Verden. Die ersten Bieterduelle laufen bereits, doch das große Finale der Verdener Auktion Online beginnt morgen. Am Samstag, 30. Mai warten 46 hochtalentierte Dressur- und 23 Springpferde mit Pedigrees der Spitzenklasse auf neue Besitzer. Ab 14 Uhr können die letzten Gebote für die Dressurpferde abgegeben werden. Ab 18.30 Uhr schließen sich die Springpferde an.
Jeweils drei Minuten zeitversetzt gehen die Auktionspferde am Samstagnachmittag in das „Bid up“, das Finale, bei dem ein jedes Gebot die Bietzeit um weitere drei Minuten verlängert – solange, bis kein weiteres Gebot im Zeitraum eingeht. Von der jugendlichen Nachwuchshoffnung für Parcours, Viereck und Vielseitigkeit bis zum volljährigen und erfolgsverwöhnten Sportpartner ist bei der Verdener Auktion für jeden etwas dabei. Alle Auktionskandidaten finden Sie mit vollständigen Informationen, Pedigrees, Fotos und Videos online auf www.verdener-auktion-online.com.
Wer bei den Reitpferden nicht zum Zuge gekommen ist, braucht nicht lange zu warten: Vom 3. bis 6. Juni kann man bei einer weiteren Verdener Online-Auktion Besitzer eines qualitätvollen Fohlens werden. Im Online-Auktionsreigen folgen weitere Fohlenauktionen vom 10. bis 13. Juni und vom 1. bis 4. Juli.
Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung mitteilt, werden die Bundeschampionate auf zwei Wochen ausgedehnt. Beginnen soll das Turnier nun bereits am 26. August 2020 und am 6. September enden. Diese Maßnahme ist aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nötig, um alle Corona-Infektionsschutzregeln einhalten zu können. Eine weitere Folge der COVID-19-Krise ist, dass die Veranstaltung ohne Zuschauer und ohne Aussteller stattfinden wird. „Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen wir die Zahl der Menschen auf der Veranstaltung begrenzen“, erklärt Markus Scharmann, Turnierleiter der Bundeschampionate.
Bundeschampionate sind von großer Bedeutung
„Es ist natürlich eine Herausforderung. Aber wir als Verband halten an unserer Veranstaltung fest“, sagt Markus Scharmann. „Damit zollen wir auch der Leidenschaft und Arbeit vieler Züchter, Reiter und Pferdebesitzer Respekt, für die die Bundeschampionate von großer Bedeutung sind.“
Ablauf der Bundeschampionate
In der Woche vom 26. bis 30. August starten die Spring- und Vielseitigkeitspferde und -ponys, um die Bundeschampions zu ermitteln. Vom 2. bis 6. September kommen dann die Dressurpferde und -ponys sowie die Reitpferde und -ponys nach Warendorf. Auch hier wird der Veranstalter wegen der Corona-Pandemie die Anzahl der Menschen so gering wie möglich halten. Es dürfen nur Reiter und Pfleger sowie Funktionsträger wie Richter oder Parcoursbauer und Veranstaltungsmitarbeiter auf das Gelände. Pro Reiter ist ein Pfleger erlaubt. Bringt ein Reiter mehrere Pferde mit, so ist für jeweils zwei Pferde ein Pfleger erlaubt.
Angepasste Prüfungen
„Uns ist wichtig, dass die Bundeschampionate 2020 den gleichen sportlichen Wert haben, wie die Titel in den Vorjahren. Dennoch ist uns klar, dass besondere Bedingungen herrschen, die wir im Sinne der Pferde berücksichtigen werden“, betont Markus Scharmann. Einige der für 2020 sowieso geplanten Neuerungen kommen der aktuellen Situation bereits entgegen: So qualifizieren sich die sechsjährigen Springpferde direkt über die Wertnote 8,0 oder besser für das Finale, das heißt die zusätzliche Platzierung in einem Springen der Klasse M entfällt. Eine coronabedingte Neuerung ist es, die Qualifikationsprüfungen um ein Hindernis zu reduzieren. Dennoch brauchen vor allem die Spring- und Vielseitigkeitspferde zur Vorbereitung auf die Bundeschampionate Turniere, um Erfahrungen zu sammeln. „Wir hoffen, dass viele Veranstalter entsprechende Prüfungen für junge Pferde anbieten. Und natürlich brauchen wir auch Qualifikationen in den einzelnen Landesverbänden.“
Kosten werde reduzieren
Die Aufteilung der Bundeschampionate und die neuen Abläufe helfen auch, die Kosten zu reduzieren: Es werden weniger Stallzelte gebraucht, weniger Plätze müssen gleichzeitig mit Personal und Technik bespielt werden. Teile der Infrastruktur werden nicht benötigt. Allerdings entfallen auch die Einnahmen durch Zuschauer und Aussteller. „Dennoch werden wir Preisgelder in der Höhe wie 2019 ausschütten“, sagt Markus Scharmann. Eigentlich sollten die Preisgelder bei den Springpferden in diesem Jahr auf 100.000 Euro steigen. „Ich bitte um Verständnis, dass das unter diesen Bedingungen nicht umsetzbar ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.
Vechta öffnet seine Schatztruhe: Die Elite-Fohlenkollektion der 3. Oldenburger Special Edition begeistert mit Oldenburgs besten Nachwuchstalenten für das Dressurviereck und den Springparcours. Stöbern Sie in der neuen Kollektion, und überzeugen sich selbst.
Die Elite-Kollektion glänzt mit den Highlights des aktuellen Fohlenjahrgangs: Vererber-Stars wie Bonds, Benicio, Fürstenball, Morricone I, Asgard’s Ibiza und Zackerey gepaart mit einzigartigen Mutterstämmen stellen ihren Nachwuchs im Auktionsring zu Vechta vor.
Auch im Springbereich locken weitere hochinteressante Abstammungen mit Vätern der Extraklasse: Internationale Spitzenhengste wie Chacco-Blue, Don VHP Z, Comme il faut, Taloubet Z, Conthargos oder Lord Pezi stellen in Vechta ihren Nachwuchs vor. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich einen Oldenburger Sportstar von morgen zu sichern.
Im Auktionsbereich der Oldenburger Website präsentieren sich die Oldenburger Elite-Fohlen mit Foto, Video und Detailbeschreibung. Gerne berät Sie unser Team bei der richtigen Auswahl.
Ob wir gemeinsam unsere Auktion hier im Oldenburger Pferde Zentrum Vechta feiern können oder erneut eine Online-Auktion daraus wird, ist noch offen. Deshalb finden Sie hier auch zwei Zeitpläne und Auktionsbedingungen, die auf beide Auktionsvarianten zugeschnitten sind.
Bitte klicken Sie hier um direkt zur Kollektion und den Zeitplänen der 3. Oldenburger Special Edition zu gelangen.
Bei der Elite-Fohlenkollektion der 3. Oldenburger Special Edition wird der Oldenburger Pferdezuchtverband mit den besten Nachwuchstalenten begeistern.
Einen gedruckten Katalog können Sie im Auktionsbüro Vechta bestellen.
Selbstverständlich können Sie Ihren Favoriten auch ganz bequem am Telefon ersteigern. Bitte kontaktieren Sie hierfür folgende Mitarbeiter des Oldenburger Auktionsbüros.
