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Einspeicheln, Kauschläge & Co.

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Die Vorfahren unserer heutigen Pferde lebten größtenteils in Steppen. Daher sind ihre Bedürfnisse stark an diesen Lebensraum angepasst. Damit Sie Ihren treuen Begleiter glücklich und gesund halten können, sollten Sie die Lebensweisen eines Steppentieres kennen und sich daran orientieren.

Was muss ich wissen?

Das Verdauungssystem des Pferdes ist als ehemaliger Steppenbewohner darauf ausgerichtet, große Mengen energiearmes, rohfaserreiches Raufutter aufzunehmen. Zu den rohfaserhaltigen Futtermitteln zählen vor allem Stroh, Heu, Gras, Laub und Silage. Um zu verstehen, wie die Verdauungsphysiologie der Pferde abläuft, möchten wir hier einen kleinen Einblick in die Verdauungsabläufe geben:

Durch gesunde Fütterung und richtiges Einspeicheln soll verhindert werden, dass Ihr Pferd übersäuert. Das gezupfte Futter wird mit den Backenzähnen in kreisenden Bewegungen zermahlen, eingespeichelt und geschluckt. Hier gilt das Motto „Gut gekaut ist halb verdaut“. Denn das Futter sollte schon zu Beginn seiner „Reise“ zu einem gleitfähigen Speisebrei eingespeichelt werden, damit es an den weiteren Stationen nicht zu Problemen kommt. Je mehr Ihr Pferd kaut und einspeichelt, desto besser wird die Magensäure ausgeglichen. Pferdespeichel enthält kaum Verdauungsenzyme, sondern Bicarbonat, welches die Säure im Magen ausgleicht.

Achtung: Während das Pferd als selektiver Dauerfresser Raufutter intensiv kaut, neigt es bei der Kraftfutterfütterung eher zum Schlingen. Es ist daher wichtig, nicht ausschließlich nur Getreide zu füttern, da hier durch vermindertes Einspeicheln weniger Bicarbonat gebildet wird und die Getreidestärke unter Milchsäurebildung im Magen vorverdaut wir, was wiederum den Säuregehalt im Magen erhöht.

Der Verdauungstrakt wird in drei Stationen eingeteilt:

Station Abläufe
Magen Über die lange Speiseröhre gelangt das Futter in den Magen. Er ist im Verhältnis sehr klein und auf stetige Futteraufnahme eingestellt. Die Verdauung ist durch Zusammenwirken von Enzymen aus dem Futter, Mikroorganismen und körpereigenen Substraten geregelt. Außerdem werden durch die Magensäure unerwünschte Mikroorganismen abgetötet, die mit dem Futter in das Pferd gelangen. Da ein Pferdemagen dauerhaft Säure produziert, kann es schnell zur Übersäuerung des Magens und somit zu Verätzungen der Magenwand oder zu Entstehung von Magenschleimhautentzündungen kommen.
Dünndarm
(Länge ca. 20 m)
Im Dünndarm spalten Verdauungsenzyme Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Hier wird also die größte Menge des Kraftfutters verdaut. Das Futter hat hier eine Verweildauer von ca. 1,5 Stunden. Die Darmbewegung dient dem Weitertransport und der Durchmischung des stark wässrigen Inhaltes. Der Großteil der Energie wird aus diesen Nährstoffen gewonnen.
Dickdarm
(Länge 8-10 m)
In der sogenannten „Gärkammer“ des Pferdes zersetzen Bakterien leicht und schwer abbaubare Kohlenhydrate bzw. Rohfasern. Vitamine und Fettsäuren landen im Pferdekörper und liefern zusätzliche Energie. Neben der enzymatischen Verdauung, wie wir sie beim Menschen kennen, verfügt das Pferd über die Möglichkeit, für uns Menschen unverdauliche Faserstoffe in seinem Dickdarm mithilfe unzähliger Mikroorganismen in Energie umzuwandeln. Das Futter bleibt bis zu 3 Tage im Dickdarm, bis dann unverdauliche Reste ausgeschieden werden.

Achtung: Die Verdauung des Futters beginnt bereits im Pferdemaul mit dem Zerkleinern und Einspeicheln der Nahrung bevor sie den 30 Meter langen Darm passiert. Voraussetzung hierfür ist ein gesundes Pferdegebiss.

Pferde verfügen nicht wie wir Menschen über Dehnungsrezeptoren im Magen, welche ab einer gewissen Magenfüllung ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Man geht davon aus, dass es vielmehr die Ermüdung der Kaumuskulatur ist, die dem Pferd das Gefühl gibt, satt zu sein. Damit sich ein wildlebendes Pferd vom kargen, energiearmen Steppengras ernähren kann, muss es etwa 60.000 Kauschläge pro Tag ausführen. Ein Hauspferd zeigt in der Regel aber bedeutend weniger Kautätigkeit und ist kürzer mit Fressen beschäftigt, da die vorgelegten Futtermittel durch ihren hohen Futterwert bereits viel früher seinen Bedarf an Nährstoffen decken. In der Fachliteratur wird davon ausgegangen, dass ein Pferd ungefähr 40 bis 50 Minuten braucht, um 1 kg grobes Heu aufzunehmen. Es führt dabei rund 3.500 Kauschläge aus. 1 kg Hafer wird in rund 10 Minuten verzehrt und löst ca. 800 Kauschläge aus.

Wie beeinflusst die heutige Pferdehaltung die Verdauung unserer Pferde?

Die heutige Pferdehaltung bringt viele Einschränkungen für die natürliche Futteraufnahme der Pferde mit sich. Durch die größtenteils zu findende Boxenhaltung mit nur stundenweisem Weidegang, nehmen die Pferde ihre Nahrung nicht mehr kontinuierlich in kleinen Portionen, sondern meist in drei großen Portionen auf. Dennoch muss dem verhältnismäßig kleinen Magen und großen Darmabschnitt immer noch Rechnung getragen werden.

Achtung: Es ist wichtig, dass Sie Ihr Pferd mithilfe von Kraftfutter mit der notwendigen Energie versorgen. Grundsätzlich sollten Sie aber Raufutter vor dem Kraftfutter geben, um Einspeichelung, Magensekretion und Darmaktivität vor der Zufuhr von getreide- bzw. stärkehaltigen Bestandteilen anzuregen. Die Menge an Kraftfutter pro Mahlzeit richtet sich nach der Art des Kraftfutters. Stärkehaltige Kraftfutter auf der Basis von Getreide sowie unaufgeschlossene Getreide dürfen nur in geringeren Mengen verfüttert werden als Hafer und rohfaserreiche Kraftfutter.

Fazit: Ein Pferd benötigt eine ausgewogene Ernährung, um wie jedes Lebewesen seine Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. Je länger Pferde an einem Futter fressen, desto gesünder ist das für die Verdauung. Außerdem ist das Pferd dadurch zufriedener, da sein Beschäftigungsbedürfnis erfüllt wird. Das zeigt, wie wichtig für Pferde eine ausreichende Raufutteraufnahme ist.



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Fotos: JOSERA

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