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Grande Finale bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Magna Racino

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Ein Traum wird wahr: Phantastisches Finish brachte den Staatsmeistertitel für Catrin Glötzer-Thaler

Herzschlagfinale bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Magna Racino! Als Führende nach den ersten beiden Runden – sie konnte als einzige mit einer komplett weißen Weste in die entscheidenden Umläufe einziehen – bestach die Tirolerin Catrin Glötzer-Thaler mit zwei souveränen Vorstellungen und beendete gemeinsam mit „Hocus Pocus 6“ die Meisterschaft mit einem Endergebnis von acht Strafpunkten. Eine tolle Leistung, konnten sie am Freitag schon den Mannschaftsmeistertitel mit dem Team Tirol holen und heute ihre ersten Parcours über mächtige 1,60 Meter bestreiten. Ihr folgte mit knappem Rückstand Christoph Obernauer: Der Kitzbühler sammelte mit „Kleon´s Absinth 2“ über die vier geforderten Umläufe 8,25 Punkte und wurde Vize-Staatsmeister. Auch er zählte gemeinsam mit der frischgebackenen Titelträgerin, Christoph Nothegger und Fritz Kogelnig zur Goldmannschaft. Nur einen halben Strafpunkt dahinter klassierte sich der Kärntner Dieter Köfler, der mit „Askaban 15“ insgesamt auf 8,75 Punkte kam, am dritten Endrang der Meisterschaft.

 

Zu den diesjährigen Österreichischen Staatsmeisterschaften hatte das Magna Racino von 20.-23. Juli nach Ebreichsdorf geladen. Es gab spannende Titelkämpfe in allen Klassen und nachdem sämtliche Meisterschaftsentscheidungen gefallen waren, stand zum finalen Showdown der zweite und entscheidende Teilbewerb der Königsklasse an: die Titelvergabe im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaft der Allgemeinen Klasse. Dieser führte über zwei Umläufe, die auf imposante 1,60 Meter aufgebaut waren und den Teilnehmerpaaren nochmals einiges abverlangten. Favoriten gab es jede Menge – klingende Namen wie Christian Rhomberg, Christian Schranz, Dieter Köfler, Roland Englbrecht, Christoph Obernauer, Alice Janout oder Titelverteidigerin Roman-Karajan haben ihre Nennung abgegeben –, doch am Ende sollte eine Titelaspirantin für die Sensation und gleichzeitig Überraschung des Wochenendes sorgen: Die 36-jährige Tirolerin Catrin Glötzer.

 

Sie konnte gemeinsam mit ihrem „Hocus Pocus 6“, den sie im zarten Alter von drei Jahren als komplett unerfahrenen Youngster kaufte, selbst angeritten und ausgebildet hatte, als einzige Teilnehmerin mit dem Traumergebnis von null Strafpunkten ins sonntägige Finale einziehen. Hier musste sie in Runde eins zwei Fehler hinnehmen, das mittlere Element der dreifachen Kombination und dem letzten Hindernis, und hatte also acht Fehlerpunkte am Konto. Ihr Mannschaftskollege Christoph Obernauer kam – nebenbei erwähnt als einziger der 19 Finalisten – fehlerfrei über die Ziellinie und übernahm vor der vierten und letzten Runde Rang eins im Zwischenklassement mit lediglich vier Zählern.

 

Spannung war vorprogrammiert und so durfte sich das Ebreichsdorfer Publikum, das es sich bei herrlichem Sonnenschein und optimalem Turnierwetter auf der großflächigen Terrasse gemütlich machte, auf ein Herzschlagfinale einstellen.

 

Die Tiroler Amazone behielt Nerven, legte mit einer Nullrunde vor und somit blieb es unterm Strich bei lediglich acht Strafpunkten. Nun hatte der von Thomas Frühmann betreute Herausforderer, der sich ja einen Fehler leisten konnte, alles in der Hand. Doch es hatte nicht sollen sein: Ein Abwurf und ein Viertel Strafpunkt für Zeitüberschreitung machten die Titelchancen zunichte und er rutschte am zweiten Endrang zurück. Somit sollte Titel und gleichzeitig größte Triumph ihrer bisherigen Karriere für die Apothekerin und zweifache Mama Catrin Glötzer-Thaler besiegelt sein.

