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Foto: Es gibt unterschiedliche Gründe, den natürlichen Sexualzyklus von Stuten zu manipulieren. © HiM/Slavik

Zyklusmanipulation bei Stuten (Teil 1)

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Die Reproduktionstechnologien, die dem Tierarzt heute zur Verfügung stehen, eröffnen dem Züchter Möglichkeiten, die noch bis vor kurzem unvorstellbar waren. Alle haben dasselbe Ziel: Die Trächtigkeit der Stute. Hierbei kann der Natur auf die Sprünge geholfen werden: Angefangen bei der Besamung bis hin zur Zyklusmanipulation. Dabei verwendet der Tierarzt häufig Fachbegriffe, die selbst versierten Zuchtexperten nicht immer auf Anhieb verständlich sind. Auch die ultrasonographische Trächtigkeitsuntersuchung kann viele Fragen aufwerfen. Der Artikel gibt Antwort.

Die Jahreszeiten bestimmen den natürlichen Fortpflanzungszeitraum der Stute. Insbesondere im Frühjahr und Sommer ist ihre Fortpflanzungsaktivität mit ovulatorischen Sexualzyklen am höchsten. Die Wintermonate lösen die sexuell aktive Phase mit einer reduzierten Ovaraktivität ab. Im Frühjahr und Herbst befindet sich die Stute in einer Übergangsphase, das heißt die Perioden treten zyklisch unregelmäßig auf. Mit der ersten Ovulation (Eisprung) im Frühjahr beginnt die natürliche Zuchtsaison. Bei frei lebenden Stuten nichtdomestizierter Pferderassen tickt die biologische Uhr in der Regel von März bis September. Die Natur hat diesen Zeitraum nicht ohne Grund gewählt, da die Geburt im Frühjahr oder Sommer für das Fohlen günstige Umweltbedingungen bietet und damit das Überleben des Jungtieres wahrscheinlicher ist als in der kalten Jahreszeit. Stuten eingestallter Pferderassen, die über Generationen züchterisch selektiert wurden, sind nicht in demselben Maße von den Launen der Natur betroffen. Ihr Sexualzyklus ist manipulierbar. Dieses Wissen nutzen viele Züchter. Somit ist es nicht mehr erforderlich, die Zuchtsaison von Mitte Februar bis Juli einzugrenzen. Der Fortpflanzungszeitraum ist nur noch bedingt von den Jahreszeiten abhängig. So zeigen bei domestizierten Pferderassen wie den Warmblütern nur circa 30 Prozent der Stuten eine ausgeprägte Ruhe der Eierstocksaktivität im Winter (Winteranöstrus). Viele Stuten haben das ganze Jahr hindurch fruchtbare Zyklen und können daher ein Fohlen zur Welt bringen. Die Länge des Tageslichts steuert das Einsetzen fruchtbarer Zyklen bei Stuten mit Winteranöstrus. Gut im Futter stehende Stuten ovulieren häufig früher im Jahr, was, wie bei anderen Tierarten nachgewiesen, eventuell mit dem Fettgewebshormon Leptin zusammenhängt.

Gründe für die Manipulation des Sexualzyklus

Auch mit der Durchführung einer Zyklusmanipulation, können gesunde Fohlen entstehen. © Carola Schubbel/Fotolia.com

Es gibt unterschiedliche Gründe, den natürlichen Sexualzyklus von Stuten zu manipulieren. Zunächst ist es wichtig, zwischen der Zyklusmanipulation während und außerhalb der Zuchtsaison zu unterscheiden. Letztere ist in der Zucht erwünscht, sofern die Stute möglichst früh im Jahr trächtig werden soll. So hat der Züchter mehr Zeit das potenzielle „Turnierpferd“ auf die Prüfung oder das Hengstfohlen auf die Körung vorzubereiten. Hierbei ist jeder einzelne Monat wertvoll, da der Ausbildungsbeginn eines im Frühjahr geborenen Fohlens früher liegt als der eines natürlich geborenen. Fohlen haben insbesondere dann bessere Chancen auf Fohlenschauen. Diese Entscheidungen gehören zum Zuchtmanagement und sind von materieller Natur geprägt. Der psychischen Fohlenentwicklung muss dies nicht zuträglich sein. Denn ein Fohlen sollte, wie es eigentlich der natürliche Fortpflanzungszyklus vorgibt, im Frühling auf einer saftigen Graskoppel aufwachsen und mit gleichaltrigen Partnern toben, anstatt die meiste Zeit der trüben Wintermonate in einer Box oder auf einem Matschpaddock zu verbringen. Eine frühzeitige und ausreichende Bewegung des Fohlens sorgt zudem für eine gute Entwicklung des Bewegungsapparates und beugt Gelenkchips vor. Während der Zuchtsaison kann die Manipulation des Sexualzyklus hilfreich sein, um die Ovulation einer Stute auf einen bestimmen Zeitpunkt zu legen. Dies ist z. B. sinnvoll, um einen Zeitraum abzupassen, in dem Hengst oder Samen verfügbar sind oder um einer Besamung am Wochenende vorzubeugen. Auch in diesem Fall wäre das Eingreifen in den Sexualzyklus eine Managemententscheidung. Andererseits kann eine Zyklusmanipulation sinnvoll sein, um einen unregelmäßigen, gestörten Sexualzyklus zu beheben: Eine Störung äußert sich beispielweise in einer verzögerten Ovulation oder einem sich nicht zurückbildenden Gelbkörper (= persistierender Gelbkörper), der den Zyklus der Stute blockiert. Die Zyklusmanipulation beeinflusst in solchen Fällen die Fortpflanzungsfunktionen positiv, so dass diese sich normalisieren, was die Aussicht auf eine Trächtigkeit erhöht.

