer über seinen Hengst
Ein ausdrucksstarker und moderner Sohn des Totilas!
Wir freuen uns sehr über diesen Neuzugang unserer Kollektion 2020 in wunderschöner Rappfarbe, der den weltberühmten Totilas zum Vater hat. Total McLaren wurde im Rahmen der niederländischen Körung in s’Hertogenbosch erworben, wo er durch seine noble Ausstrahlung und drei qualitativ hochwertige Grundgangarten Kommission wie Zuschauer zu überzeugen wusste.
Ein absolut modernes Pferd mit herausragender Blutführung. Totilas selbst ist dreifacher Weltmeister und gewann bereits neunjährig mit nicht weniger als 90,75% den Grand-Prix im Rahmen der Europameisterschaften mit Edward Gal für die Niederlande.
Auf Mutterseite finden wir die Oldenburger Prämienstute Silberaster OLD, die selbst Doppel-Goldmedaillengewinnerin auf den Bundeschampionaten in Warendorf war und damit für Ansehen und Sicherheit in der Leistungsstärke dieser Blutführung sorgt. Muttervater De Niro war über Jahre unangefochtene Nummer Eins der WBFSH Rangierung für Dressurhengste. Selbst Grand-Prix siegreich und Hannoveraner Hengst des Jahres 2008.
In dritter Generation steht Sandro Hit, der sicherlich zu den lebenden Legenden der Zuchtszene gehört mit diversen züchterischen und sportlichen Leistungen. Unter anderem der Gewinn des Bundeschampionats in Warendorf und der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde unter Dr. Ulf Möller. Ein Bilderbuch-Hengst mit herausragendem Pedigree.
Besitzer
Helgstrand Dressage ApS
Andreas Helgstrand
9310 Vodskov
Der Besitzer über seinen Hengst
Wie der Vater so der Sohn – diesem strahlend schön aufgemachter Dressurnachwuchshengst hat unser Weltmeister und Vize-Weltmeister Revolution alles mitgegeben. Besonders interessant dabei der Anschluss an das so wertvolle Bolero-Blut.
Der Vater Revolution war Hannoveraner Prämienhengst und absoluter Hengstmarkt-Preisrekordler in Verden. In Dänemark avancierte er ebenfalls zum Prämienhengst und gewann seine HLP mit siebenmal der Maximalnote 10,0. Beim Sieg im Dänischen Dressurpferdechampionat erhielt er unter Andreas Helgstrand/DEN viermal die 10,0 und setzte sich 2018 bei der Dressurpferde-WM mit Gesamt 9,62 die Krone auf (Trab 9,8, Schritt 9,0, Galopp 10,0, Rittigkeit 9,3, Perspektive 10,0). 2019 gewann er im WM-Finale der sechsjährigen Dressurpferde knapp geschlagen Silber: Trab 10,0, Galopp 9,6, Schritt 9,0, Rittigkeit 8,8, Perspektive 9,8, Gesamt 9,44. Beim anschließenden Dänischen Championat wurden alle drei Grundgangarten des Revolution mit 10,0 bewertet. Mit Gesamt 9,6 gewann er hier Gold.
Aus der Mutter Bellevue S stammt noch das Hannoveraner Elite-Auktionsfohlen Roache, ebenfalls von Revolution abstammend.
Der Muttervater steht ganz in der Nachfolge seines so bedeutenden Vaters Brentano II. Belstaff war HLP-Dressursieger (Index 143,64) und Gesamt zweiter HLP-Reservesieger. Er siegte in Reitpferdeprüfungen, war Hannoveraner Vizechampion und platzierte sich in Dressurpferdeprüfungen. Später kamen unter Betina Jaeger/DEN Grand Prix-Erfolge u.a. beim CHIO Aachen hinzu. Außerdem stand das Paar im siebtplatzierten Dänischen Team bei den Weltreiterspielen 2018 in Tryon/USA. Aus einem nur kurzen Deckeinsatz resultierten drei gekörte Söhne und diverse S-Pferde.
In dritter Generation steht der Thronfolger der Linienbegründers Lauries Crusador xx, Londonderry.
Aus dem Stamm kommen noch die gekörten Hengste French Kiss/Katrin Burger, 2004 Weltmeister der sechsjährigen Dressurpferde, und Feinsinn/Carolin Linde, die Bundeschampioness und Grand Prix-erfolgreiche Bini Bo/Inge Schmezer, die weiteren Grand Prix-Pferde Sarazu/Anna-Katharina Voß und Moses/Susann Konrad, die bis Inter I platzierten Dior, Wack Up, Wells Fargo, Monsun, Warengo, Gitarino und Waikita sowie die international erfolgreichen Springpferde Pilatus/Willi Melliger/SUI, Emilie de Ravin/Dieter Smitz, Venice Beach/Clarissa Crotta/SUI, Gina/Axel Hahne, Dontop und Gin.
Wie ist die Vorstellung in vielen Köpfen, wenn es um Hengsthaltung geht? Boxengitter und vom Geschehen abgewandt – das Klischee bedeutet kompromisslose Einzelhaft. Aus Sorge vor Verletzungen und Unfällen gibt es außerdem wenig Auslauf, denn das Testosteron der Tiere scheint demjenigen, der es wagt, die Boxentür zu öffnen, förmlich entgegen zu kochen.
Moderne Haltungsformen
Doch halten wir fest: Die Realität sieht längst nicht mehr für alle Hengste so aus. Es gibt inzwischen auch Hengsthalter, die mit Gruppenhaltung und Sozialboxen positive Erfahrungen gemacht haben – und sie würden ihre Haltung nie für isoliertes Boxendasein eintauschen. Wir berichten von ihren Erfahrungen und geben Tipps, wie auch andere Hengsthalter von ihrem Wissen profitieren können. Vor allem das Modell Junggesellengruppe hat sich für viele Hengsthalter bewährt. Dr. Axel Brockmann, Gestütsleiter vom Landgestüt Celle, empfiehlt, Junghengste bis zu einem Alter von circa zwei Jahren nach der Trennung von ihrer Mutter in einer Gruppe mit einem älteren Erzieher zu halten. So lernen die Junghengste Sozialverhalten, das sie auch für spätere Vergesellschaftung brauchen. In der Hengststation des Landesgestüts Celle in Adelheidsdorf leben die Hengste in großzügigen Paddockboxen – und haben so viel frische Luft, Licht und Sozialkontakt zu Artgenossen. Für ausreichend freie und kontrollierte Bewegung sorgt ein für jedes Pferd individuell ausgearbeiteter Plan aus Führanlage, Training und Auslauf.
Leitlinien gelten auch für Hengste
Diese Bedingungen sehen die Leitlinien vor – und sie gelten nicht nur für Stuten und Wallache, sondern auch für Reit- und Deckhengste:
– Hochgeschlossene Trennwände sind nur in Ausnahmefällen, z.B. für Kliniken, Quarantäneboxen oder Abfohlboxen zulässig.
– Pferde müssen sich gegenseitig über die Frontseite riechen, hören und sehen können.
– Bei der Aufstallung sollte man beachten, dass die Boxennachbarn miteinander verträglich sind. Warnzeichen sind Drohen oder Ausschlagen.
– Grundsätzlich sind alle Pferde, unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht oder Nutzungsart für die Gruppenhaltung geeignet.
Sicherer Auslauf durch sichere Hengstzäune
Die Broschüre sichere Weidezäune des aid-Infodienstes sieht für Hengstweiden folgende Mindestmaße vor: Hengstzäune sollen drei elektrische Leiter haben: 1. Leiter 60-80 cm über dem Boden, 2. Leiter 100-120 cm über dem Boden und 3. Leier 140-160 cm über dem Boden. Abhängig ist die Zaunhöhe immer von Größe und Sprungkraft der eingezäunten Hengste.