Endlich ist soweit: die Pferde der Verdener Auktion Online im Mai haben ihre Boxen in der Ausbildungs- und Absatzzentrale bezogen. 73 vorzügliche Reitpferde warten auf neue Besitzer. Interessenten können nach Absprache und unter Einhaltung der behördlichen Auflagen ihre Wunschkandidaten bei der täglichen Arbeit begutachten und ausprobieren. Am Sonnabend, 30. Mai, kann dann ab 14 Uhr das Traumpferd bequem von zu Hause aus ersteigert werden.
Einige der Auktionspferde zeigen sich doppelveranlagt und sind sowohl den Dressur- als auch den Springsportanforderungen gewachsen. Für diese Pferde ist auch die Ausbildung zum Vielseitigkeitspferd denkbar. Die Auswahl der Auktionspferde wurde so ausgelegt, dass nicht nur Profireiter fündig werden, sondern auch Amateur- und Freizeitreiter den idealen Partner für Sport und Freizeit finden.
Der Besuch des Trainings und das Ausprobieren der Pferde ist ausschließlich nach telefonischer Terminvereinbarung mit den Kundenberatern des Hannoveraner Verbandes möglich, um die Personenzahl auf der Anlage gering zu halten. Die Sonderpräsentationen kann man sich live auf den Bildschirm holen. Am Freitag, 22. Mai, und am Mittwoch, 27. Mai – jeweils Dressur ab 9 Uhr und Springen ab 13 Uhr – werden die Auktionspferde im Livestream zu sehen sein.
Die Online-Versteigerung der Dressurpferde findet am Sonnabend, 30. Mai, ab 14 Uhr statt. Ab 18 Uhr sind die Springpferde an der Reihe. Das Bieten ist bereits ab Sonntag, 24. Mai, ab 9 Uhr möglich. Für jegliche Fragen rund um die Verdener Auktion stehen das Team des Auktionsbüros und die Kundenberater zur Verfügung. Die Registrierung und das Bieten sind auf der Webseite www.verdener-auktion-online.de möglich.
Wer bei den Reitpferden nicht zum Zuge gekommen ist, braucht nicht lange zu warten: Vom 3. bis 6. Juni kann man bei einer weiteren Verdener Online-Auktion Besitzer eines qualitätvollen Fohlens werden. Im Online-Auktionsreigen folgen weitere Fohlenauktionen vom 10. bis 13. Juni und vom 1. bis 4. Juli.
Weitere Informationen: www.hannoveraner.com
Viel los war am 18. Mai 2020 zum Online-Auktionscountdown ab 19.30 Uhr auf der DSP-Online-Fohlenauktionsseite powered by horse24. Die 16 aufgerufenen Deutschen Sportpferdefohlen zogen weltweit Interessenten auf sich, letztlich hatten allerdings nur bei zwei Fohlen, das Ausland, in diesem Fall zwei Mal Österreich die Nase vorn.
Insgesamt 13 Bieter hatten sich auf die Preisspitze, den Casall-Contender Sohn namens Calvin Klein aus dem Holsteiner Stamm 162, eingeschworen. Sein Züchter Wolfgang Söhner aus Krautheim freute sich zu Hause riesig über den Zuschlag von 17.000 Euro. Der charmante Fuchshengst wird künftig in Bayern aufwachsen und hoffentlich auf den DSP-Hengsttagen 2023 wieder zu sehen sein. Auf Rang zwei im Preisgefüge der Springfohlen folgte mit 14.500 Euro ein Sohn des Millionenverdieners Don VHPZ aus einer Mutter von Quick Star. Der aus dem Holsteiner Stamm 6946 kommende Dondolo stammt aus der Erfolgszucht von Paul Scheuerer aus Adlkofen.
Vaderland-Sohn ist DSP-Dressurspitze
Die Dressurspitze stellte der Vitalis-Sohn Vaderland aus seinem ersten Jahrgang: Der imposant gezeichnete und bewegungsstarke Valdez begeisterte viele Bieter. Er wechselte für 10.500 Euro in internationale Championatshände nach Österreich. Seine neuen Besitzer haben seit Jahren ein glückliches Händchen mit Deutschen Sportpferden und werden ihm eine maßgeschneiderte sportliche und züchterische Förderung zukommen lassen.
„Der Auftakt in die Fohlenvermarktung verlief gut. Das Interesse aus dem Ausland war deutlich höher als bislang bei unseren Auktionen. Wir werden zwei weitere Online-Auktionen anbieten und hoffen dann auch wieder Live-Auktionen anbieten zu können“, das Resümee von Auktionsleiter Fritz Fleischmann.
Im Schnitt kostete ein Fohlen 7.750 Euro bei der 2. DSP-Online-Fohlenauktion. Weiter geht es in diesem Format mit der 4×4 Online-Fohlenauktion vom 9. bis 12. Juni. Hier werden täglich an den vier Tagen um 20 Uhr vier exquisite Fohlen in der Online-Auktion angeboten. Die 3. DSP-Online-Fohlenauktion beginnt am 1. Juli und läuft am 6. Juli ab 19.30 Uhr aus.
Mehr Informationen und Registrierung dsp.horse24.com oder www.deutsches-sportpferd.de
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Finale Bieterduelle heute, 18. Mai 2020 ab 19.30 Uhr! [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Finale Bieterduelle
Heute, 18. Mai 2020, endet ab 19.30 Uhr die 2. DSP-Online-Fohlenauktion mit dem Bid up. Ab 19.30 Uhr gehen die Fohlen in der Reihenfolge der Lotnummern in die entscheidende Endphase der Auktion, dem Bid up. Dieser auch mit einem Countdown vergleichbare Ablauf macht es möglich, weitere fünf Minuten lang auf das begehrte Fohlen zu bieten. Nach einem Gebotseingang verlängert sich das Bid up für das Fohlen um weitere fünf Minuten um dem Vorbieter oder weiteren Interessenten die Möglichkeit zu geben auf das neue Gebot zu reagieren.
Spannende Bieterduelle mit Kunden aus aller Welt werden erwartet wenn die Söhne und Töchter der international gefragten Starvererber und Sportler wie Tangelo van de Zuuthoeve, Don VHPZ, Casall, oder den Viereck-Stars Fidertanz, Floriscount und vielen weiteren Shooting Stars der globalen Pferdezucht in das Bid up gehen.
Interessierte Kunden können sich noch über den ganzen Tag registrieren auf dsp.horse24.com/ und spontan ihre Gebote abgeben und beim Bid up den Final sale miterleben. Eins, zwei, drei – sei dabei!
Bei Fragen steht Vermarktungsleiter Fritz Fleischmann zur Verfügung, Telefon 0151/53115783.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir freuen uns Ihnen die besten Fohlen des Jahrgangs in unserer handverlesenen Online Elite-Fohlenauktion präsentierten zu dürfen. Akribisch selektierte Youngster warten von Dienstag, 19. Mai, bis Samstag, 23. Mai, auf Sie. Stöbern Sie in der neuen Kollektion, und überzeugen sich selbst. Ab sofort präsentieren sich die Oldenburger Nachwuchstalente mit Detailbeschreibungen, Fotos und Videos im Auktionsbereich der Oldenburger Homepage www.oldenburger-pferde.com.[/vc_column_text][vc_column_text]
Oldenburger Nachwuchstalente
Dressurvererber, darunter Stars wie Oldenburgs Siegerhengst Bonds, Weltmeister Glamourdale, Nürnberger Burg-Pokal-Sieger Vitalis sowie die Hauptprämiensieger Asgard’s Ibiza und Zackerey stellen ihren Nachwuchs vor.
