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WEG Tryon: Gold für deutsches Dressurteam

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Freudentränen liefen Isabell Werth schon bei der abschließenden Grußaufstellung übers Gesicht – nach ihrer bilderbuchreifen Runde mit Bella Rose war klar, dass dem deutschen Team Gold nicht mehr zu nehmen ist. Wenige Reiter später stand es fest: Die deutschen Dressurreiter gewinnen Mannschaftsgold vor den USA und Großbritannien. Somit verteidigen sie ihren Titel von 2014.
Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB (76,677 Prozent) und Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. (75,062 Prozent) hatten am Mittwoch in der ersten Hälfte des Grand Prix gut vorgelegt. Sönke Rothenberger und Isabell Werth konnten heute den Traum von der Titelverteidigung im Teamwettbewerb wahr machen. Rothenberger und Cosmo bauten zunächst mit 81,444 Prozent die deutsche Führung aus, Isabell Werth und Bella Rose machte mit 84,829 Prozent dann die Sache klar.

Das erste deutsche Paar

Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) und ihre Trakehner-Stute Dalera starteten am Mittwoch als erstes deutsches Paar. Mit 76,677 Prozent und Platz neun war die Bayerin sehr zufrieden. „Dalera ist super gegangen. Sie war mega konzentriert“, sagte die Reiterin direkt nach ihrem Ritt. Den Fehler bei der ersten Piaffe schrieb sie sich selbst zu. Mit fehlerfreien Piaffen Nummer zwei und drei wollte sie zeigen, „wie gut Dalera piaffieren kann. Das war mit persönlich sehr wichtig.“ Für die elfjährige Stute sind die Weltreiterspiele das erste große Championat. „Ich war geflasht, wie unbeeindruckt sie von der Kulisse war. Das hat sie überhaupt nicht interessiert. Es ist auch ihr erstes Grand Prix-Jahr und sie tut so, als hätte sie das schon zehn Jahre gemacht.“ Dann folgten Dorothee Schneider und ihr DSP-Wallach Sammy Davis jr., die mit 75,062 Prozent am Ende auf Platz 13 landeten.

Bundestrainerin Monica Theodorescu lobte die beiden Reiterinnen: „Jessi hat eine sehr gute Runde gezeigt. Es gab ein paar Unstimmigkeiten in der ersten Piaffe, aber das war ihr bester Grand Prix soweit. Vor allem in der Galopptour waren beide super sicher. Das war eine tolle Runde und das war auch der Plan. Frisch, frei vorneweg, das fand ich richtig gut. Auch Dorothee hat wieder super geritten. Mit dem Fehler in der ersten Piaffe ging leider die Note gleich runter. Aber insgesamt hat sie stark geritten. Eine tolle Galopptour und die weiteren Piaffen waren auch sehr gut. Dann das letzte Traben, die Mittellinie – vom Feinsten.“ Bereits nach den ersten beiden Ritten lag das deutsche Team in Führung.

Traumhaft abgeliefert

Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und sein niederländischer Wallach Cosmo legten dann am Donnerstag eine Traumrunde hin. Mit 81,444 Prozent setzten sie sich nicht nur deutlich an die Spitze des Starterfeldes, sondern bauten auch die deutsche Führung aus. Die Richter vergaben mehrfach die Höchstnote 10 für herausragende fliegende Wechsel und eine Passage in Perfektion – elastisch, dynamisch und durch den Körper schwingend. Für den Sitz des Reiters gab es die 9,1. Einziger kleiner Patzer war das Rückwärtsrichten, Cosmo hatte einmal die Viereckbegrenzung berührt. „Ich fühle mich sensationell und bin wahnsinnig stolz auf mein Pferd“, schwärmte Rothenberger. „Unglaublich, was Cosmo bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit und Hitze hier abgerufen hat. Das Rückwärtsrichten ging auf meine Kappe, da hatte ich einfach zu wenig das Bein dran.“ Am Ende wurde es für ihn Platz drei, die US-Amerikanerin Laura Graves und Isabell Werth waren noch etwas besser.

Das „Unternehmen Titelverteidigung“ ist geglückt (v. l.): Isabell Werth, Dorothee Schneider, Sönke Rothenberger und Jessica von Bredow-Werndl.
Foto: Stefan Lafrentz

Für Isabell Werth (Rheinberg) wurde ein Traum wahr. Mit Bella Rose legte sie eine bilderbuchreife Runde hin – 84,829 Prozent. Höhepunkte waren vor allem die Piaffen, für die die Richter mehrmals die 10 zückten. Auch glänzte die westfälische Stute durch ihre Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, stets in einer stabilen Anlehnung. Das ist nicht nur das beste Ergebnis des gesamten Starterfeldes, sondern auch die Goldmedaille für das Team. „Das war sehr bewegend, eine Sternstunde, ich hab es sehr genossen. Bella Rose war super fokussiert, sie wollte nichts falsch machen. Das heute war die richtige Antwort auf die Frage ‚Warum Bella Rose und kein anderes Pferd?‘“, erklärte Isabell Werth. Und auch Bundestrainerin Monica Theodorescu war begeistert: „Das war zum Genießen. Dieses Team und diese Aufstellung, es hat einfach alles funktioniert. Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht.“ Deutschland gewinnt Gold mit 242,950 Punkten vor den USA (233,229 Punkten) und Großbritannien (229,628 Punkte).

Am Freitag geht es im Grand Prix Special um die erste von zwei Einzelmedaillen. Startberechtigt sind die besten 30 Paare aus dem Grand Prix. Der Grand Prix Special beginnt um 16.30 Uhr (MEZ) und kann wieder im FN-Liveticker ab 15 Uhr verfolgt werden.

Mannschaftsergebnisse:

Gold: Deutschland; 242,950 Punkte
Silber: USA; 233,136 Punkte
Bronze: Großbritannien; 229,628 Punkte
4. Schweden; 229,456 Punkte
5. Niederlande; 223,664 Punkte
6. Spanien; 220,186 Punkte

Einzelergebnisse:

1. Isabell Werth und Bella Rose (GER): 84,829 Prozent
2. Laura Graves und Verdades (USA): 81,537 Prozent
3. Sönke Rothenberger und Cosmo (GER): 81,444 Prozent
4. Patrik Kittel und Well Done de la Roche CMF (SWE): 78,199 Prozent
5. Charlotte Dujardin und Mount St John Freestyle (GBR): 77,764 Prozent
6. Carl Hester und Hawtins Delicato (GBR): 77,283 Prozent
7. Edward Gal und Glock’s Zonik N.O.P. (NED): 77,189 Prozent
8. Kasey Perry-Glass und Goerklintgaards Dublet (USA): 76,739 Prozent
9. Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB (GER): 76,677 Prozent

13. Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. (GER): 75,062 Prozent

 

Quelle: Pferd aktuell

 

 

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