Hengsthaltung mit Sozialkontakt am Schweizer Nationalgestüt
In einem mehrjährigen Forschungsprojekt des Schweizer Nationalgestütes von Agroscope in Avenches wollen die Mitarbeitenden die Haltungsbedingungen für Zuchthengste verbessern. Seit 2013 betreut Dipl. Ing. Agr. ETHZ Christa Wyss das Projekt mit. Ein wichtiges Instrument sind die Sozialboxen, die Pferden mehr Möglichkeiten zu direktem Sozialkontakt geben. Diesen neuen Boxentyp entwickeln sie ständig weiter. Dabei gilt für sie die Haltung mit Sozialkontakt als Härteprüfung, wie Christa Wyss erklärt: „Wenn dieses System mit Deckhengsten funktioniert, dann kann es für fast alle Pferde funktionieren. Allerdings empfehle ich eine Vergesellschaftung von Hengsten entsprechend nur unter der fachkundigen Begleitung von Spezialisten.“
Die Sozialbox
Andreas Kurz, der in der Schweiz ein Vorreiter in der Gruppenhaltung von Sportpferden ist, hat die Sozialbox entwickelt. Ihr Prinzip vereint die wichtigsten Vorzüge aus beiden Welten: Gruppen- und Boxenhaltung. Entsprechend ist die eine Hälfte der Boxenwand geschlossen – und gibt dem Hengst die Möglichkeit, sich jederzeit von seinem Nachbarn zurückzuziehen. Die andere Hälfte der Boxenwand ist mit senkrechten Stangen im Abstand von 30 cm ausgestattet. Diese geben den Freiberger-Hengsten genug Platz, um den Kopf zum Nachbarn durchzustrecken, aneinander zu knabbern oder zu spielen, gemeinsam zu ruhen oder das Stroh in der Nachbarbox zu fressen. Die Abstände der Stangen müssen jeweils auf die Größe der Pferde, die in den Sozialboxen untergebracht sind, angepasst sein. Eine auf die Größe der Hengste abgestimmte Höhe der vertikalen Stangen ist ebenfalls wichtig, wie Christa Wyss erklärt: „Die Hengste müssen beispielsweise beim Spielen steigen können, ohne sich an der oberen Querstange den Kopf anzuschlagen.“ Damit das Zusammenleben klappt, sollten sich die Boxennachbarn gut miteinander verstehen. Dies zu erkennen und richtig zu interpretieren fordert viel Fachkompetenz, lohnt sich aber. „Die Pferde nutzen die Möglichkeit zum Körperkontakt gerne“, versichert Christa Wyss. Auch auf das Verhalten wirke sich die Haltung in Sozialboxen positiv aus.
Die Forschungsprojekte Gruppenhaltung und Sozialboxen
Gruppenhaltung
2009 startete die Testreihe des Nationalgestüts auf einer 4 Hektar großen Koppel direkt nach der Decksaison. Die beteiligten Hengste waren nach der Trennung von ihrer Mutter bis zu einem Alter von 30 Monaten in Gruppen aufgewachsen und deshalb sozialisiert. In der ersten Zeit kontrollierten die Mitarbeiter die Situation und beobachteten das Verhalten der Hengste genau.
Sozialboxen
2013 zogen die Freiberger-Hengste im Rahmen eines Forschungsprojektes paarweise in die Sozialboxen ein, wo sie regelmäßig auf Verletzungen untersucht und gefilmt wurden. Die Mitarbeiterinnen werteten das Bildmaterial aus und analysierten das Verhalten der Hengste. Das Fazit: Die Hengste verbrachten ca. 50 Minuten pro Tag ausschliesslich mit Spielen. Zahlreiche weitere soziale Verhaltensweisen kommen dazu. Selten traten aufgrund der sozialen Interaktionen kleinere Hautveränderungen mit Schwellungen, Haarverlust oder kleine blutige Stellen auf. Es gab jedoch keine Verletzungen, die zusätzliche Pflege erfordert hätten. Vor Turnieren oder wichtigen Veranstaltungen kann sich Christa Wyss vorstellen, je nach Situation eine „Körperkontaktpause“ von etwa drei-vier Wochen. Dadurch könnte man allfälligen kleinen Hautveränderungen, die allenfalls einen Turnierausschluss bedeuten könnten, vorbeugen.
Der Schrankenschneiderhof: Hengste in Gruppenhaltung
Der Schrankenschneiderhof in Ebersberg (Oberbayern) biete Hengsthaltung in der Gruppe an. Entstanden ist das auf dem Familienbetrieb durch Zufall, wie das Ehepaar Anton und Andrea Zeller erzählt: „Im Jahr 2002 hatten wir ein Hengstfohlen gekauft, das wir auch dauerhaft in unsere Offenstallgruppe integrieren wollten.“ Heute umfasst die Gruppe sieben Junghengste, zwei Deckhengste und sechs Wallache. Möglich ist das durch eine große Fläche, durch Beschäftigungsmaßnahmen wie den Schauer-Futterautomaten, genügend Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten – und ein erfahrenes Management. „In der Regel achten wir darauf, dass die Hengste sozialisiert sind und zwischenzeitlich nicht längere Zeit alleine standen. Außerdem ist es wichtig, dass die Pferde in der Männer-Gruppe – vor allem die Wallache – bereit sind, sich den Hengsten unterzuordnen und die Rangordnung akzeptieren“, erläutert Andrea Zeller. Geeignet für die Gruppenhaltung hält sie jedes Pferd: „Ich glaube, der Grundcharakter muss stimmen und nicht die Rasse.“
Fazit:
Diese Projekte beweisen genauso wie andere Beispiele, dass auch Reit- und Deckhengste von einer Haltung mit direktem Sozialkontakt profitieren und diese Haltung für sie durchaus möglich ist. Um die Haltung zu verbessern, braucht es neben dem Fachwissen unbedingt auch Mut, besonders zu Beginn.
Besitzer
Helgstrand Dressage ApS
Andreas Helgstrand
9310 Vodskov
Der Besitzer über seinen Hengst
Ein Dressurspezialist zum Verlieben: blutgeprägt, mit großen Linien und bedeutenden Partien und viel Kadenz. Knock-Out ging bei der KWPN-Körung auf dem Prämienring und wurde 2019 auch bei der Dänischen Körung prämiert. Seine HLP legte er in Dänemark mit einem Gesamtergebnis von 828,50 Punkten im Vorderen Feld eines ausgesprochen stark besetzten Prüfungsdurchgangs ab.
Knock-Out stammt ab vom Vivaldi-Sohn Expression, der unter Diederik van Silfhout/NED Erfolge bis Weltcup-Küren verbucht, nachdem er 2013 vierjährig beim Pavo-Cup die 10,0 für seinen Trab und für alle anderen Merkmale eine 9,0 erhalten hatte und auch in der Hengstencompetitie in ’s-Hertogenbosch/NED nicht zu schlagen war. 2014 und 2015 nahm er an der WM der jungen Dressurpferde teil und belegte im Finale der Sechsjährigen Platz sechs. Expression stellte bereits gekörte Söhne und sporterfolgreiche Nachkommen.
Die Mutter Slunora ist Vollschwester zum Grand Prix-Pferd Thai Bo und zum bis Inter I-erfolgreichen Adventure.
Der Muttervater Ferro sicherte sich dreifaches Championatssilber. Unter Coby van Baalen stand er bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom/ITA, bei der EM 1999 in Arnheim/NED und bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney/AUS jeweils in der zweitplatzierten Mannschaft der Niederlande. Außerdem belegte er Rang zwei im Weltcup-Finale von ‘s-Hertogenbosch/NED. Zu seinen acht gekörten Söhnen gehören Rousseau, Negro, Metall und Rhodium. In den Niederlanden erhielt er die Auszeichnung „keur“.