Auch für den Parcours locken weitere internationale Abstammungen mit Vätern der Extraklasse. Hochkarätige Spitzenhengste wie Aganix du Seigneur, Dominator Z, Tobago Z, Comme il faut und Ulyss Morinda, gepaart mit sportlichen Springmutterstämmen, werden an den Start gehen. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich einen Oldenburger Sportstar von morgen zu sichern.
Registrieren Sie sich ganz einfach und los geht’s. Sie haben Fragen zur Online Elite-Fohlenauktion? Dann wenden Sie sich gerne jederzeit an das Oldenburger Supportteam unter Tel. +49(0)173-7573538 oder per E-Mail an support@oldenburger-pferde.com. Alternativ können Sie sich ganz bequem von zuhause unser Tutorial „So funktioniert die Online Elite-Fohlenauktion“ anschauen: https://youtu.be/ViD6vKga7sI.Hier erklären wir Ihnen, wie Sie für Ihren Wunschkandidaten bieten.
Selbstverständlich können Sie Ihren Favoriten aus der Elitefohlen-Kollektion auch ganz bequem am Telefon per Bietauftrag ersteigern. Bitte kontaktieren Sie hierfür die Mitarbeiter des Oldenburger Auktionsbüros. Unser Team erfüllt wie gewohnt Ihre Wünsche. Bitte finden Sie hier den Bietauftrag: https://oldenburger-pferde.com/de/auktion/sale-service/?p=0
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Spitzenpreis von 51.000 Euro bei Verdener Online Fohlenauktion
Gleich das erste Fohlen der hochkarätigen Kollektion der Verden Online Auktion brachte den Spitzenpreis. Für 51.000 Euro wurde So One an eine Käuferin aus den USA versteigert. Insgesamt erzielten die 22 angebotenen Fohlen einen Durchschnittspreis von 10.364 Euro.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]
Hengstfohlen von So Unique ist Spitzenpreisträger
Der So Unique/Diamond Hit-Sohn So One (Z. u. Ausst.: Willem Klausing GbR, Diepholz, Ausst.: A. Hartley, Moskau/RUS) kommt aus allerbesten Mutterstamm. Erfolgreiche Hengste, prämierte Stuten und zahlreiche Dressur- und Springpferde gehen auf die Stammstute Pension zurück. Mit allerbesten Genen und einem beeindruckenden Bewegungsablauf ausgestattet, bleibt das ausdrucksstarke Hengstfohlen in Deutschland. Es wird bei Eva Möller aufwachsen, die mit Vater So Unique Bundeschampionat und Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde gewonnen hat.
Hochpreisige Fohlen aus der Formidable
Schon das übernächste Fohlen erzielte einen weiteren Top-Preis. Viva Las Vegas v. Viva Gold/Foundation (Z. u. Ausst.: Reinhard Baumgartner, Kamern) war einem Aufzüchter aus Bayern 20.500 Euro wert. Der großrahmige Braune ist bereits das dritte Fohlen, das die Stute Formidable zu einem beachtlichen Verkaufspreis über den Verdener Laufsteg geschickt hat.
Weiterer Verlauf der Fohlenauktion
Ein Springpferdepedigree der Extraklasse bot der Big Star/Diacontinus-Sohn Blue Star (Z. u. Ausst.: Eggerk Groenewold, Weener). Das wussten auch bayerische Käufer zu schätzen. Sie investierten 14.000 Euro in den Braunen, der in Ostfriesland auf die Welt gekommen ist.
Nach einer kurzen Unterbrechung wegen technischer Probleme zu Beginn der Endphase starte die erste Verdener Online Auktion des Jahres in eine interessante Endphase. „Zahlreiche User waren über alle vier Tage der Online Auktion dabei“, sagt Geschäftsführer Wilken Treu. „Für das Gros der Kollektion hatten wir aber natürlich am Sonnabend den meisten ,Trafic‘.“
Weitere Online-Fohlenauktionen folgen
Wer heute nicht zum Zuge gekommen ist, braucht nicht lagen zu warten. Vom 3. bis 6. Juni hält der Hannoveraner Verband ein weiteres hochinteressantes und qualitätvolles Angebot des Jahrgangs 2020 bereit. Im Online-Auktionsreigen folgen weitere Fohlenauktionen vom 10. bis 13. Juni und vom 1. bis 4. Juli. Wer nicht so lange warten möchte, sollte sich den 30. Mai fest vormerken, dann warten exquisite Reitpferde für jeden Anspruch Online auf neue Besitzer. Diese Talente können ab dem 18. Mai in der Ausbildungs- und Absatzzentrale in Verden persönlich in Augenschein genommen und ausprobiert werden. Per Mausklick kann man sich dann am Sonnabend, 30. Mai, bequem von zu Hause aus sein Traumpferd sichern.
In der aktuellen Situation ist es für viele von uns nicht leicht, sich mit dem neuen Alltag anzufreunden. Hier ein Tipp, der zumindest bei der Autorin dieses Artikels prächtig funktioniert: Denk doch einfach an deinen nächsten Reiturlaub und mal dir jedes Detail genau aus! Wohin soll es gehen? Was möchtest du dort machen? Willst du vielleicht sogar gemeinsam mit deinem Pferd unterwegs sein? Diese Krise wird nicht ewig dauern und wir werden unseren Urlaub danach umso mehr genießen. Wie wäre es zum Beispiel, Reiten und Naturerlebnis mit Kultur zu verbinden und einige der Welterbestätten der UNESCO vom Sattel aus zu erleben? Das geht auch in nicht allzu weiter Ferne in Europa. Denn unser Kontinent zählt die meisten Welterbestätten: Über 470 sind es mittlerweile und jährlich kommen neue hinzu. Begib dich mit uns auf eine kleine Reise hoch zu Ross.
Das Wattenmeer – Deutschland, Niederlande und Dänemark
Der Traum vieler Reiter ist der Ritt am Meer mit dem eigenen Pferd. Dieser lässt sich nirgends besser verwirklichen als am Wattenmeer. Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten zählt das Naturerbe, das auf deutschem, niederländischem und dänischem Boden erlebt werden kann. Dor warten endlose Strände, viel Platz zum Galoppieren – gerade in der Nebensaison – und die herrliche Weite des Watts bei Ebbe.
Da das Wattenmeer auch Nationalpark ist, muss man den genauen Ort der Strandritte vorab prüfen. Die Touristeninformationen geben gerne Auskunft, wo man reiten darf. Einige Urlauber kommen sogar mit Pferd und Kutsche ans Meer, um dort Ausfahrten zu unternehmen.
Wer noch nie in der Gegend unterwegs war, dem sind geführte Wattritte zu empfehlen, denn Ebbe und Flut muss man einzuschätzen lernen. Das Wasser steigt schnell an. Strandritte sollten Sie nur bei idealen Bedingungen unternehmen, die das Pferd nicht ängstigen. In der Gruppe macht die Entdeckungsreise oft noch mehr Spaß und ortskundige Führer kennen meist die spannendsten Stellen zur Beobachtung von Vögeln, Seehunden und anderen Tieren.