 

Hochverdient aufs Podium kam der Kärntner Dieter Köfler, der bei der diesjährigen ÖSTM nicht unbedingt das Glück auf seiner Seite hatte. Er öffnete gemeinsam mit Top-Pferd „Askaban 15“ die Meisterschaftsbewerbe am Freitag mit Startnummer eins und musste eine Verweigerung bei der neuen Magna Racino-Mauer hinnehmen. Zeitfehler kamen obendrein dazu und so waren 4,75 Punkte am Konto notiert. Es folgte eine souveräne Nullrunde im zweiten Umlauf und der sechste Zwischenrang nach dem ersten Tag. In der ersten Runde am Sonntag verzeichnete das Duo vier Strafpunkte nach einem Wasserfehler und im finalen Umlauf beeindruckten sie mit einer weiteren fehlerfreien Vorstellung (8,75 Punkte).

 

Für die Gastgeber ging ein wunderbares Wochenende vorüber. Und für alle Interessierten: Es sind Gespräche im Gange, dass das Magna Racino auch in der kommenden Saison 2018 als Austragungsort der Österreichischen Staatsmeisterschaften fungieren wird.

 

 

Die Pony-Meister sind gekürt: Jana Schöpf beweist einmal mehr ihr Talent

Bereits um acht Uhr morgens fiel nach der gestrigen Mannschaftsentscheidung die Entscheidung in der Einzelwertung der Ponys. Man kann fast schon von einem Favoritensieg sprechen, denn Jana Schöpf aus Niederösterreich war einmal mehr nicht zu schlagen.

Der 1,20 Meter hohe Parcours forderte seine Tribute: Bis zur achten Starterin gelang es keinem Pferd-Reiter-Paar, ohne Fehler in’s Ziel zu gelangen. Ludovica Goess-Saurau und ihrer Kohlfuchs-Stute „Lilly Vanilly“ gelang diese Leistung als erstes: Die beiden mussten leider in der zweiten Runde des gestrigen Tages vier Fehlerpunkte zu verbuchen, brachten sich mit ihrem großartigen Ritt des heutigen Tages wieder zurück in’s Rennen um die Medaillen und sicherten sich zudem den Tagessieg. Nach den beiden absolvierten jene fünf Starter ihre Runden, die mit weißer Weste in den Finalbewerb einziehen konnten. Celina Dollberger erwischte jedoch die Linie der Dreifachkombination auf den nachfolgenden Steilsprung nicht optimal und musste Fehler in Kauf nehmen. Jana Schöpf blieb als erste Reiterin auch in der dritten Meisterschaftsrunde strafpunktfrei – sie sollte auch die einzige bleiben, der dieses Meisterstück gelang, denn sowohl für Leona Koller Ludwig und David Gorton-Hülgerth verlief das Finale nicht wunschgemäß. Armin Hausberger ritt als letzter über die Sprünge und es sah ganz nach einer zweiten fehlerfreien Runde aus, doch am allerletzten Steilsprung rutschte die Stange aus den Auflagen und besiegelte damit neben dem Sieg von Jana Schöpf und „Golden Joy“ auch ein Stechen um die Plätze zwei und drei. Ludovica Goess-Saurau begann dieses mit einer zügigen Nullrunde in 35,47 Sekunden und setzte ihren niederösterreichischen Kontrahenten dadurch gehörig unter Druck. Armin Hausberger hielt diesem jedoch Stand, gab noch einmal alles und flog unter den Jubelrufen seiner Vereinskollegen über die Ziellinie. Ein Blick auf die Anzeigetafel brachte jedoch die Ernüchterung, dass die Zeit von 35,82 Sekunden um knappe 35 Hundertstel nicht gereicht hat, ihm aber trotzdem die Bronzemedaille hinter der Burgenländerin zustand, die mit der Silbermedaille für ihren zweiten Platz in der Meisterschaft belohnt wurde.