Der an dritter Stelle folgende HLP-Sieger Goodtimes vereint die Springheroen Nimmerdor und Caletto I und zeugte selbst eine ganze Armada für höchste Abmessungen. Sein Sohn Lucky Times gewann vier- und fünfjährig den Pavo-Cup und platzierte sich anschließend in Großen Preisen, Kennet W und Van Schijndel’s Kris/Jesper Romp/NED holten Gold bzw. Silber bei Jugend-Europameisterschaften, Lorenzo Gold bei den Pan American Games. Ebenfalls in Großen Preisen erfolgreich: VDL Groep Cacharel/Samantha McIntosh/NZL, Kenwood/Karl Brocks und Obekix R.
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie sollten Zuchtstuten während der Trächtigkeit, nach der Fohlengeburt und in der Laktationsphase gefüttert werden? Welche Rationen brauchen Hengste während der Decksaison? Gesundheit und Fruchtbarkeit sind schließlich eng mit der Fütterung verknüpft. Empfehlungen zu Rationen und Nährstoffen gibt der Studiendekan für Pferdewirtschaft Prof. Dr. Dirk Winter (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen) im Webinar „Bedarfsgerecht füttern – erfolgreich züchten“ am 28. April.
Webinar: Ablauf
Im Rahmen des 45-minütigen Webinars beschäftigt sich der Fütterungsexperte und Studiendekan für Pferdewirtschaft, Prof. Dr. Dirk Winter mit relevanten Fragen rund um die Fütterung von Zuchtstuten, Fohlen und Deckhengsten sowie deren Auswirkungen auf Gesundheit und Zuchterfolg.
Das Webinar findet am Dienstag, den 28. April 2020 um 19 Uhr über Zoom statt. Die Anwendung ist kostenlos und funktioniert am PC oder an einem mobilen Endgerät wie Smartphone oder Tablet. Den Link zum Einloggen erhalten alle registrierten Teilnehmer am Tag des Webinars per E-Mail. Wichtige Fragen im Webinar werden unter anderem sein: Wie ist der Nährstoff- und Energiebedarf der Pferde? Wie können die Bedarfsanforderungen von Zuchtstuten und ihren Fohlen während und nach der Trächtigkeit erfüllt werden? Der Fütterungsexperte Prof. Dr. Dirk Winter beschreibt eine zielgerichtete und bedarfsgerechte Fütterung. Anschließend haben die Webinar-Teilnehmer die Möglichkeit, ihm live ihre Fragen zu stellen.
Der Referent
Prof. Dr. Dirk Winter ist Studiendekan für Pferdewirtschaft, Lehrstuhlinhaber der Pferdewirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Leiter des Lehr- und Versuchsbetriebes für Pferde sowie Prodekan der Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management. Er ist ursprünglich gelernter Landwirt und hat seinen Doktortitel in Agrarwissenschaften abgeschlossen. Außerdem befindet er sich als Ausschussvorsitzender des Arbeitskreises Futter und Fütterungstechnik der FN und als Mitglied des Kompetenzzentrums Pferd Baden-Württemberg an der Schnittstelle zwischen Organisationen, Institutionen sowie der Praxis der bundesweiten Pferdewirtschaft.
Das Webinar in Kürze:
Online-Webinar: Bedarfsgerecht füttern – erfolgreich züchten Datum: 28.4.2020 Uhrzeit: 19:00 bis 19:45 Uhr Zugang: PC/Mobilgerät Referent: Studiendekan für Pferdewirtschaft Prof. Dr. Dirk Winter, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Bitte beachten: Anmeldeschluss ist der 27.04.2020 um 21:00 Uhr Zugangsdaten: Den Login erhalten die Teilnehmer am 28.04.2020 bis spätestens 14:00 Uhr per E-Mail
Die Teilnehmerzahl ist auf 80 begrenzt. Bezahlen kannst du per Rechnung oder Paypal.
Do it online – die neue Devise in Coronazeiten für die Vermarktung von Fohlen. Im Vorfeld der ursprünglichen Auktionen bietet die Süddeutsche Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH drei Online-Auktionen an: Los geht es bereits mit der ersten Online-Auktion mit Auktionsende 18. Mai 2020. Meldeschluss für diese Auktion ist der 19. April 2020.
Unter dem Motto 4×4 DSP-Online-Auktionen, findet am 9., 10., 11. und 12. Juni täglich eine Online-Auktion mit vier Fohlen statt. Den Online-Reigen beschließt die 3. DSP-Online-Fohlenauktion mit Auktionsende am 6. Juli 2020. Die Auswahltermine für die Online-Auktionen im Juni und Juli finden am 21. Mai in Ansbach und am 22. Mai in Gerbstedt statt. Meldeschluss für diese Auswahltermine ist der 14. Mai.
Für alle Auswahltermine sind die Fohlen direkt bei der Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH anzumelden. Das Formular steht auf www.deutsches-sportpferd.de sowie auf allen Verbandsseiten online. Bei Fragen steht Vermarktungsleiter Fritz Fleischmann unter Telefon 0151/53115783 gerne hilfreich zur Seite: „Wir hoffen, dass wir bis zur Elite-Fohlenauktion in Nördlingen die Corona Pandemie soweit überwunden haben, dass wir Auktionen, in einem annähernd klassischen Rahmen veranstalten können. Behalten die Online-Alternative aber natürlich weiter im Auge!“
Des Weiteren bietet sich die Möglichkeit Fohlen über den DSP-Fohlenpoint (www.deutsches-sportpgferd.de) zu vermarkten. Hierfür können Videos zum Preis von 70 Euro (inkl. Schnitt) an den Auswahlterminen produziert werden.
Weltmeyer ist bis heute einer der erfolgreichsten Vererber in der hannoverschen Reitpferdezucht mit unzähligen Töchtern und Söhnen, die in Zucht und Sport große Erfolge feiern. Die Geschichte eines Zuchtheros, der schon bei seiner Geburt ein Star war. Ein echtes (Pferde-)Weltwunder eben.
Gleich nach der Geburt dieses Fohlens 1984 hätte er es gewusst, erinnert sich Hermann Meyer, der Züchter des Phänomens Weltmeyer: „Ich habe ihn gesehen und sofort gespürt, dass dieses Fohlen einmal ein ganz Besonderer wird.“ Nicht nur besonders, sondern sogar noch mehr: „Mir war klar, dass dies ein Pferd ist, wie man es nur einmal im Leben bekommt. Und ich hatte Recht. Einen derartigen Erfolg erleben wohl nur die wenigsten Züchter mehr als einmal. Unserem Zuchtstall ist es nicht mehr gelungen, obwohl sowohl ich als auch mein Sohn Jochen immer wieder tolle Pferde gezogen haben. Aber ein Weltmeyer war nicht mehr dabei.“ Auch wenn Hermann Meyer als hocherfolgreicher Züchter von Hannoveraner Pferden wahrlich nicht nur für einen Weltmeyer verantwortlich zeichnet, war dieses Pferd doch jenes, das man für immer mit seinem Namen in Verbindung bringen wird. Auch heute wird im Stall Meyer-Allwörden erfolgreich gezüchtet. 2007 übernahm Sohn Jochen den Betrieb vom Vater. Für die ganze Familie ist Weltmeyer, der bereits 2011 verstarb und zuvor lange Jahre im Landgestüt Celle stationiert war, nach wie vor präsent. „Wir sprechen oft von ihm, schon allein, weil wir einige seiner Nachkommen im Stall haben“, erklärt Hermann Meyer. Seinen ersten Namen „Weltwunder“ gab Meyer dem Hengstfohlen nicht von ungefähr, sondern weil er von Anfang an solch große Stücke auf ihn hielt. Es war Liebe auf den ersten Blick, als der Züchter das hübsche Fuchsfohlen mit der Keilblesse erstmals sah. „Er hatte von Anfang an eine großartige Ausstrahlung. Man konnte sich dem nicht entziehen, wie er auftrat“, erinnert sich Meyer. Gezogen hatte er Weltmeyer aus seiner Erfolgsstute Anka, die er dem Celler Spitzenbeschäler World Cup I zugeführt hatte.