Die Schlösser der Loire – Frankreich
Frankreich verfügt über eine ganze Reihe von sehenswerten UNESCO-Welterbestätten. Hierzu gehört beispielsweise auch das Schloss und der Park von Fontainebleau (1981 zum Weltkulturerbe ernannt) in der Nähe von Paris, wo eines der bekanntesten Vielseitigkeitsturniere stattfindet. Das Tal der Loire zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes (Weltkulturerbe seit 2000) gehört ebenfalls dazu und wartet mit einer Vielzahl von berühmten Schlössern auf. Die Anbieter von Reiterreisen haben beeindruckende Routen von Schloss zu Schloss im Programm. Zu Pferd zieht man durch die grüne Flussebene und hat ausreichend Gelegenheit, die eine oder andere Pause inklusive Schlossbesichtigung einzulegen.
Schloss Chambord, welches im 16. Jahrhundert erbaut wurde, gilt als das Schönste der Loire-Schlösser. Auch das Château de Chaumont und der kleine Ort ganz in der Nähe begeistern. Ebenso wie die Herrschersitze von Amboise und Chenonceaux, das eine Wassermühle war, jedoch im Stil der Renaissance zu einem prächtigen Schloss umgebaut wurde. Vor allem fesselt aber der Weg entlang des Flusses mit Blick auf die vielen sehenswerten Bauwerke, die vom Spätmittelalter bis in die Zeit des frühen Barock entstanden.
Ausritte am Strand sind beispielsweise in Spanien möglich. Foto: Andalusien 4 Pegasus
Kappadokien ist eine der bekanntesten Urlaubsregionen der Türkei – auch für Reiter. Foto: Reit-Safari_Kappadokien
Schlösser entlang der Loire lassen sich wunderbar vom Pferderücken aus bewundern. Foto: Loire Pegasus 1
Der Doñana Nationalpark – Spanien
Spanien hat mit dem Doñana-Nationalpark (seit 1994 Weltnaturerbe) ein ganz besonderes Weltnaturerbe, ist es doch Europas größter Naturpark mit einem schier endlos erscheinenden Sandstrand. Zu Pferd lässt sich der Park am besten erkunden. Außerdem kann man hierbei sicher sein, dass man ökologisch sinnvollen Tourismus unterstützt, was bei den ebenfalls angebotenen Jeep-Touren durch die Gegend fraglich scheint.
Durch den sanften Tourismus werden bereits strapazierte Regionen nicht unnötig weiter zerstört. Beim Ritt kann man Flamingos, Purpurhühnern, Wildkatzen, Schleichkatzen und Luchsen begegnen. Außerdem findet man im Doñana-Nationalpark mehr als 750 Pflanzenarten. Auf dem Weg befindet sich auch der Wallfahrtsort El Rocio, an dem die bedeutendste Pferdewallfahrt Spaniens Ende Mai abgehalten wird. Die geführten Ritte durch den Nationalpark führen alle hin zum prächtigen Sandstrand: Galoppieren über eine über 25 Kilometer lange Sandbahn – was könnte man sich als Reiter Schöneres erträumen! Sattelfest sollte man allerdings sein und auch einiges an Reiterfahrung mitbringen, wenn man sich in das teils unwegsame und etwas schwierige Gelände des Parks und Weltnaturerbes begibt.
Kappadokien – Türkei
Auf die Spuren jener Karawanen, die einst die Seidenstraße entlangzogen, begibt man sich mit einem Wanderritt durch Kappadokien in der Türkei. Kappadokien liegt zwar bereits im asiatischen Teil des Landes, aber da die Türkei zu Europa gehört, findet dieses doppelte Welterbe (Natur- und Kulturerbe seit 1985) ebenfalls Beachtung. Der doppelte Status liegt sowohl an den frühchristlichen Spuren in der Region, als auch an den einzigartigen sogenannten „Feenkaminen“, uralten Tuffstein-Formationen, die über Jahrmillionen geformt wurden. Die Region haben Veranstalter von Reiterreisen für sich entdeckt, die Kulturprogramm und Reiten in einem anbieten. Viele Naturhighlights von Kappadokien kann man vom Pferderücken aus betrachten, zur Welterbestätte Göreme geht es jedoch mit einem Guide per Auto, da direkt am Welterbe das Reiten verboten ist.
Und dann wären da noch…
– Die Puszta, oder genauer gesagt, der Nationalpark Hortobágy in Ungarn. Die Kulturlandschaft zählt seit 1999 zum Welterbe und gilt als die Pferderegion schlechthin in Osteuropa. Mitten in der ungarischen Steppenlandschaft finden sich nicht nur die niedlichen kleinen Nager namens Ziesel, sondern auch die Csikos, die berühmten Steppenreiter, auf welche die „Ungarische Post“ zurückgeht. In den Sattel steigen geht hier ganz einfach, denn zahllose Höfe bieten Reittouren und auch Fahrunterricht durch die herrliche Landschaft an.
– Kladruby in Tschechien ist das berühmte Gestüt, welches die charakteristischen Pferde mit der Ramsnase hervorbringt. Erst seit vergangenem Jahr ist es Weltkulturerbe und hat seitdem noch einmal aufgerüstet in Sachen Reittourismus. Sowohl im Sattel als auch im Wagen lässt sich die einzigartige Natur erkunden.
– Mitten in der Toskana ist man den Welterbestätten Florenz (1982), Pisa (1987), San Gimignano (1990) und Siena (1995) ganz nah und kann nach oder zwischen den Ausflügen in die Städte doch auch im Sattel entspannen. Die perfekte Mischung für alle kulturinteressierten Pferdeliebhaber.
[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bereits vergangene Woche hatte der Holsteiner Verband zur Mai-Körung nach Elmshorn eingeladen. Insgesamt wurden sechs Hengste vorgestellt, fünf davon dürfen in Zukunft Holsteiner Stuten decken. Letzte Woche wurden zwei erfahrene, springbetonte Hengste, zwei Junghengste und ein Dressurhengst mit der Holsteiner Deckerlaubnis geadelt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
Hardrock Z
Wohl der bekannteste der fünf gekörten Teilnehmer ist der 17-jährige Zangersheider-Hengst Hardrock Z: Ein Sohn des Heartbreaker aus der Carte Blanche von Carthago – Rebel Z – Flügel van la Roche – Bonaparte.
Der Sohn des begehrten Vererbers Heartbreaker war selbst jahrelang auf 1,60-Spring-Niveau erfolgreich. Unter seinem Reiter Emanuel Andrade konnte sich Hardrock zahlreiche Siege und Platzierungen im internationalen Springparcours sichern. Zu den Höhepunkten seiner Sportlerkarriere zählen sicher die Teilnahme an den Weltreiterspielen 2014 und an den Olympischen Spielen 2016. Außerdem konnten sich der Heartbreaker-Sohn und Emanuel Andrade den sechsten Rang bei den Pan-Amerikanischen Spielen 2015 sichern.
