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Versicherungen für Zuchtpferde

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© girodjl / Fotolia Stute mit Fohlen

Genau wie jedes andere Pferd auch können Zuchtpferde das Eigentum anderer beschädigen, krank werden und sterben. Darüber hinaus bringen sie aber noch weitere Risiken mit sich, gegen die Sie sich als Züchter absichern können.

Ein Fohlen aus der eigenen Stute oder mit dem eigenen Hengst – das ist der Traum vieler Hobbyzüchter. Für professionelle Zuchtbetriebe ist es sogar die Existenzgrundlage. Je nachdem, ob Sie von Ihren Zuchtpferden leben müssen oder nicht, und wie wertvoll diese sind, brauchen Sie unterschiedliche Versicherungen.

Die meisten Hobbyzüchter sind nicht finanziell abhängig von ihrer Stute oder ihrem Hengst. Im Normalfall wird die Stute nur einmal alle paar Jahre gedeckt, bzw. der Hengst hat nur wenige Decksprünge im Jahr. In diesem Fall benötigen Sie in erster Linie, genau wie alle anderen Pferdehalter auch, eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung. Darin enthalten ist im besten Fall auch die sagenumwobene Deckschaden-Versicherung. Sie tritt für den Hengsthalter ein, falls der hormongesteuerte Pferdemann ausbüxt und ein paar Koppeln weiter eine rossige Stute deckt. Die so entstandene ungewollte Trächtigkeit verursacht Kosten, für die der Hengsthalter – bzw. in diesem Fall seine Haftpflichtversicherung – aufkommen muss. Besonders ärgerlich sind solche Fälle, wenn es sich um eine wertvolle Stute handelt, die eigentlich von einem ebenso wertvollen Hengst hätte gedeckt werden sollen. Dann nämlich kann der Halter Sie sogar für den Gewinn-Ausfall haftbar machen, der ihm durch das nicht entstandene Rasse-Fohlen entsteht. Ähnlich verhält es sich bei Sportstuten, deren Trächtigkeit zu Verdienstausfällen des Halters führt. Stellen Sie als Hengsthalter also unbedingt sicher, dass Ihre Pferdehalter-Haftpflichtversicherung Deckschäden mit einschließt. In diese Versicherung sollte übrigens auch Ihr geplantes Fohlen integriert sein. Denn sobald das Pferdekind auf der Welt ist, kann es theoretisch Schäden verursachen – und sei es nur in der Box des Einstellerbetriebs. Die meisten Haftpflichtversicherungen versichern das Fohlen bis zu 12 Monate lang bei der Mutterstute mit.

 

Bei wertvollen Stuten: Trächtigkeit versichern!

Ob Hobbyzüchter oder Betrieb – je wertvoller die Stute, desto mehr Sinn macht es, die Trächtigkeit selbst zu versichern. Eine Trächtigkeits-Versicherung ist an eine bestimmte Versicherungssumme (Wert der Stute) gebunden und tritt dann ein, wenn das Tier infolge der Trächtigkeit oder beim Abfohlen stirbt oder eingeschläfert werden muss. Zusätzlich oder stattdessen können Sie auch das Leben des Fohlens durch eine Pferde-Leibesfrucht-Versicherung absichern, die für den Verlust des Fohlens durch Tod, Euthanasie und Diebstahl aufkommt.

Je wertvoller das Zuchtpferd, desto sinnvoller ist der Abschluss einer Pferde-Lebensversicherung. Diese haftet beim Tod des Pferdes durch Krankheit, Euthanasie oder Unfall in der Höhe des Kaufpreises bzw. des aktuellen Wertes des Tiers. Je nach Anbieter ist auch die dauerhafte Unbrauchbarkeit des Pferdes, zum Beispiel durch Sterilität, mitversichert. Angenommen werden meist nur Tiere, die zum Abschluss der Versicherung zehn Jahre oder jünger sind.

Sinnvoll ist hier die Kombination mit einer OP-Versicherung. Sie trägt die Kosten einer etwaigen Operation, und ist nach der Haftpflichtversicherung die am meisten abgeschlossene Versicherung rund ums Pferd. Zumeist werden verschiedene Varianten angeboten, die entweder nur Grundschutz für die häufigsten Krankheiten (z.B. Kolik) und Unfälle gewährt oder – als erweitertes Paket – zahlreiche weitere Operationsgründe gelten lässt. Wichtig: die OP-Versicherung ersetzt nur die Kosten der Operation, nicht den Wert des Pferdes, falls dieses dabei oder infolgedessen stirbt.

Anders herum verhält es sich bei einer Kastrationsversicherung für Hengste. Diese kommt zwar nicht für die Operationskosten auf, erstattet aber den Wert des Hengstes im Falle seines Todes. Voraussetzung ist natürlich, dass die Kastration durch einen Tierarzt vorgenommen wird. Der versicherte Wert sollte dem Kaufpreis des Pferdes entsprechen. Je älter der Hengst, desto höher wird der Beitrag, der natürlich nur einmalig und nur für diese Operation entrichtet werden muss.

Wer in seinem eigenen Stall züchtet – und sei er noch so klein – sollte überdies eine Betriebshaftpflichtversicherung haben. Überall, wo mehrere Pferde und Menschen zusammentreffen, können Unfälle und Schäden entstehen. Besonders dann, wenn Dritte Ihre Zuchtpferde gegen Entgelt bei Ihnen einstellen, benötigen Sie dringend eine Betriebshaftpflicht, denn in diesem Fall haben Sie ein gewerbliches Tierhüterrisiko. Dieses muss in die Versicherung mit eingeschlossen werden. Die Betriebshaftpflichtversicherung greift zum Beispiel dann, wenn ein Zuchtpferd Ihnen während der Fütterung davonrennt und bei seiner Flucht Personen- oder Sachschäden verursacht. Zusätzlich macht eine Obhutversicherung Sinn. Diese haftet für Schäden am eingestellten Tier selbst. Beispiel: Eine Zuchtstute tritt ihrer Weidekollegin in den Bauch und diese verliert daraufhin ihr Fohlen.

 

TEXT: REGINA KÄSMAYR

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