Berühmte Ahnen
Weltmeyer entstammt dem hannoverschen Flavius-Zweig und wurde zu dessen bedeutendstem Vertreter. Dieser Zweig geht zurück auf den 1918 geborenen Hengst Flavius, der wiederum der ältesten hannoverschen Linie, der des Flick, angehört. Wöhler, der Ur-Ur-Großvater von Weltmeyer, wurde 1950 geboren und brachte 1971 den Hengst Woermann, welcher dem Flavius-Zweig zur Blüte verhalf. Bereits bei seiner Eigenleistungsprüfung fiel der Hengst aus der Zucht von Werner Thalmann durch seine sehr guten Gangarten sowie das Springvermögen und ein „energisches Temperament sowie seine sehr gute Rittigkeit“ auf, wie der damalige Celler Landstallmeister Dr. Christian Freiherr von Stenglin betonte. In seiner Wirkungszeit brachte Woermann über 1.100 Nachkommen, unter ihnen Weltmeyers Vater World Cup I aus der Zucht von Hans-Eduard Börger. World Cup I hatte noch drei Vollbrüder. Alle vier Pferde wurden von Hans-Eduard Börger in Loxstedt aus einer Sender-Lugano-Mutter namens Sendernixe gezogen. Drei der Hengste blieben in Deutschland und wurden in Celle „verbeamtet“, World Cup IV ging nach Kanada. Woermann in Kombination mit Sender wurde schnell zu einer Passer-Anpaarung. Sender war Vater von 24 gekörten Hengsten, von denen der bekannteste der DLG-Sieger Söldner ist. Außerdem brachte er 27 Staatsprämienstuten hervor. Der 1977 geborene Dunkelfuchs World Cup I war Woermanns bedeutendster Nachkomme. Neben ihm zeugt Wenzel I, ebenfalls aus dem ersten Jahrgang von Woermann, von der beeindruckenden Vererberleistung des Hengstes.
World Cup I – der große Wurf
World Cup I zeigte von Anfang an seine hohe Qualität. Bereits bei seiner Körung wurde er zum Siegerhengst ausgerufen. Er gewann seine Leistungsprüfung mit 137 Punkten und war sowohl 1984 in Frankfurt am Main als auch 1986 in Hannover Reservesieger bei der DLG–Ausstellung. Das Interesse der Züchter für den Hengst war geweckt. Insgesamt war World Cup I Vater von 24 gekörten Söhnen und 27 Staatsprämienstuten. Herausragend waren Warkant, der nur kurz nach Weltmeyer 2011 verstarb, Walt Disney, Wogenspieler und Woodstock. All diese Hengste waren wie ihr Vater für das Celler Landgestüt tätig. Warkant war neben Weltmeyer eine echte Größe der hannoverschen Zucht und kann heute laut FN 19 gekörte Nachkommen sowie 56 Staatsprämienstuten vorweisen. Insgesamt etwa 50 seiner Kinder waren in Dressurprüfungen der schweren Klasse am Start. Herausragend zeigten sich vor allem Wansuela Suerte unter Hubertus Schmidt, Olympiasiegerin 2004 und Weltmeisterin 2006 mit der deutschen Mannschaft, sowie Wahajama UNICEF, die unter Ann-Kathrin Linsenhoff große Erfolge feierte und mittlerweile als Zuchtstute eine zweite Karriere absolviert. Mit Thiago kann sie einen beeindruckenden Prämienhengst von Totilas vorweisen. Auch als Vater von Sportpferden war World Cup I erfolgreich. Das meiste Preisgeld verdiente der 1987 geborene Fuchshengst Welcome, der unter Isabell Werth in den 90er-Jahren große Erfolge feierte, jedoch stets im Schatten der Stars Gigolo und Fabienne stand. Die Gewinnsumme der Nachkommen des World Cup I beläuft sich auf rund 600.000 Euro. 1996 erhielt World Cup I für seine züchterische Leistung den Titel Hannoveraner Hengst des Jahres zuerkannt. Ein Titel, den auch seine zwei berühmtesten Söhne, eben Weltmeyer und Warkant, wenig später tragen sollten.
Anka – ein Hochzeitsgeschenk fürs Leben
Weltmeyers Züchter besaß mit der Staatsprämienstute Anka ein herausragendes Pferd. In den Stall mitgebracht hatte Anka seine Ehefrau Edith. „Sie hatte sie als Hochzeitsgeschenk – oder man könnte auch sagen als eine Art Mitgift – dabei“, schmunzelt Hermann Meyer. „Damals ahnte noch keiner von uns, welche Art von Hochzeitsgeschenk Anka war. Wo bei anderen das Teeservice ein Jahr später schon in der Ecke steht und selbst lieb gewonnene Gegenstände sich irgendwann abnutzen, ist Anka bei uns bis heute präsent. Sie ist das langlebigste Hochzeitsgeschenk, das man sich vorstellen kann. Immer noch haben wir ihre Kinder und Enkel auf unserem Hof.“ Die braune Tochter des Spitzenhengstes Absatz wurde 1976 geboren und zunächst ausnahmslos mit Grande belegt. Bereits in diesen jungen Jahren von 1980 bis 1983 zeigte sich die Qualität der Anka als Zuchtstute. Ihr erstes Fohlen Graziano war bis zur Klasse M erfolgreich. 1981 kam mit Giaccomo ein echter Schleifensammler auf die Welt. Der Wallach wurde von Dr. Andrea Baumgart, der Besitzerin des Pferdes, sowie von Kathrin Stemmler und teilweise auch vom viel zu früh verstorbenen Dressur-Bundestrainer späterer Jahre, Holger Schmezer, im Dressursport vorgestellt. Er war bis Grand-Prix-Niveau erfolgreich. 1983 beschloss Hermann Meyer schließlich, seine Stute mit einem neuen Hengst anzupaaren, „nachdem es in Kombination mit Bolero nicht hatte mit der Qualität klappen wollen.“ Die Wahl fiel auf World Cup I. Die beste Entscheidung seiner züchterischen Karriere, betont Meyer heute. Für den Züchter war World Cup I in Kombination mit Anka nicht nur einmal ein Erfolg: „Am herausragendsten war natürlich Weltmeyer, aber ich habe meine Anka noch mehrfach von diesem Hengst decken lassen. Ausgewählt hatte ich World Cup I, weil ich ihn bei der DLG-Ausstellung gesehen hatte und er mir dort gefiel. Wir haben später noch einen Vollbruder von Weltmeyer gezüchtet. Dieser ging nach Bayern und dort in die Zucht. Er ist jedoch ein ganz anderer Typ. Es ist wie bei menschlichen Geschwistern. Diese ähneln sich ja auch nicht zwangsläufig. Vollschwestern von Weltmeyer hatten wir ebenfalls einige, eine davon ging nach Österreich, eine nach Amerika und zwei behielten wir hier auf dem Hof.“ Weltmeyers Vollschwester Wenezia ist bis heute im Stall der Meyers geblieben und erinnert an ihren berühmten Bruder. Der 1988 geborene Wallach World Play war bis Klasse S im Sport erfolgreich. Auch World-Cup I-Sohn Warkant deckte Hermann Meyers Spitzenstute. Das Resultat war die 1996 geborene und bis Klasse L im Sport gehende Stute Warianka 2. Weltmeyers Muttervater Absatz galt ebenfalls als einer der besten Vererber seiner Zeit. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass Weltmeyers Vorfahren keine Unbekannten waren. Neben mehreren gekörten Söhnen brachte der 1960 bei Willi Brunkhorst geborene Hengst vor allem einige international bekannte Sportpferde, etwa Alwin’s Ass, aktiv unter Franke Sloothaak, sowie Admiral II, der von Fritz Fricke bis Grand Prix geritten wurde. Absatz lieferte demnach sowohl Dressur- als auch Springpferde.