In Zukunft ist der Zangersheide-Hengst auch für die Holsteiner-Zucht zugelassen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“207565″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“right“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
C-Dante de Joter
Ebenfalls ein international erfolgreicher Springsportler wurde zu Holstein gekört: C-Dante de Joter von Clinton – Darco. Mit Torben Köhlbrandt und Karina Johannpeter im Sattel war der 17 Jahre junge Hengst aus der Zucht von Stephan Koopman (Belgien) und dem Besitz von Dr. Jorge Johannpeter (Brasilien) hochplatziert u.a. in Paris, Bratislava, Leipzig, München oder Braunschweig. Seinem ersten Zuchteinsatz in Brasilien entspringen wenige, aber sehr springveranlagte Nachkommen. Der 17-jährige Belgier hat mit Clinton einen sport- und zuchterprobten Vater. Daneben findet sich der erfolgreiche Darco als Muttervater im Pedigree des Sportlers.
Neben C-Dante de Joter stellte die Hengststation Maas J. Hell zwei weitere Hengste auf der Mai-Körung in Elmshorn vor.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“207567″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
Casselot
Der in Verden bei der Sportprüfung hervorragend benotete Casselot von Cassoulet -Lancelot Qainton überzeugte sowohl bei der Mai-Körung in Elmshorn, als auch zuvor in Luhmühlen. Dort gewann der braune DSP-Hengst eine Springpferdeprüfung Kl. L mit Takashi Haase im Sattel mit der Note 9,2. Bereits 2017 war Casselot strahelnder Körsieger der Neustädter DSP-Körung und stammt aus der Zucht von Martin Scheide (Großromstedt). Daneben machte sich der 2015 geborene Junghengst in seiner Sportprüfung in Verden auf sich aufmerksam und schloss diese mit einer Wertnote von 8,58 ab. Der Vater Cassoulet, über Casall – Corrado I – Contender – Lord – Sacramento Song xx herausragend gezogen, war selbst Prämienhengst der Holsteiner Körung 2013. Auch dieser Hengst stammt aus dem Hengstlot der Maas J. Hell und darf in Zukunft Holsteiner Stuten decken.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“207569″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“right“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
Belantis II
Dritter im Bunde der Hell-Hengste ist der DSP-Hengst Belantis II v. Benetton Dream – Expo’se – Sandro. Hierbei handelt es sich um den Vollbruder zu Isabell Werths Grand Prix-Wallach Belantis. In Zukunft soll der dreijährige Belantis II die Holsteiner Dressurpferdezucht voranbringen. Der 2017 geborene Youngster war Prämienhengst beim Schaufenster der Besten im Jahr 2019. Mit bedeutendem Aufriss, groß angelegten Reitpferdepartien verbunden mit Bergaufbewegungen im Trab und Galopp sowie raumgreifendem und gelassenem Schritt erfüllte er alle Erwartungen. Vater Benetton Dream war Bundeschampion der dreijährigen Reitpferdehengste 2007 und kann auf zahlreiche Grand Prix-Platzierungen und züchterische Erfolge verweisen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“207571″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]
GK C’est un rêve
Als einziger Holsteiner Hengst repräsentierte der vierjährige Junghengst auf der Mai-Körung in Elmshorn die Ahnenreihe des Comme il faut. Gute Grundgangarten und vermögendes Springen überzeugten die Körkommission des Holsteiner Verbandes. Den Comme il faut-Sohn brachte die Stute GK Dakota von Larimar – Lord – Caletto II – Frivol, Stamm 4510. Charaktervoll und mit viel Vermögen präsentierte sich C’est un rêve aus der Zucht des Gestüt Kriseby. Am Sprung – ob frei oder unter dem Sattel – zeigt er sich sehr vorsichtig, aufmerksam und mit viel Springvermögen.
Mehr Informationen über Holsteiner Dressur- und Springvererber findet ihr im Hengstverzeichnis unter: www.horse-gate.com
Rund 5.500 Jahre in der Obhut des Menschen haben moderne Pferderassen zu dem gemacht, was sie heute sind. Die Domestikation führte aber auch zu Problemen wie Erbkrankheiten und Inzucht – zu diesem Ergebnis kamen aktuelle Studien, die die DNA von Ur- und Hauspferden verglichen. Jetzt sind vor allem die Züchter in der Verantwortung.
Im vierten Jahrtausend vor Christus begannen unsere Vorfahren im Westen der eurasischen Steppe nach heutigem Wissensstand mit der Zähmung des Pferdes. Seither hat der Mensch die einst scheuen und wilden Steppenbewohner durch gezielte Zuchtauswahl nach seinen Vorstellungen geformt. Das Pferd wurde zum Fleisch- und Milchlieferanten, zum Reit-, Zug- und Lastentier, zum Kameraden in der Schlacht, zum Statussymbol, zum Sport- und Freizeitpartner und prägte den Lauf der Geschichte wie wohl kein anderes Tier. Darüber, welche Spuren die Domestikation im Erbgut unserer heutigen Pferde hinterlassen hat, konnte lange nur spekuliert werden. Die bei anderen domestizierten Tieren und Pflanzen übliche Vorgehensweise, der DNA-Vergleich zwischen den Haustieren und Kulturpflanzen und ihren wilden Verwandten, konnte beim Pferd nicht zum Einsatz kommen. Denn die Przewalskipferde, die einzige bekannte noch existierende Wildpferdeart, sind keine direkten Vorfahren unserer Hauspferde, sondern eine Schwesternspezies. Ihre Stammeslinie trennte sich wohl schon vor rund 50.000 Jahren von der restlichen Pferdepopulation ab. Erst kürzlich gelang einem internationalen Forscherteam rund um den Molekularbiologen Dr. Ludovic Orlando von der Universität Kopenhagen dennoch der direkte genetische Vergleich zwischen unseren modernen Reitpferden und ihren schon lange ausgestorbenen Ahnen. Dazu sequenzierten die Wissenschaftler Genmaterial aus 43.000 und 16.000 Jahre alten Pferdeknochen, die in den Permafrostböden des nordrussischen Taymyr gut konserviert gewesen waren. Eigentlich gab es noch ältere Knochen. Schon 2013 entschlüsselte Orlando zusammen mit Kollegen das Erbgut eines 700.000 Jahre alten Urpferdes, dessen Überreste in den Permafrostböden Alaskas lagen. „Dieses Material war für den Vergleich mit den modernen Hauspferden aber zu alt, da es im Lauf der Evolution vor der Domestikation natürlich auch schon genetische Veränderungen gegeben haben kann“, erklärt der gebürtige Franzose. „Jüngere, also zum Beispiel 7.000 Jahre alte Knochenproben, wären aber auch nicht gut gewesen. Denn es ist ja nicht auszuschließen, dass Archäologen in Zukunft herausfinden, dass die Zähmung des Pferdes nicht erst vor 5.500 Jahren, sondern schon viel früher begann. Unsere Wahl ist also auf die Fossilien aus dem Jungpleistozän gefallen. Und das war ein guter Kompromiss.“ Wie genau die Urpferde, denen wir die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verdanken haben, aussahen, kann der Forscher nicht sagen. Es ist aber anzunehmen, dass sie weitaus kleiner und gedrungener als heutige Ponyrassen waren. Schließlich war der Hyracotherium, der vermutlich älteste Urahn der Pferde und Pferdeartigen (Esel und Zebras), der schon vor rund 50 Millionen Jahren mit drei Zehen und geflecktem Fell durch die sumpfigen Urwälder des Eozäns streifte, gerade mal fuchsgroß.
