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Bella Rose: Die schöne Tänzerin

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Isabell Werth nennt sie ihr „Traumpferd“. Nach langer Verletzungspause steht die Westfalenstute von Belissimo M-Cacir AA wieder im Fokus – und überzeugt auf ganzer Linie.

Vor vier Jahren begeisterte die Stute aus der Zucht von Heinrich und Wilhelm Strunk, Bochum, und im Besitz von Werths Mäzenin Madeleine Winter-Schulze die internationale Dressurszene zuletzt. Bei den Weltreiterspielen in Caen in der Normandie hatte sie großen Anteil an der Goldmedaille der deutschen Mannschaft. Verletzungsbedingt verschwand sie allerdings dann von der großen Dressurbühne. So mancher unkte, ihre Karriere sei zu Ende. Und irrte. Denn nach sorgfältigem, schonendem Aufbau war sie in dieser Saison wieder da: Im Juni beim CDI Schindlhof in Österreich gelang ihr mit zwei Siegen ein fulminantes Comeback. Auch in der CDI4*-Tour in Aachen gab’s zwei goldfarbene Schleifen, ebenso im August in Cappeln.

Bella Rose, von der die Deutsche Reiterliche Vereinigung übrigens eine neunjährige Tochter (von Flatley; Züchterin: Isabell Werth; Besitzerin: Madeleine Winter-Schulze) mit Namen For You als Turnierpferd gelistet hat, ist eine Tochter des Rheinländers Belissimo M. Dieser Hengst gehört längst zur ersten Garde der deutschen Dressurvererber. Mehr als 1.200 seiner Nachkommen wurden als Turnierpferde eingetragen, mehr als 60 seiner Söhne gekört. Zu den erfolgreichen Kindern des HLP-Siegers, Bundeschampions und unter der Australierin Hayley Beresfor selbst international erfolgreichen Belissimo M gehören Leistungsprüfungssieger, mehr als 100 Staatsprämienstuten und eine ganze Reihe Bundeschampions.

Das Pedigree verspricht Leistung. Bella Rose hält das Versprechen im Viereck.
Foto: Stefan Lafrentz

Der Erfolg ist das Ergebnis konsequenter Leistungszucht, in der ein weiterer Stempelhengst der jüngeren Zuchtgeschichte, Bolero, eine Rolle spielt. Der 1975 geborene Hengst war ein Sohn des Vollblüters Black Sky xx, seine Mutter eine Halbblutstute, 1979 begann er seine Hengstkarriere als niedersächsischer Landbeschäler in Celle. Er hinterließ allein 55 im großen Viereck erfolgreiche Kinder und mehr als 30 gekörte Söhne, stellte Siegerfamilien und Bundeschampionessen. Die sportlich erfolgreichste Tochter des Bolero war Beauvalais, mit der Beatriz Ferrer-Salat 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Team-Silber und Einzel-Bronze gewann. Zu seinen bedeutendsten Söhnen gehörte Brentano I, der wie sein Vater Landbeschäler wurde und wiederum zwei Bundeschampions stellte. Auch Sven Rothenbergers EM-Pferd Barclay hatte ihn zum Vater, ebenso Debby McDonalds Olympiapferd Brentina. Ein weiterer, selbst im Dressurviereck bis Klasse S erfolgreicher Bolero-Sohn war der aus einer erfolgreichen Hannoveraner Stutenlinie stammende Beltain, der Vater des Belissimo M. Beltains Mutter ist Vollschwester der Celler Landbeschäler Garibaldi I und II und Großmutter der Vollbrüder Wolkenstein I und II sowie des Grand Prix-Pferdes Little Big Man.

Romadour II, der Muttervater des Belissimo M, brachte mit Nicole Uphoffs Rembrandt eines der erfolgreichsten Dressurpferde seiner Zeit, über seinen Sohn Rosenkavalier und dessen Sohn Rubinstein gilt er als Begründer der für die Dressurpferdezucht so bedeutenden R-Linie. Schließlich sorgt der Vollblüter Lucius, dritter Vater des Belissimo M, den für moderne Sportpferde wichtigen Blutanschluss.

Dieser findet sich bei Bella Rose auch auf der Mutterseite. Ihre Mutter Cedra II ist eine Tochter des Angloarabers Cacir, von dem knapp 250 Nachkommen in Deutschland als Sportpferde eingetragen, mehr als 100 Töchter als Zuchtstuten registriert und fünf Söhne gekört wurden. Der Hengst, der im Landgestüt Warendorf wirkte, ist ein Enkel des Araberhengstes Djerba Oua, der zu seiner Zeit als erstklassiger Sportpferdemacher in Südfrankreich beliebt war. Auch der 1935 geborene Vollbluthengst Nearco, der im Pedigree vieler international erfolgreicher Sportpferde vertreten ist, findet sich auf der Vaterseite in Cacirs Abstammung. Leistung pur also auf Vater- und Mutterseite. Und das Ergebnis? Ein Pferd wie Bella Rose!

Autorin: Michaela Weber-Herrmann                           *                                 Foto: Stefan Lafrentz

Bildnachweis: Stefan Lafrentz

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