Doch zurück ins Jahr 1984, zurück zu Weltmeyer und seinen ersten Schritten als Weltwunder. Diesen Namen sollte der junge Hengst über seine ersten Jahre hinweg behalten. Für Züchter Hermann Meyer erschien er jeden Tag mehr wie selbiges und er ließ es sich nicht nehmen, das Jungpferd in seinem eigenen Zuchtstall heranwachsen zu sehen. Kaufangebote gab es reichlich schon im Fohlenalter, aber Meyer schlug sie allesamt aus. „Ich dachte mir: Diesen einen will ich mal länger behalten“, erklärt er sein Vorgehen. „Sogar ein guter Kunde aus Kanada, der viele Pferde bei mir gekauft hat, durfte in dieser Zeit einen ganzen Schwung mitnehmen, aber Weltmeyer bekam er nicht. Ich war mir sicher, dass er ein Großer wird, darum habe ich den Verkauf entsprechend hinausgezögert.“ Deshalb konnte der Züchter 1986 selbst auf dem Körplatz in Verden einen herausragenden jungen Hengst vorstellen, der bereits auf den ersten Blick das Publikum mit seiner Athletik und dem stattlichen Aussehen begeistern konnte. Merkmale, die er später fast immer an seine Nachkommen vererben sollte. Man war einhellig der Meinung, dass dieser Junghengst etwas Besonderes sei. Sein Anblick entzückte die fachkundigen Züchter vom ersten Moment an, ebenso wie das reitsportbegeisterte Restpublikum. Die Richter ließen sich ebenfalls anstecken und die Körkommission proklamierte das „Weltwunder“ zum Siegerhengst. Hermann Meyer weiß, dass er „vor allem mit seinem gewaltigen Trab punktete. Er war ein richtiger Beschälertyp vom Gebäude und Bewegungsablauf her. Er faszinierte die Menschen. Es konnte bei ihm eigentlich nichts schiefgehen. Wir hatten nur dafür zu sorgen, dass er gesund blieb, und das ist uns gelungen.“ Nach der Körung ging der Junghengst in den Besitz des Landgestüts Celle über. Dr. Burchard Bade, damals Landstallmeister, war vom ersten Moment an begeistert und ließ ihn in der Heimat der hannoverschen Zucht aufstellen. Von diesem Tag an trug er den Namen Weltmeyer, der ihm von Bade selbst gegeben wurde. Er sollte den Namen des Züchters beinhalten und ebenfalls den „Welt“-Aspekt hervorheben. Denn schließlich sollte der Junghengst ab jetzt nicht nur deutschen Boden, sondern mit seinen Nachkommen die ganze Welt hannoversch erobern. Neben der Körung in Verden wurde Weltmeyer im gleichen Jahr auch für die rheinische Zucht in Wickrath anerkannt. Außer diesen beiden Zuchtverbänden ist er auch in Bayern, Brandenburg-Anhalt sowie Sachsen-Thüringen eingetragen. „Mich hat es schon gefreut, dass Weltmeyer praktisch meinen Namen tragen durfte“, erinnert sich sein Züchter an den Moment, als das Weltwunder verschwand und ein Weltmeyer geboren war.
Dass Weltmeyer eine der besten Investitionen des Landgestüts gewesen sein sollte, erkannte man bereits ein Jahr später. 1987 absolvierte der Hengst seine HLP in Adelheidsdorf und zeigte sich herausragender denn je. Denn er rief nicht nur solide seine Leistung ab, sondern zeigte Außergewöhnliches. Bis heute ist es vergleichsweise wenigen Hengsten gelungen, sowohl im Springen als auch in der Dressur einen Index in den beiden Disziplinen und in der Gesamtnote über 140 Punkten zu erlangen. Weltmeyer ist einer derjenigen, die dieses Kunststück vollbrachten. Dass sich der Junghengst damit die Spitze des 40 Pferde starken Feldes sicherte, muss nur der Form halber erwähnt werden. 143,96 Punkte lautete das Endresultat in der Gesamtwertung. 143,94 in der Dressur, 141,44 im Springen, was ihm in der Disziplin, für die er im Grunde überhaupt nicht gezüchtet worden war, den dritten Rang einbrachte. Weltmeyer begeisterte und zeigte sich als Talent auf allen Hochzeiten. Im gleichen Jahr nahm Weltmeyer unter dem Obersattelmeister des Landgestüts Celle, Hans-Peter Klaus, an den Bundeschampionaten in Vechta teil – wiederum ein durchschlagender Erfolg. Denn als erster Hengst des Landgestüts Celle überhaupt sicherte sich der dreijährige Jungspund dort die Goldmedaille. 1988 wurde er zum besten Hengst des Jahres gekürt, 1989 folgte die Auszeichnung bei der DLG-Ausstellung in Frankfurt am Main, wo er wiederum als Sieger vom Platze ging. Die Serie der Erfolge hatte auch züchterische Folgen. Denn bereits in seinen ersten Jahren war der Junghengst überaus gefragt.
Top-Vererber
Nachdem seine ersten Auftritte auf der großen Bühne und vor allem sämtliche Leistungsabfragen derart sensationell verlaufen waren, ließen es sich die Züchter nicht nehmen, Weltmeyer sofort in ihr Herz zu schließen. Jeder wollte ein Fohlen von ihm. Doch Dr. Burchard Bade schob den Begehrlichkeiten aus allen Ecken des Zuchtgebiets zunächst einen Riegel vor. Für Weltmeyer sollten nur die Besten gut genug sein. So wurden zunächst ausschließlich Staatsprämienstuten für die Bedeckung zugelassen. Später wurde diese Restriktion zurückgenommen. Gespannt wartete man auf den ersten Zuchtjahrgang und wie sich dieser vor der hannoverschen Körkommission wohl präsentieren würde. 1991 war der große Moment gekommen und die ersten Nachkommen stellten sich dem Urteil der Kommission. Das Resultat des Weltmeyer war mehr als überzeugend. Sein Sohn Wittinger wurde zum Sieger ernannt und war der große Star der Körung. Doch damit nicht genug: Der Hengst Wonderful belegte den „Silberrang“ des Reservesiegers. Alles Weltmeyer, möchte man da meinen und das völlig zu Recht! Denn auch drei weitere Hengste von ihm wurden gekört.
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein neues Reiter-Pferd-Team ist geboren. Denn zwei vielversprechende Nachwuchstalente haben zueinander gefunden – Shona Benner reitet in Zukunft die Nachwuchs-Grand Prix-Stute Brisbane.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Neues Nachwuchsteam – Brisbane und Shona Benner
Vielversprechend wirkt die Kombination aus Shona Benner und der elfjährigen Belissimo M-Tochter. Nachdem die Nachwuchsreiterin Benner bereits beste deutsche Reiterin der vergangenen Pony-Europameisterschaften war, soll ihr nun Brisbane die Tore ins Juniorenlager öffnen. Dennoch hat Shona Benner 2020 noch ein Ponyjahr vor sich. Dieses möchte sie noch nutzen, falls sich die Turnierlandschaft wieder einspielt. Mit ihrem Erfolgspony Der kleine Sunnyboy will Shona Benner noch das verbleibende Ponyjahr bestreiten. Unter ihm gewann sie im Jahr 2019 Doppelbronze bei der Europameisterschaft Pony Dressur.
Daneben kann auch die Nachwuchsstute Brisbane beachtliche Erfolge in ihrer jungen Sportkarriere vorweisen. Bereits 2017 ertanzte die Hannoveranerin mit Helen Langehanenberg den fünften Rang im Finale des Nürnberger Burg-Pokal. Inzwischen geht die Fuchsstute erfolgreich bis Kurz-Grand Prix, unter anderem auch mit Nico Kapche, einem Bereiter bei Langehanenberg. Auch die weitere Dressurkarriere von Brisbane ist erfolgsversprechend, laut Langehanenberg ist der Start in einer Inter II absehbar.