Zähmen durch Genveränderungen
Im Vergleich zwischen den beiden Urpferden, dem Przewalskipferd und den Vertretern fünf moderner Pferderassen – dem Islandpferd, dem norwegischen Fjordpferd, dem Vollblüter, dem Amerikanischen Traber und dem Arabischen Pferd – ermittelten die Wissenschaftler 125 Gene, die für ein großes Spektrum an körperlichen Eigenschaften und Verhaltenszügen verantwortlich sind. Bestimmte Gene für die Muskulatur, das Skelett und das Herz-Kreislauf-System wurden bei der Zuchtauswahl offenbar bevorzugt. So lässt sich auch erklären, wie aus kleinen, gedrungenen Wildpferden die modernen großen und gut bemuskelten Hochleistungssportler wurden. Eine entscheidende Rolle spielten offenbar aber auch solche Gene, die das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten der Pferde betreffen. „Dieser Aspekt ist besonders spannend, da er im Zentrum der Domestikation steht. Wir haben Gene entschlüsselt, die die Lernbereitschaft sowie das Angst- und Fluchtverhalten kontrollieren. Diese Gene dürften bei der Verwandlung von wilden Tieren zu leichter zugänglichen, zahmen Rassen eine zentrale Rolle gespielt haben“, so Orlando. Doch neben allen positiven Ergebnissen kamen die Forscher auch zu dem Schluss, dass die Jahrtausende lange Zuchtauswahl ihren Preis hatte. Domestikation und Inzucht haben zwar zur Entwicklung und dem Erhalt gewünschter Rassemerkmale geführt, aber eben auch dazu, dass sich unerwünschte Genmutationen ausbreiten konnten. In der Fachsprache wird das die „genetische Last“ der Domestikation genannt – ein Phänomen, das bereits bei Hunden, Tomaten und Reis nachgewiesen werden konnte.
Doch nicht nur bei den domestizierten Hauspferderassen, sondern auch bei den Przewalskipferden, die während und nach der letzten Eiszeit in kleinen Haremsgruppen auf den eurasischen Steppen lebten, entdeckten Orlando und sein Team eine vergleichbar hohe Zahl an krankhaften Veränderungen im Erbgut. Ein auf den ersten Blick erstaunliches Ergebnis, das die Forscher mit der jüngeren Geschichte der ursprünglichen Rasse erklärten. Die Przewalskipferde waren Ende der 1950er Jahre nämlich fast ausgestorben, es gab nur noch 13 lebende Exemplare. Nur dank enormer züchterischer Anstrengungen von Tierärzten und Biologen des 1985 gestarteten „Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes“ konnte die Art gerettet werden. Heute gibt es wieder rund 2.000 Przewalskipferde, die zum Teil in Zoos und Tierparks, aber auch wieder in freier Wildbahn leben. „Der hohe Inzuchtfaktor ist vermutlich für die große Zahl der Genmutationen verantwortlich“, sagt Orlando. Ein Problem, das nicht nur die 130 bis 140 Zentimeter großen Wildpferde, sondern auch unsere modernen Reitpferde betrifft. Ein hoher Inzuchtfaktor führt dazu, dass krankhafte Genmutationen schneller entstehen und sich leichter ausbreiten können. Er geht zudem zwangsläufig mit einer geringeren genetischen Vielfalt einher, die aber nötig wäre, um schädliche Genveränderungen züchterisch zu korrigieren. In vielen Rassen sind einige wenige Hengste übermäßig stark vertreten. Ganz extrem ist das zum Beispiel bei den Friesen, die alle auf einen einzigen Hengst, den 1885 geborenen Nemo 51 P, zurückgehen. „Aber auch in anderen Rassen, zum Beispiel im Dressurbereich, gibt es erhebliche Inzuchtprobleme. Bei den Arabischen Pferden haben wir das Glück, dass sie für verschiedene Bereiche, also zum Beispiel Schau, Rennen, Distanz oder Western, gezüchtet werden“, sagt Dr. Nils Ismer, Tierarzt, Araberzüchter und Vorstandsmitglied im Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP). „Das macht die genetische Breite automatisch größer. Trotzdem konzentrieren sich auch die Araberzüchter o auf die erfolgreichsten Hengste. So findet man zum Beispiel in sehr vielen Stammbäumen von Arabischen Pferden aus der Schauszene den 1995 geborenen Gazal Al Shaqab (Anaza El Farid x Kajora) vom Gestüt Al Shaqab in Qatar.“ Ismer empfiehlt Züchtern, den Inzuchtfaktor für geplante Anpaarungen berechnen zu lassen und vermehrt nach Alternativen zu den populärsten Hengstlinien zu suchen. „Die Zuchtverbände sollten vermutlich noch mehr Aufklärungsarbeit leisten. Im Endeffekt können wir aber nicht viel tun, außer an die Vernunft der Züchter zu appellieren.“ Dass die Situation für die Züchter nicht unbedingt einfach ist, weiß auch Ismer. In Zeiten, in denen die Vermarktung von Fohlen sowieso schon schwierig ist, verspricht die Anpaarung mit einem populären Hengst oft größere Verkaufschancen. Und auf die können nur die wenigsten Züchter im Interesse der genetischen Vielfalt verzichten.
Gentests im Kampf gegen Erbkrankheiten
Zumindest auf einem Gebiet haben es Züchter heute etwas einfacher als ihre Vorgänger: Dank der Molekulargenetik ist es seit einigen Jahren in immer mehr Fällen möglich, Träger von Erbkrankheiten, die auf Mutationen im Erbgut beruhen, zu bestimmen. Das ist besonders bei rezessiv vererbbaren Krankheiten interessant. Anders als dominante Erbkrankheiten brechen diese nämlich nur dann aus, wenn beide Elterntiere in ihren Chromosomensätzen betroffen sind. Ist die Ausprägung der Gene nicht gleich (homozygot), sondern unterschiedlich (heterozygot), kann das Pferd gesund, aber trotzdem ein versteckter Träger einer gefährlichen Erbkrankheit sein. Die Tatsache, dass man mit bloßem Auge nicht erkennen kann, ob ein gesundes Tier Träger einer Mutation ist, machte und macht Tierzucht manches Mal zum Glücksspiel. Paart man nämlich zwei Träger miteinander, liegt das Risiko, dass ein Nachkomme beide defekte Gene erbt und folglich auch erkrankt, bei 25 Prozent. Wird nun so ein klinisch gesunder Träger mittels Gentest identifiziert, muss er nicht unbedingt aus der Zucht ausgeschlossen werden, sollte aber nur gesunde, homozygote Partner bekommen. Unter den Nachkommen gibt es dann höchstens Träger, aber keine kranken Tiere. So schränkt man die Anzahl der möglichen Zuchttiere nicht zu drastisch ein, erhält damit die Genvielfalt und verhindert gleichzeitig den Ausbruch der Krankheit. Auf diese Weise lässt sich im Labor zum Beispiel einfach herausfinden, ob Overo-gescheckte Paint Horses, Araberkreuzungen und Pferde anderer betroffener Rassen Träger der Mutation am Endothelin-B-Rezeptor-Gen sind und damit das autosomal rezessiv vererbte Overo-Lethal-White-Syndrome (OLWS) weitergeben können, das bei betroffenen Tieren zu einem qualvollen Tod in den ersten Lebenstagen führt.