OVULATION BZW. EISPRUNG

Der Zyklus einer Stute dauert durchschnittlich 21 Tage. In dieser Zeit reifen im Eierstock der Stute jeweils ein bis zwei Follikel heran bis sie die für den Eisprung und die Befruchtung richtige Größe erreicht haben. Ist die Eizelle reif, platzt der Follikel: Die Eizelle wird in die Eileiter geschwemmt. Dies bezeichnet den Eisprung (Ovulation).

Richtiger Zeitpunkt der Zyklusmanipulation

Die Grafik stellt die medizinischen Möglichkeiten der Zyklusmanipulation dar. © Christine Aurich

Es ist schwierig, den optimalen Zeitpunkt für eine erfolgversprechende Zyklusmanipulation zu bestimmen. Gründe sind die lange und variable Rossedauer der Stute und die Follikelwelle, die pro Zyklus nur einzeln angebildet werden kann. Daher ist es wichtig, die Stute zunächst gynäkologisch untersuchen zu lassen, um den Status quo einzufangen. Prof. Dr. Christine Aurich von der Veterinärmedizinischen Universität Wien gibt folgenden Hinweis: „Bei Nutzung der Besamung kann und sollte man auf eine Zyklusmanipulation nicht verzichten. Allerdings gehört einige Erfahrung und solides Wissen dazu, um zu entscheiden, ob sie notwendig ist und wann sie erfolgen sollte. Eine rein schematische Nutzung der zur Verwendung stehenden Hormone ist sinnlos und schadet mehr als sie nützt.“

 

 

Rosse- und Ovulationssynchronisation

Aus Sicht eines Züchters kann es überaus sinnvoll und effektiv sein, den Zyklus einer größeren Stutengruppe einander anzupassen, bzw. zu synchronisieren. Gerade im Fall einer künstlichen Besamung kommt es häufig vor, dass der auserwählte Hengst nur zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar ist oder auch die Samenlieferung in einem bestimmten Zeitraum erfolgen muss. Doch nicht nur bei dieser Form der Belegung kann eine Zyklussynchronisation eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere beim Embryotransfer muss die Empfängerstute möglichst zyklussynchron sein. So stehen die Chancen für eine erfolgreiche Trächtigkeit besonders gut. Nach Aurich ist „neben zahlreichen anderen Faktoren ein möglichst synchroner Ovaluationszeitpunkt von Spender- und Empfängerstute eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Embryotransfer.“ Da die Rosse der Stute relativ lange und variabel ist, lässt sie sich nur bedingt synchronisieren, so dass es vorteilhaft sein kann, mehrere potenzielle Empfängerstuten zur Verfügung zu haben. Der Züchter sollte dann aus diesen diejenige auswählen, deren Eisprung am besten passt. Damit die Zyklussynchronisation erfolgreich verläuft, müssen die Eisprünge der Stute möglichst regelmäßig auftreten. Die für die Synchronisation ausgewählten Stuten müssen zunächst gleichzeitig in die Rosse kommen. Diese lässt sich bei ihrem Beginn mit Hilfe von Gestagenen verschieben oder durch Injektionen eines bestimmten Hormons (PGF2α) induzieren.

Den Zyklus mit Gestagenen synchronisieren

Es stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl, um den Zyklus einer Stutengruppe aufeinander abzustimmen: Dazu zählen beispielsweise Gestagene, die einmal so lange gegeben werden können, bis der Gelbkörper, der vor der Behandlung vorhanden war, sich wieder abgebaut hat. Diesen Vorgang des Gelbkörperabbaus bezeichnet man auch als Luteolyse. Nach Behandlungsende ist nun kein endogen gebildetes Progesteron mehr vorhanden. Die Behandlung mit Gestagen dauert 15 Tage. Die Rosse setzt in der Regel am 18. Tag ein. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Gestagenbehandlung auf einen Zeitraum von acht Tagen zu verkürzen und am Ende den Gelbkörperabbau durch Injektion des Medikamentes PGF2α zu induzieren. Dies ist auch bei einer längeren Gestagengabe empfehlenswert, da es bei Stuten gelegentlich trotz Gestagenbehandlung zu Ovulationen und damit zur Entstehung neuer Gelbkörper kommt. Um sicher zu gehen, dass sich der Gelbkörper auflöst, ist es sinnvoll, das Hormon PGF2α zwei Tage nacheinander, also am Tag neun und zehn, zu spritzen. Die Stute kann die Gestagene auf drei unterschiedliche Arten aufnehmen: oral, per Injektion oder mit einer Vaginalspange bzw. -spirale. In den meisten Fällen greifen die Tierärzte zu dem Hormon „Altrenogest“ (Präparat Regumate equine), welches sie dem Tier bei einer Dosis von 0,044 mg /kg täglich acht Tage lang oral, also direkt in das Maul, geben. Alternativen sind eine Progesteron-Injektion bei einer Dosis von 150 mg/Tier und Tag oder eine Vaginalspange über acht Tage. Falls Altrenogest oder Progesteron gegeben werden, sollte die Rosse drei bis sechs Tage nach der Behandlung einsetzen. Bei den Stuten, die Vaginalspangen tragen, erfolgt die Rosse oft früher, als bei Stuten, die oral oder per Injektion behandelt wurden.

 

 

 

© Dieser Auszug basiert auf einem Beitrag von Nadia Wattad, der im Sammelwerk „Ausgewählte Hengste Deutschlands 2012/13“ erschienen ist.

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