Shona Benner steht neben der Belissimo M-Tochter noch die achtjährige KWPN-Stute Dancing Florencia zur Verfügung.
Mehr über den Dressur-Vererber Belissimo M im Portrait unter:
Aus Weltmeyers erstem Jahrgang stammt Wittinger. Der Hengst hatte nicht nur die markante Fuchsfarbe vom Vater geerbt, sondern auch seine Ausstrahlung. Er war selbst in Dressurprüfungen bis St. Georg unter der bekannten Ausbilderin Susanne Lebek unterwegs. Doch zunächst beeindruckte er das Publikum bei seiner Hengstleistungsprüfung, die er mit dem sensationellen Dressurergebnis von 152,73 Punkten abschloss und mit 149,46 sogar eine höhere Gesamtpunktzahl als sein Vater erhielt. Wittinger sollte etliche gekörte Söhne sowie im Sport erfolgreiche Nachkommen haben. Die Stute What’s up ebnete dem jungen Stephan Köberle den Weg in den internationalen Dressursport. Aufgrund einer zu niedrigen Befruchtungsrate ging die züchterische Karriere von Wittinger jedoch schneller als vermutet zu Ende. Andere Nachkommen traten auf den Plan.
Ein wenig über den Wolken schwebten Wolkenstein II und Wolkentanz wohl von Anfang an. Die Meriten ihres Vaters machten es möglich. Wolkenstein II war 1992 Reservesieger seiner Körung und gewann 1993 das Bundeschampionat des Deutschen Reitpferdes in Mannheim. Auch bei seiner Hengstleistungsprüfung siegte er im gleichen Jahr. Der 1990 geborene Hengst war bis zum Schluss wie sein Vater in Celle stationiert. Er schien mit ihm noch weiter verbunden zu sein, denn nur drei Tage nach Weltmeyers Tod starb der Fuchs an einem Aortenabriss. Der von Dr. Max Schulz-Stellenfleth gezogene Spitzenvererber Wolkenstein II lieferte 47 gekörte Nachkommen und 156 Staatsprämienstuten. Seine Nachkommen im Sport gewannen etwa 800.000 Euro an Preisgeld. Am berühmtesten dürfte die Stute Wolke Sieben sein, die mit Sanneke Rothenberger erfolgreich aus dem Junge-Reiter-Lager in die U25-Dressur hineinwuchs. Wolkentanz I war ebenfalls Siegerhengst seiner Körung und holte 1994 den Titel des Bundeschampions. Der 1991 geborene Hengst weist 26 gekörte Söhne und 100 Töchter mit Staatsprämie auf. Seine Nachkommen gewannen um die 550.000 Euro. Herausragend ist der 1999 geborene Wito Corleone 2, der zunächst unter Alexandra Bimschas und später unter dem Luxemburger Sascha Schulz große Erfolge bis zum Grand Prix feiern konnte. [ihc-hide-content ihc_mb_type=“show“ ihc_mb_who=“4,3″ ihc_mb_template=“3″ ]
Auf dem Höhepunkt
Weltmeyer selbst wurde bis S-Niveau in der Dressur ausgebildet. Bedeutende Prüfungen ging er jedoch nicht mehr. Der Fokus lag bei ihm auf der Zucht. Während seiner gesamten züchterischen Karriere, die von 1988 bis 2011 dauern sollte, wurde Weltmeyer niemals im Natursprung eingesetzt. Nachdem er seine ersten beiden Jahre in Celle verbracht hatte, ging er in die Besamungsstation Ankum. Zeitweise deckte er pro Jahr mehr als 600 Stuten. Weltmeyer war in den 90er-Jahren längst zur Marke geworden, die ihren Kindern zuverlässig herausragende Bewegungen und eine großartige aktive Hinterhand mitgab. Außerdem ist die Charakterstärke und Intelligenz der meisten Nachkommen deutlich erkennbar. Kein Wunder also, dass Weltmeyer 1998 vom Zuchtausschuss des Verbandes zum Hannoveraner Hengst des Jahres ernannt wurde. Nur zwei Jahre nach seinem Vater wurde damit auch ihm diese höchste Ehre zuteil. Hermann Meyer erinnert sich an den Auftritt von Weltmeyer 2006 in Aachen im Rahmen der Weltreiterspiele, wo er an der Hand vorgeführt wurde. „Dieser Auftritt vor dem gigantischen Publikum in der Soers wird mir in Erinnerung bleiben. Er war bereits 22 Jahre alt und trabte dort wie ein Junger. Weltmeyer war einfach ein gewaltiger Hengst.“ 2011 verstarb Weltmeyer, für viele unerwartet, da er sich kurz zuvor noch bester Gesundheit erfreut und vor Kraft nur so gestrotzt hatte. Doch eine Kolik setzte seinem Leben ein plötzliches Ende. Was bleibt, ist eine züchterische Legende, ein Linienbegründer, ein Pferd, dessen Charakter und Bewegungsvermögen man nicht vergisst. Bis zum Jahr 2011 wurden über 4.000 Nachkommen in Hannover registriert. Auch nach seinem Tod folgten noch etliche nach. 470 Töchter von Weltmeyer wurden zu Staatsprämienstuten ernannt. Insgesamt wurden 111 seiner Söhne laut FN gekört. Die Liste der herausragenden Nachkommen, die ab 1989 das Licht der Welt erblickten, ist lang und kann nur auszugsweise wiedergegeben werden, anhand einiger leuchtender Beispiele, deren Leistung man bis heute nicht vergessen hat.
Große Karriere im Dressurviereck machte der Weltmeyer-Sohn Warum Nicht FRH. Der Wallach beeindruckte von Beginn seiner Karriere an durch seine Größe, war aber keine explizite Schönheit und wirkte stets etwas schlaksig. Es war die geniale Reitkunst der Isabell Werth, die diesen Fuchs derart zur Geltung brachte. Die deutsche Dressurkönigin hatte es mit dem 1996 geborenen, 1,83 Meter großen Pferd nicht immer leicht, glaubte jedoch fest an sein Talent. „Er war ein Pferd mit großen Partien und verfügte über super Grundgangarten. Dazu kam, dass er bei keinerlei Lektionen irgendeine Schwäche zeigte. Er war sehr selbstbewusst, aber auch ziemlich bodenscheu. Das machte es nicht immer einfach mit ihm. Dennoch gehörte Hannes zu meinen besten Pferden.“ Den Spitznamen „Hannes“ hatte Warum Nicht FRH zu Ehren seines ehemaligen Reiters Hannes Baumgart bekommen. Bereits mit neun Jahren war Warum Nicht FRH in Aachen beim CHIO am Start und weit vorne platziert. Ein Jahr später war der Wallach Werths erste Wahl für die Weltreiterspiele in Aachen 2006. Doch eine Verletzung machte die Pläne zunichte und rief Satchmo auf den Plan, der durch eine hochklassige Leistungssteigerung zwei Gold- sowie eine Bronzemedaille sichern konnte und seinen Stallkollegen vorerst in den Schatten stellte. 2010 kam jedoch noch einmal ein großes Jahr für Hannes mit der Teilnahme an den Weltreiterspielen in Kentucky und der dort gewonnenen Mannschafts-Bronzemedaille. Außerdem war der Fuchswallach im Weltcup-Geschehen stets aktiv und gewann 2007 das Finale. 2008 reichte es zum zweiten Platz. Die Lebensgewinnsumme von Warum Nicht FRH belief sich auf circa 700.000 Euro, als Werth ihn 2012 nach einem Hüftbruch auf die Weide verabschiedete. Mit dieser Summe steht Warum nicht FRH bis heute an der Spitze der Nachkommen des Weltmeyer als absoluter Top-Verdiener. 19-jährig verstarb „Hannes“ während einer Kolikoperation. Er zeigte in seinem Sport, was für ein Pferd mit nicht optimalem Aussehen, aber viel Athletik möglich ist.