Die Regelungen in Bezug auf Gentests sind bei den einzelnen Zuchtverbänden unterschiedlich. Einige schreiben bestimmte Gentests für Zuchtpferde vor, andere sprechen bloße Empfehlungen aus. Sehr engagiert auf diesem Gebiet ist die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA), die seit dem Deckjahr 2015 einen fünffachen Erbkrankheitentest für alle Hengste vorschreibt. Die Sorge des Verbands kommt nicht von ungefähr, denn 2009 veröffentlichten die Universität Kalifornien und die Universität Minnesota, die die Häufigkeit von Genträgern für Erbkrankheiten bei Quarter und Paint Horses untersucht hatten, alarmierende Hochrechnungen. Im Fokus der Studie standen das oben beschriebene OLWS, die unheilbare Stoffwechselerkrankung HYPP (Hyperkalemic Periodic Paralysis Disease), die Hauterkrankung HERDA (Hereditary Equine Regional Dermal Asthenia), die tödliche GBED (Glycogen Branching Enzyme Deficiency) sowie die Glucogen-Speicher-Störung PSSM (Polysaccharide Storage Myopathy), die vermutlich zu degenerativen Muskelerkrankungen mit einer Störung im Kohlenhydrat-Stoffwechsel führen kann. „Schätzungsweise 700.000 der 3,24 Millionen Quarter Horses sind bereits Träger eines der genannten Gendefekte“, so das Ergebnis der Studie.
Auch wenn die Molekulargenetik Pferden, Züchtern und Besitzern mithilfe zahlreicher Gentests viel Leid, Kummer und finanzielle Verluste erspart, hat sie zumindest nach heutigem wissenschaftlichen Stand auch Grenzen. Denn der DNA-Test weist immer nur eine Mutation eines spezifischen Gens nach. „Man muss berücksichtigen, dass es für manche Merkmale mehrere unabhängige Allele gibt“, sagt Professor Tosso Leeb vom Institut für Genetik der Universität Bern. In der Praxis bedeutet das, dass auch ein gesundes, homozygotes Tier eine Erbkrankheit bekommen oder weitervererben kann, wenn es noch ein anderes mutiertes Gen trägt, das für das gleiche Krankheitsbild verantwortlich ist. Zudem wird nicht für jede bekannte Mutation ein Gentest als kommerzielle Dienstleistung angeboten. Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Erbkrankheit oder beim Wunsch nach einem Gentest sollten private Tierbesitzer, Züchter, Tierärzte oder Rasseclubs eine in Veterinärgenetik kompetente Forschungsgruppe kontaktieren. „Davon gibt es meiner Einschätzung nach etwa zehn in Europa und rund 25 weltweit. Die Genetiker kennen sich und arbeiten im Wesentlichen auch gut zusammen, in Fällen, in denen die Diagnose der Phänotypen sehr schwierig ist, werden auch klinische Spezialisten hinzugezogen“, sagt Leeb. Die Entwicklung eines Gentests dauert abhängig vom Einzelfall zwischen drei Monaten und einem Jahr, manchmal ist sie aber auch unmöglich. Der Forscher empfiehlt Rasseverbänden, eine gute Datenbank über die Phänotypen in ihrer Population anzulegen und vorsorglich EDTA-Blutproben von möglichst vielen Tieren zu archivieren, damit bei Bedarf ausreichend Probenmaterial von betroffenen und nicht betroffenen Pferden zur Verfügung steht. „Das ist ein guter Tipp aus der Wissenschaft, der so noch nicht umgesetzt wird, über den wir aber sicher nachdenken sollten“, sagt Ismer.[ihc-hide-content ihc_mb_type=“show“ ihc_mb_who=“4,3″ ihc_mb_template=“3″ ]
Die genetische Diversität ist nicht nur im Kampf gegen krankhafte Genmutationen wichtig, sondern auch, um Zuchtziele bei Bedarf anpassen und verändern zu können. Das zeigte vor Kurzem auch eine Studie eines internationalen Forscherteams unter der Leitung von PD Dr. Arne Ludwig vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Wissenschaftler hatten anhand von 96 Knochen- und Zahnproben aus der Zeit des späten Pleistozäns (ca. 10.000 Jahre v. Chr.) bis zum Mittelalter das stark schwankende Vorkommen der Tigerscheckung rekonstruiert. Während es in der frühen Bronzezeit (2700 bis 2200 v. Chr.) noch zahlreiche Tigerschecken unter den Hauspferden gab, waren Pferde mit schwarzen Flecken auf weißem Grund Ende des Zeitalters fast verschwunden. Das erklären die Wissenschaftler unter anderem damit, dass reinerbige Pferde mit diesem Merkmal nicht nur komplett weiß, sondern auch nachtblind sind. Eine Eigenschaft, die den Pferden in freier Wildbahn das Überleben fast unmöglich macht und die die Tiere so nervös und ängstlich werden lässt, dass sie als Reitpferd nur eingeschränkt genutzt werden können.
Doch 1.000 bis 1.500 Jahre später faszinierte die hübsche Fellfärbung einige Pferdezüchter offenbar so sehr, dass sie durch die Einkreuzung der damals noch vorhandenen Wildpferde wieder zurück in den Genpool der Hauspferde gebracht wurde. Die Praxis, die domestizierten Herden durch Einkreuzungen von Wildpferden, vor allem Stuten, zu erweitern, war laut dem Ergebnis einer Studie an der Universität Cambridge, wo Vera Warmuth und ein Team 2012 zu dieser Frage DNA-Proben von 322 Pferden aus acht Ländern untersucht hatten, lange weitverbreitet. Im Mittelalter und im Barock erlebten die Tigerschecken unter anderem als Statussymbol der Adligen und Symbol für die Keuschheit einen echten Boom, bevor die Nachfrage wieder nachließ. Heute ist das „leopard spotting“-Gen in zahlreichen Rassen, zum Beispiel bei Norikern, Knabstruppern und Appaloosas, vertreten, gerade bei Freizeitreitern ist das Scheckungsmuster beliebt. „Das Verhalten der Züchter und ihre Präferenzen wechselten damals, genauso wie Vorlieben heutzutage auch Änderungen unterliegen“, so Ludwig. „Heute haben wir jedoch in der Zucht oftmals das Problem, dass wir auf keine entsprechenden Wildtierarten mehr zurückgreifen können, da sie schlichtweg ausgerottet bzw. die Wildtypen herausgezüchtet wurden. Für den Genpool der heutigen Haustierrassen ist das auf lange Sicht negativ zu beurteilen, da die fehlende genetische Diversität die Möglichkeiten der Zucht zukünftig stark einschränken wird“, so Ludwig.