 

Der österreichische Nachwuchs ist gesichert: Vielversprechende Leistungen in der Jugendklasse lassen Großes für die Zukunft erwarten

Nach der Ponymeisterschaft wurde die Staatsmeisterschaft der jüngsten GroßpferdereiterInnen entschieden. In der Jugendklasse ging es heiß her, denn die selektiven Parcours von Andreas Bamberger und Helfried Knotz bargen einige Herausforderungen in sich, die die Nachwuchstalente aber mit großem Bravour bewältigen konnten, was bei der feierlichen Meisterschaftsehrung von Sportdirektor Ing. Franz Karger, Bundesnachwuchstrainer Anton Martin Bauer und Veranstalterin Ulla Weigerstorfer gewürdigt wurde.

In der Jugendklasse bis 12 Jahre veränderte sich am Finaltag nur noch sehr wenig im Ranking: Antonia Weixelbraun und ihre Holsteinerstute „Carlotta 234“ zeigten legten eine flüssige Runde mit viel Übersicht und mussten lediglich einen Abwurf hinnehmen, was zusammen mit ihren fünf Strafpunkten vom Vortag ein Gesamtresultat von neun Fehlerpunkten ergab. Ohne Abwurf galoppierte die darauffolgende Reiterin, Sarah Messner mit „Wasper L“ aus Kärnten, über die Ziellinie, doch auch sie musste 1,25 Punkte für Zeitüberschreitung in Kauf nehmen, was ihr schlussendlich die Silbermedaille sichern sollte. Die beste Performance der Meisterschaft wurde vom Salzburger Nachwuchstalent Lisa-Marie Arvai gezeigt, die ohne Vorbelastung aus den gestrigen Umläufen hervorgegangen war und sich einen Abwurf leisten konnte, ohne ihren Sieg in Gefahr zu bringen. Sie beendete die Meisterschaft mit eben diesen vier Punkten auf ihrem Konto, womit sie ein gehöriges Statement setzen konnte.

 

In der Kategorie Jugend 2 überzeugte Lena Binder mit „Lancelot TN“ auf ganzer Linie: Bei den beiden fiel sowohl gestern als auch heute nicht eine einzige Stange – lediglich 0,25 Punkte aus dem ersten Umlauf standen am Ende auf dem Konto der Stilistin, für die es in zwei Wochen auf ihre erste Europameisterschaft in das slowakische Šamorín geht. Die Silbermedaille ging an Noah Domaingo, dem im Sattel von „Well Done 3“ jeweils nur ein Abwurf pro Runde passierte. Knapp dahinter rangierte auf dem dritten Platz Armin Hausberger auf „ Pina Colada H“ und damit der dritte Niederösterreicher im Bunde, der auch bei den Ponys schon für sein Können geehrt wurde. Ihn trennten lediglich 0,25 Strafpunkte aus dem ersten Umlauf  vom zweitplatzierten Noah Domaingo.

 

Verdiente Sieger in der Juniorenklasse: Lara Stampler-Ullrich und Lisa Maria Räuber sind die neuen Meister!

Ähnlich wie in der Jugendmeisterschaft wurde bei den Junioren I ein Stechen erforderlich, während die Kategorie II einmal mehr eine souveräne Gesamtsiegerin hervorbrachte, ohne im verkürzten Parcours entscheiden zu müssen. Gespannt verfolgte auch Denis Flick von der Firma CWD die Bewerbe – schließlich fungiert seine Firma als Hauptsponsor der beiden Bewerbe.

Bei den Junioren I sollte über die Siegerschärpe in einem spannenden Stechen entschieden werden: Sally Carina Zwiener konnte mit der Holsteinerstute „Cindy Crawford 5“ ihren minimalen Rückstand aus den gestrigen Umläufen mit einer genialen Nullrunde wettmachen und verblieb mit acht Fehlerpunkten in der Wertung. Ein Abwurf passierte Marie Christine Sebesta und „Kara Luna 2“ und warf das bewährte Duo, das bereits erste Punkte in Weltranglistenspringen sammeln konnte, auf den dritten Rang zurück. Lara Stampler-Ullrich, die den gestrigen Bewerb für sich entscheiden konnte, besiegelte mit ihrer Runde nämlich ein Stechen um die Gold- und Silbermedaille, da sie mit schlussendlich acht Fehlerpunkten gleichauf mit Sally Carina Zwiener in Führung lag. Im Stechen ritt diese eine sicher angelegte Nullrunde in 46,67 Sekunden über die 1,30 Meter hohen Sprünge und baute den Druck auf ihre Kontrahentin auf, für einen Sieg fehlerfrei bleiben zu müssen. Diese konnte sich jedoch voll und ganz auf „Chap K“ verlassen, mit dem sie dieses Jahr schon bis zur schweren Klasse erfolgreich war, und die gemeinsam mit Trainer Markus Saurugg ausgetüftelte Kampflinie voll und ganz umsetzen: Fast fünf Sekunden Vorsprung bedeuteten die benötigten 41,95 Sekunden für die Steirerin, die sie die weiße Siegerdecke mit nach Hause nehmen lassen.