Auf dem Weg zu den Sternen
Der anhand seiner Erfolge wohl bedeutendste Nachkomme des Weltmeyer im Sport hatte einen Namen, der ihn sogleich der Erde entschweben ließ: Weltall. Der braune, 1994 geborene Wallach, geritten von Martin Schaudt, war kein einfaches Pferd, jedoch eines mit einem herausragenden Talent für Piaffe und Passage sowie die Verstärkungen. Im Bewegungsablauf und der Durchlässigkeit zeigte der stets recht heiße Wallach Schwächen. Jedoch war es ein Autounfall 2004, der Weltalls gerade im Aufstieg befindlichen Stern empfindlich abzubremsen schien. Durch den Crash mit einem Lkw wurde der Wallach aus dem Transporter geschleudert. Dabei erlitt er Verbrennungen und Abschürfungen, vor allem jedoch eine Nervenquetschung, aufgrund derer er seinen Schweif nicht mehr vollständig heben konnte. In der Folgezeit gab es Diskussionen im Dressurlager, ob man ein derartig gehandicaptes Pferd denn zu den Olympischen Spielen schicken könne. Man konnte und entschied sich richtig, denn das Paar trug zur Goldmedaille bei den Spielen 2004 in Athen bei. Im Herbst 2004 holte Weltall den Sieg beim German Masters in Stuttgart sogar mit einer Weltrekord-Leistung. Damals zeigte sich sein Reiter Martin Schaudt schwer beeindruckt: „Wir waren ja zu Beginn des Jahres nach dem Unfall ganz unten. Es ist unglaublich, mit welcher Kämpfernatur er es geschafft hat, zurückzukommen.“ 2007 wurde Weltall an die Familie Meggle verkauft. Unter deren Reiter Dieter Laugks war der Wallach noch bis 2012 im Grand-Prix-Sport hocherfolgreich. Neben Warum nicht FRH ist Weltall ein weiterer Nachkomme des Weltmeyer, der auf eine Gewinnsumme von über 100.000 Euro blicken kann. Genauer gesagt, waren es rund 213.000 Euro, die der Wallach für sich verbuchte. 2004 ging Weltall übrigens bei den Olympischen Spielen im selben Team wie Wansuela Suerte (Reiter: Hubertus Schmidt), der wohl berühmtesten Tochter von Warkant, einem Sohn des World Cup I – Verwandte unter sich.
Top-Athleten überall
Bei weitem nicht nur in Deutschland, sondern rund um den Globus verteilt, trafen sich die Nachkommen des Weltmeyer schon bald in den Dressurvierecken der Welt. Bekannt wurde unter anderem Emma Hindles Wie Weltmeyer. 1990 geboren war er einer der ersten Nachkommen von Weltmeyer, die im Sport groß auftrumpften. Der Hengst wurde nach Großbritannien verkauft und nahm unter deren Flagge an den Olympischen Spielen in Sydney 2000 und Athen 2004 teil. Der zunächst von Holga Finken ausgebildete Wie Weltmeyer gewann mit seiner Reiterin 2003 sogar die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften mit dem Team des Union Jack. Wie Weltmeyer brachte selbst erfolgreiche Nachkommen hervor. Herausragend war der von Fiona Bigwood, einer weiteren Britin, gerittene Wie Atlantico de Ymas, der zur Silbermannschaft der Weltreiterspiele in Kentucky gehörte. Außerdem ist Wie Weltmeyer Vater des 1996 geborenen, gekörten Hengstes Weltdieb. Die 1989 geborene Stute Weserperle ist die herausragende Tochter des Weltmeyer auf dem großen Viereck. Sie war Ellen Schulten-Baumers erstes Erfolgspferd und arbeitete sich mit ihrer jungen Reiterin bis zu Starts beim CHIO in Aachen hoch. 1996 und 1997 wurden sie zunächst Mannschafts- und Einzel-Vizeeuropameister bei den Junioren, 1998 Mannschafts- und Einzel-Europameister bei den Jungen Reitern. Bis in den B-Kader schaffte es das Paar auf dem Höhepunkt der Karriere. Weserperle verstarb jedoch sehr jung mit nur 14 Jahren, was leider ihrer Geschichte ein trauriges Ende setzte. „Bis heute ist mir Weserperle unvergessen“, erinnert sich Ellen Schulten-Baumer. „Wir sind damals zu einem Dreamteam zusammengewachsen, auch wenn das am Anfang für mich gar nicht so aussah. Wir gingen durch dick und dünn zusammen. Woran ich mich bis heute erinnere, ist ihre unglaubliche Charakterstärke.“ Weltrang war unter Christine Eglinski und HansJörg Kaltenböck bis zum Grand Prix Special erfolgreich. Er ist der erfolgreichste „nicht-hannoversche“ Nachkomme des Weltmeyer im Sportgeschehen und stammte aus der bayerischen Zucht. Der 1990 geborene Hengst brachte sowohl sportlich erfolgreiche wie auch gekörte Nachkommen hervor. Ebenfalls aus der bayerischen Zucht stammte Wanesco, der unter Holga Finken, Frank Freund und Ute Belitz bis zur Klasse S im Viereck brillierte. Der 1994 geborene Wallach Welttender nahm unter Andrea Timpe erfolgreich bis Intermediaire I an Dressurprüfungen teil und ebnete der damals noch blutjungen Reiterin den Weg vom Junge-Reiter-Lager in den Seniorensport.
Springen können sie auch
Auch wenn es eine Tatsache ist, dass die meisten Nachkommen des Weltmeyer auf den Dressurvierecken dieser Welt zu Hause sind, entdeckt man auch im Springparcours immer wieder Nachkommen des Spitzenvererbers. Nach Gewinnsumme ganz vorne steht Win Again 6, der im Parcours bis Klasse S unter Philipp Schober unterwegs war. Der 1996 geborene Hengst wurde selbst Vater einiger eingetragener Zuchtstuten und Sportpferde. Zugegebenermaßen sind es wenige Springpferde, die den Namen Weltmeyer als Vater in ihrem Pedigree aufweisen können. Doch diese wenigen zeugen davon, dass der Hengst auch hier über Vererbertalent verfügte, wie er es einst bei seiner Hengstleistungsprüfung selbst gezeigt hat. Insgesamt elf Bundeschampions unterschiedlicher Disziplinen gehen auf Weltmeyers Konto. Zu ihnen gehören Wolkenstein II, Wolkentanz, White Star oder Welt Hit I, aber auch das Fahrpferd Westminster. Wanecso gelang das Kunststück, seinen Titel des Bundeschampions gleich zwei Mal zu holen.
Karriere auch als Muttervater
Nicht nur seine direkten Nachkommen leisteten Herausragendes. Weltmeyer war zudem ein überragender Muttervater. Besondere Beachtung verdient Florencio, der 1999 geboren wurde. Er trumpfte unter Hans-Peter Minderhoud bei den Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde in Verden 2004 auf und holte den Sieg in die Niederlande. Dabei erhielt er die höchste Wertnote, die jemals bei diesem Wettkampf vergeben worden war. Ein Jahr später wiederholte der Hengst den Triumph, bevor er sich hauptsächlich der Zucht widmen sollte. Auch der Bundeschampion FS Lord Loxley sowie die Bundeschampioness La Perla tragen Weltmeyer-Blut in sich. Bis heute sind Nachkommen des Hengstes im Sport unterwegs. Insgesamt gewannen die Söhne und Töchter des Weltmeyer bislang laut FN über 2,7 Millionen Euro.