Vor diesem Hintergrund könnten die Bemühungen vieler Vereine und des „Nationalen Fachprogrammes zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen“, wenn schon nicht die wilden Vorfahren unserer Pferde, dann doch wenigstens die alten Hauspferderassen zu erhalten, in Zukunft wichtig für die gesamte Pferdezucht werden. Alte Pferderassen zeichnen sich ebenso wie andere alte Nutztierrassen wie Schweine und Rinder dadurch aus, dass sie optimal an die regionalen Bedingungen wie Klima und Bodenverhältnisse angepasst sind. Zudem überzeugen sie oftmals mit einer robusten Gesundheit, einem ausgeglichenen Charakter und vielseitiger Einsetzbarkeit im Freizeitreiten und Fahren, in der Reittherapie, in der Landschaftspflege und in der Biolandwirtschaft. Zu diesen gefährdeten Rassen in Deutschland gehören unter anderem das Schleswiger Kaltblut, das Dülmener Pony, der Leustettener, der Pfalz-Ardenner, das Rheinisch-Deutsche Kaltblut, der Rottaler, das Schwarzwälder Kaltblut, das Schwere Warmblut (einschließlich Alt-Württemberger, Ostfriesisch-Altoldenburgisches Schweres Warmblut, Sächsisch-Thüringisches Schweres Warmblut), der Senner sowie das Süddeutsche Kaltblut. „Das nationale Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen wurde im Jahr 2003 von Bund und Ländern beschlossen“, erklärt Barbara Moitz, Pressesprecherin bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). „Es beschreibt eine langfristige Strategie mit Maßnahmenpaketen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen. Ziel ist, die Vielfalt an Rassen mit ihren spezifischen Eigenschaften als Ressource für die Tierzucht und als Kulturgut zu erhalten.“ Hierfür und zur Vermeidung von Inzucht und den damit verbundenen Problemen strebt das Fachprogramm ausreichend große Bestände für jede einheimische Rasse an. „Aber auch innerhalb der Bestände sollte eine ausreichend große genetische Vielfalt vorhanden sein“, so Moitz. Das BLE erfasst jährlich die Anzahl weiblicher und männlicher Herdbuchtiere der in Deutschland gezüchteten Pferderassen, schätzt auf dieser Grundlage die jeweiligen Populationsgrößen und lässt die Rasse vom Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen in bestimmte Gefährdungskategorien einordnen. „Um die Zucht und Erhaltung der gefährdeten einheimischen Pferderassen in ihrer ursprünglichen Umgebung und Nutzung zu unterstützen, gewähren viele Bundesländer eine Förderung, zumeist in Form von Haltungsprämien für Herdbuchtiere“, sagt Moitz. „Darüber hinaus unterstützt die BLE durch Projektförderung Maßnahmen, die Wege zum Abbau bestehender Defizite und Probleme bei der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Agrobiodiversität beispielhaft aufzeigen und innovative Konzepte mit Vorbildcharakter entwickeln und umsetzen.“ Außerdem plant das BLE die Gründung einer Deutschen Genbank für Nutztiere zur Kryokonservierung, das heißt für die Aufbewahrung von Zellen und Gewebe durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff. Im Moment werden bereits Kryoreserven vom Schleswiger Kaltblut und vom Schweren Warmblut im Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts in Mariensee gelagert. Die Maßnahmen, besonders die Unterstützung durch Haltungsprämien, zeigen bereits Erfolg: „Der Bestand des Schwarzwälder Kaltblutes konnte sich so stabilisieren, dass wir die Rasse in eine geringere Gefährdungskategorie unter Beobachtungspopulation einordnen konnten. Auch die Bestände des Süddeutschen Kaltblutes haben sich erhöht.“
Zum Weiterlesen Die komplette Studie von Ludovic Orlando und seinem Team kann für 10 US-Dollar im PDF-Format (auf Englisch) unter http://www.pnas.org/content/111/52/E5661 erworben werden. In Zukunft plant der Forscher weitere Untersuchungen rund um die Domestikation des Pferdes. „Wir sequenzieren im Moment das Erbmaterial von Pferden, die in verschiedenen Epochen, zum Beispiel bei den Römern oder den Skythen gelebt haben. Wir hoffen auf diese Weise zu sehen, wie und wann genau es zu den wichtigsten Veränderungen im Erbgut kam“, so Orlando.
Zu Jahresbeginn hat der Hannoveraner Förderverein drei Pferde ausgezeichnet. Dissertation, Quater Back Junior und Valentine werden in Zukunft mit dem Namenszusatz FRH im Spitzensport antreten.
Eines der besten deutschen Nachwuchspaare im Viereck sind Dissertation FRH v. Don Crusador/Glückspilz (Z.: Hans-Heinrich Schmidt, Hänigsen) und Semmieke Rothenberger. Die beiden reihen Titel an Titel. Bei ihrem ersten Championatseinsatz 2016 wurden sie auf Anhieb Mannschaftseuropameister der Junioren und sicherten sich in Einzel- und Kürwertung die Silbermedaille. Ein Jahr später wurden sie Deutsche Meister bei den Jungen Reitern. 2019 triumphierte das Paar bei der Europameisterschaft und holte sich alle drei Titel. Schon als junges Pferd hat Dissertation FRH die Blicke auf sich gezogen. Sie war Klassensiegerin der Stutenschau in Adelheidsdorf und wurde mit der Anwartschaft auf die Staatsprämie ausgezeichnet. Bevor sie 2015 in den Stall Rothenberger nach Bad Homburg kam, hatte sich die bildschöne Rappstute bereits mit Lena Waldmann für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals qualifiziert.
In Richtung Olympische Spiele marschiert Quater Back Junior FRH v. Quaterback/Bonheur (Z.: Gerd Janssen, Neuschoo). Seine Erfolgsstory begann auf der Verdener Fohlenauktion 2009, auf der der Fuchs spanische Käufer fand. Nachdem er erste Siege in internationalen Dressurpferdeprüfungen gefeiert hatte, kam Quater Back Junior FRH sechsjährig in den Stall von Klaus Balkenhol. In Rosendahl entdeckte ihn Nicolas Wagner, der dort gerade seine Ausbildung absolvierte, und eine Bilderbuchkarriere begann. Nach Platz zehn bei der Weltmeisterschaft der siebenjährigen Dressurpferde entschied er noch im selben Jahr seinen ersten St. Georg für sich. Sensationell gewann Quater Back Junior FRH 2018 gleich bei seinem ersten Auftritt in der Königsklasse im Viereck Grand Prix und Special. Im vergangenen Jahr vertrat er Luxemburg bei den Europameisterschaften. Zu Jahresbeginn qualifizierten sich Quater Back Junior FRH und Nicolas Wagner für die Olympischen Spiele.
2019 feierten Valentine FRH und Nadine Marzahl ihre Championatspremiere. Die Valentino/Varus-Tochter (Z.: Martina Paulus, Tespe) und ihre Reiterin traten als Einzelreiter bei den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Luhmühlen an. Der Weg der Fuchsstute verlief lehrbuchmäßig. 2012 wurde Valentine FRH Vizebundeschampionesse, ein Jahr später galoppierte die Modellathletin in Warendorf auf Rang vier. 2015 feierte sie in Strzegom/POL ihren ersten internationalen Zwei-Sterne-Sieg. Mit dem Sieg im CCI4*-S Baborowko/POL löste Valentine FRH das Ticket zur Europameisterschaft.
Die Auszeichnungen von Dissertation FRH, Quater Back Junior FRH und Valentine FRH waren bei entsprechenden Events vor großem Publikum geplant. Aus aktuellem Anlass können sie zur Zeit nicht stattfinden. 1985 gegründet, ist das wichtigste Ziel des „Vereins zur Förderung des Reitsports auf hannoverschen Pferden“ die Auszeichnung und Unterstützung von hochtalentierten Hannoveranern und ihren Reitern, vereint mit Züchtern, Besitzern und Sponsoren.