 

Im Springen der Junioren II, das über stattliche 1,40 Meter führte, spielte Lisa Maria Räuber mit ihrem altbewährten Meisterschaftspferd „Cuyano“ einmal mehr ihre Klasse aus. Der Erfolgslauf der letzten Wochen zeigte schon, dass die Sterne für die deutsche Amazone aktuell sehr gut stehen, die international für Österreich an den Start geht und damit als Mitglied eines Niederösterreichischen Vereins auch bei den Staatsmeisterschaften startberechtigt ist. Nach dem letztwöchigen Landesmeistertitel von Baden-Württemberg konnte sie auch von der österreichischen Goldmedaille nicht die Finger lassen und blieb als einzige ohne Fehler in allen Bewerben. Mit einem Minimalabstand von nur 0,25 Zeitstrafpunkten aus dem letzten Umlauf rangierte Jessica Vonach mit „Emely 65“ aus Vorarlberg, die die Meisterschaft genauso wie Räuber ohne Abwurf beenden konnte und sich damit auch für die Europameisterschaft in zwei Wochen empfahl. Zwei Abwürfe und einen Viertelzeitstrafpunkt im Finalbewerb musste leider Eva Zöcklein in Kauf nehmen, der aber mit dem dritten Endrang die Bronzemedaille der Meisterschaft zustand.

 

 

Erfolgskurve: Tendenz steigend! Felix Koller siegt für Oberösterreich in der Staatsmeisterschaft der Jungen Reiter

Die astreine Nullrunde im Nationenpreis von Luxemburg vor wenigen Wochen zeigte bereits, was ihn diesem Paar steckt: Felix Koller setzte sich mit „Captain Future 3“ gegen zehn andere Starter aus sechs Bundesländern durch und kürte sich zum besten Jungen Reiter Österreichs.

Ihr gestriger Sieg brachte die beiden schon in die beste Ausgangslage für das sonntägige Finalspringen. Da sie damit laut Reglement als letztes Paar in die Prüfung starten mussten, war eine ordentliche Nervenprobe vorprogrammiert. Sie durften sich nämlich nicht nur so wenig Fehler wie möglich erlauben, sondern mussten auch ausgesprochen flink unterwegs sein, denn das knapp bemessene Zeitlimit ließ nur insgesamt zwei Reiter ohne Zeitfehler davonkommen. So musste zum Beispiel Josefina Goess-Saurau im Sattel ihres Wallachs „Phantastic 2“ nach einem Abwurf in der Dreifachkombination 4,75 Punkte zu ihren vier Strafpunkten aus der Vorrunde hinzuaddieren. Es sollte am Ende jedoch für Platz zwei reichen, denn Alessandra Reich und Routinier „U Mijnheer“, mit dem sie vor zwei Jahren Meister der Jungen Reiter geoworden ist, hatten zwei Abwürfe mehr auf ihrem Konto, nachdem sie schon aus den gestrigen Umläufen vier Fehlerpunkte mitbrachten. Mit insgesamt zwölf Punkten beanspruchte sie damit die Bronzemedaille für sich, denn bei Felix Koller hielten die Nerven stand und mit nur einem Flüchtigkeitsfehler bei Sprung drei war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Er darf sich zudem über ein nagelneues CWD Zaumzeug aus den Händen von Hauptsponsor Denis  Flick freuen, der auch Josefina Goess-Saurau als Silbermedaillengewinnerin mit einem CWD Latzgurt und der drittplatzierten Alessandra Reich mit einem schicken CWD Vorderzeug eine Freude machte.

 

 

Ergebnisse und News auf www.magnaracino.at


Source: Presseservice Kerstan / Turniernews

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