Hermann Meyer ließ es sich übrigens ebenfalls nicht nehmen, Weltmeyer als Zuchthengst einzusetzen. „Er ist nach wie vor bei uns“, verrät der Züchter. „Auch in diesem Jahr hatten wir ein Weltmeyer-Fohlen aus TG-Sperma. Einige junge Weltmeyer sind zudem bei uns auf dem Hof geblieben. Er vererbt sich wirklich gut und irgendwie haben die Pferde alle etwas von ihm, wenn sie auch ganz eigene Persönlichkeiten zeigen. Doch seine besonders aktive Hinterhand vererbt Weltmeyer wirklich bestens. Wir nutzen ihn gerne in Kombination mit Stuten, die ihren Fohlen wohl eine wenig aktive Hinterhand mitgeben würden.“ So blieb Weltmeyer für seinen Züchter eine Familienangelegenheit. „Wir sprechen oft über ihn, weil er eben so etwas Besonderes war. Oft erinnere ich mich wie gestern daran, dass das Fohlen vor mir stand, und denke mir, so etwas erlebt man nur einmal.“ Aus einem Stall in Freiburg, am höchsten Punkt Niedersachsens an der Mündung der Elbe gelegen, machte sich ein Fuchshengst daran, die Welt zu erobern. Und diese vereint er in seinem Namen mit seinem Züchter: Hermann Meyer, dem mit diesem Pferd der eine große Wurf gelang, von dem jeder träumt.
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein Osterfohlen in Dorothee Schneiders Stall in Framersheim. Forward Looking, die langjährige Erfolgspartnerin von Schneider, brachte pünktlich zu Ostern ein Fohlen zur Welt. Bereits kurz nach der Geburt teilte Dorothee Schneider ihr Fohlenglück via Instagram mit der ganzen Welt. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Fohlenglück im Stall Schneider
Es gibt wohl kaum ein schöneres Geschenk zum Osterfest als ein frisch geborenes Hengstfohlen aus der ehemaligen Erfolgspartnerin. Denn die Stute Forward Looking war über Jahre hinweg das Kaderpferd der Olympiasiegerin und Reitmeisterin Dorothee Schneider. Bereits 4-jährig kam die Westfalen-Stute, eine Tochter von Fidermark aus der Deesy, in den Besitz von Schneider. Drei Jahre bildete die Olympiasiegerin Forward Looking bis zur Grand Prix-Reife aus. Daraufhin ging die Stute 7-jährig in den Besitz von Gabriele Kippert und lief acht Jahre lang sehr erfolgreich im internationalen Grand Prix-Sport.
Nun wurde die Westfälin mit einer neuen Aufgabe betraut – Mama sein. Das neu geborene Hengstfohlen stammt vom Rheinländer Escamillo (v. Escolar-Rohdiamant-De Niro-Landadel) ab.
Mehr Informationen über den Vererber Escamillo findet ihr im Hengstverzeichnis unter: www.horse-gate.com
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Strahlender Siegerhengst und Rittigkeits-Phänomen. Mit dieser Beschreibung lässt Morricone, unser Hengst des Monats April, keine Wünsche offen. Mit der Schärpe geadelt und als mehrfacher Sieger auserkoren, avancierte der Millennium-Sohn bereits mehrfach zum Publikums-Liebling. Auch seine Ahnenreihe deckt alle großen Stempelhengste ab: Millennium-Rubin Royal-De Niro.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“205865″ img_size=“medium“ add_caption=“yes“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
Morricone übertrifft alle Erwartungen
Der 2012 geborene Rappe begeistert die Züchterwelt als Multi-Champion. Oldenburger Siegerhengst 2014, HLP-Dressursieger und Hauptprämiensieger 2016, so lauten Morricone’s züchterische Ehrentitel. Auch mit seinem sportlichen Debüt im Jahr 2019 überzeugte der Millennium-Sohn. Denn erst siebenjährig startete er seine Dressur-Karriere und glänzte auf Anhieb mit Siegen bis zur Klasse S*. Daneben sorgte Morricone für vielerlei Aufsehen mit seinem herausragenden Auftritt in der Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal in Verden. Über 75 Prozent war den Richtern dieser Ritt wert. Somit avanciert der lackschwarze Hengst zu einem hoch aktuellen Top-Favorit in Zucht und Sport.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
Ein Hengst mit Vererberqualität
Gleich einem König präsentiert sich der Millennium-Sohn, wo man auch hinsieht. Eleganz, Typ und Manier verschmelzen in diesem Hengst zu einem aufstrebenden Zuchtjuwel. Daneben vereint er überzeugende Bewegungsqualität und Rittigkeit mit Charakterstärke. In seiner Hengstleistungsprüfung erhielt der Rappe die Maximalnote 10,0 für Rittigkeit und Schritt. Auch sonst wurde der dressurbetonte Hengst in den restlichen Sparten mit den Einzelnoten 9,00 und 9,50 gelobt. Demnach ist es nicht weiter verwunderlich, dass er die 30-tägige Veranlagungsprüfung in Adelheidsdorf mit einer dressurbetonten Endnote von 9,33 als strahlender Sieger verließ. Daneben ist sein VA-Zuchtwert Dressur von 158 zu betonen.
Damit scheint ihm Vererberqualität von seinen Ahnen in die Wiege gelegt zu sein. Aufgrund seiner überragenden Vererbungskraft gepaart mit hervorragender Eigenleistung wurde Morricone zum gefeierten Hauptprämiensieger 2016 auserkoren.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_video link=“https://youtu.be/CB-YQDCsEPQ“ align=“right“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Morricone’s Ahnenreihe
Große Stempelhengste zieren das Pedigree von Morricone. Vater Millennium glänzt als einer der erfolgreichsten Hengste des aktuellen Zuchtgeschehens. Millennium selbst war zweiter Reservesieger der Trakehner Körung und führt über seinen Vater Easy Game den direkten Anschluss zum Trakehner Edelblut des Gribaldi.
Weiter geht es mit dem Muttervater Rubin Royal OLD. Dieser war Hauptprämiensieger zu Oldenburg und internationaler Grand Prix-Seriensieger unter Hendrik Lochthowe.
Morricone’s Großvater ist kein Geringerer als De Niro. Dieser Ausnahmehengst ist auch heute noch der Inbegriff für Dressur-Leistungszucht, eine Legende zu Lebzeiten. Der unvergessene Stempelhengst führte über Jahre hinweg die Weltrangliste der Dressurhengste an. Daneben verließ er ein Drittel aller Grand Prix-Prüfungen als Sieger. Auch seine Nachkommen überzeugen auf ganzer Länge und gewannen international über drei Millionen Euro.
In vierter Generation manifestiert der Grand Prix-Sieger Rubinstein das Pedigree von Morricone. Im weiteren Stamm finden sich der Leistungsvererber Admiral I sowie der Vollblüter Guter Gast xx.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Typausprägung und Charakterstärke der Morricone Nachkommen
Jahr für Jahr übertreffen Morricones Nachkommen alle Erwartungen: Durchschlagend in der wunderschönen, edlen Typausprägung präsentieren sie sich in Reih und Glied. Morricones Nachkommenschaft wird durch zahlreiche Siegerfohlen auf bedeutenden Fohlenchampionaten sowie durch hochpreisige Elite-Auktionspferde weltweit geprägt. Bereits in seinen ersten beiden Körjahrgängen brillierte Morricone mit insgesamt zehn gekörten Söhnen. Darunter befinden sich vier Prämienhengste in Oldenburg, Hannover und Westfalen. Vor allem durch ihren hervorragenden Charakter bestechen die Morricone Nachkommen. Sie äußern sich sehr menschenbezogen, nervenstark und einfach im Umgang. Auch die ersten Nachkommen unter dem Reitersattel überzeugten mit Rittigkeit und Bewegungsstärke. Ebenfalls ein Rittigkeitsphänomen ist der 2016 geborene Sohn Monterey. Mit edler Silhouette, makellosem Fundament und überzeugendem Auftreten avancierte der Morricone-Sohn bei seiner Körung 2018 in Vechta zum Prämienhengst. Im Jahr darauf schloss er seine Hengstleistungsprüfung in Dänemark ab und brillierte im Zentrum des züchterischen Interesse.
Ein umfassendes Portrait von Morricone findet ihr im Hengstverzeichnis unter: