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Frankfurt: Familienbande im Großen Preis – „Cornet“ lässt grüßen

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Der zweite Preis im Großen Preis von Hessen war für den Starnberger Max Kühner ein Erfolg in zweifacher Hinsicht: Gesattelt hatte er den von ihm selbst gezogenen, bayerisch gebrannten Cornet Kalua.

Erfolge mit Mutter und Sohn

Wenn das kein Triumph ist! Als Züchter, Besitzer und Reiter steht Max Kühner auf der Ergebnisliste dieses Großen Preises, dem sportlichen Höhepunkt für die Springreiter beim Internationalen Festhallenturnier. Und das ganz weit vorne: auf Platz zwei. Kühner, der international für Österreich startet, zählt zu den bekannten Größen auf den internationalen Turnierplätzen, aber auch Cornet Balua ist kein Unbekannter: Der 13-Jährige von Cornet Obolensky hatte schon vor seinen Runden in Frankfurt insgesamt sieben Siege in S*- und S2*-Springen auf dem Konto, dazu kommen 46 Platzierungen in der schweren Klasse bis Drei-Sterne-Niveau.

Schon mit Cornet Kaluas Mutter, der Westfalenstute Piroschka von Platin/Frühlingswind, war Kühner im Sport erfolgreich: Seine ersten Erfolge in ihrem Sattel – damals noch in Klasse L – feierte Kühner 1992 als Junior. Die Stute begleitete ihn durch seine Zeit als Junger Reiter und bis 1996 – Max Kühner war damals zarte 22 Jahre alt und somit eben dem Jungen-Reiter-Alter entwachsen – sammelte er mit ihr Erfolge bis Klasse S. Piroschka brachte es auf eine Lebensgewinnsumme von knapp 15.000 Euro und gab ihr Talent ganz offensichtlich weiter: Vier Nachkommen wurden als Turnierpferde registriert, drei davon feierten S-Erfolge. Darunter auch ihre Tochter, die Fuchsstute Lady Acantus (von Acantus), mit der Kühner ebenfalls in S-Parcours erfolgreich war.

 

Starvererber Cornet Obolensky

Im Sport leistungsgeprüft ist also auch die Mutter von Cornet Kalua, vom Vater ganz zu schweigen: Cornet Obolensky, der 1999 geborene, in Belgien gezogene Schimmelhengst, ist ein Sohn des Holsteiners Clinton (von Corrado I-Masetto-Landgraf I) aus einer Heartbreaker-Stute. Schon der Vater Clinton wear ein Topsportler: Er gehörte unter dem Belgier Dirk Demeersmann zu den weltweit erfolgreichsten Springhengsten, auch der Muttervater Heartbreaker ging international. Anpaarungen als ganz nach dem Motto „Leistung x Leistung = Leistung.“

Unter Marco Kutscher sammelte auch Cornet Obolensky in den Parcours rund um den Globus Schleifen, seine Lebensgewinnsumme liegt bei knapp 800.000 Euro. 2011 in Madrid wurde Marco Kutscher mit dem Schimmel Mannschafts-Europameister, 2012 gewann er mit ihm das Weltcup-Springen in Zürich ebenso wie die Großen Preise von Rom und Rotterdam. Auf Cornet Obolenskys Erfolgsliste stehen außerdem eine ganze Reihe Nationenpreis-Siege sowie Siege in Großen Preisen.

Auch seine Leistung als Vererber ist enorm: Mehr als 770 seiner Nachkommen wurden in Deutschland als Turnierpferde registriert, davon feierten 300 Erfolge in Klasse S. Die Lebensgewinnsumme seiner Nachkommen liegt aktuell bei rund acht Millionen Euro. Auch in der Zucht hinterließ Cornet Obolensky eindrucksvolle Spuren: Mehr als 100 seiner Söhne wurden gekört und anerkannt, 360 seiner Töchter als Zuchtstuten eingesetzt, davon wurden rund zehn Prozent mit einer Staatsprämie ausgezeichnet.

Im Großen Preis von Hessen in Frankfurt, bei dem sich 50 Paare in die Starterliste eingetragen hatten, war Cornets Kalua das erfolgreichste Kind des Cornet Obolensky, allerdings nicht das einzige. Auch Corny, der aus einer Pilot-Stute gezogene, neunjährige Westfale, fand sich unter den Platzierten. Unter Tobias Meyer belegte er Platz sechs.

Horse-Gate/ Dr. Michaela Weber-Herrmann

Foto: Einfach ein spitzen Team: Züchter, Besitzer und zugleich Reiter Max Kühner und Cornet Kalua.

Video: Starvererber Cornet Obolensky

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