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Getreide(frei) füttern – Warum?

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Ein Trend, der die letzten Jahre erhebliche Popularität erreicht hat ist die getreidefreie Fütterung von Pferden, als natürliche Alternative zu Hafer, Gerste, Mais und Co. Doch was verbirgt sich hinter diesem Trend? Wer kann von diesem Ansatz profitieren und wer kann getrost weiter Getreide füttern?

Was spricht für Getreide?

Getreide ist v.a. ein ausgezeichneter Energielieferant. Pferde, die mittlere oder schwere Arbeit leisten sind oft auf eine angepasste Getreideration angewiesen, da der Leistungsbedarf solcher Pferde mit Raufutter alleine nicht mehr zu decken ist.

Zum Vergleich: Um beispielsweise 2 kg Hafer durch Raufutter zu ersetzen, benötigt es bereits mehr als 3 kg handelsübliche Luzerne – von Heu ganz zu schweigen.

Zwar sind die meisten Getreidesorten von Natur aus nicht für den Verdauungsapparat der Pferde ausgelegt, inzwischen wird jedoch fast kein unbehandeltes Getreide mehr für die Pferdefütterung angeboten. In der Regel wurden die Körner gequetscht, gewalzt oder idealerweise sogar hydrothermisch – das heißt unter Wasserdampf – aufgeschlossen. Auf diese Weise erreichen sie eine sehr gute Verdaulichkeit.

Die Verdaulichkeit der einzelnen Getreidesorten spielt oft eine große Rolle, daher lohnt es sich einen tieferen Blick darauf zu werfen:

 

Getreide Eigenschaften
Hafer Hafer gilt als bestes Getreide für Pferde, denn es kann sehr gut aufgeschlossen und verdaut werden. Bis zu 80 % der vorhandenen Stärke können bereits im Dünndarm verdaut werden. Allerdings enthält Hafer weniger Energie und Eiweiß als oftmals angenommen – diese ist jedoch sehr rasch verfügbar, woher auch der Begriff „Haferspinnigkeit“ ursprünglich stammt.
Gerste Gerste enthält deutlich mehr Energie als Hafer, weshalb 900 g Gerste 1 kg Hafer energetisch ersetzen können. Sie ist jedoch schwer verdaulich. Vor allem durch hydrothermischen Aufschluss wird aus Gerste jedoch ein wertvolles Getreide, wenn man langfristig Energie zufüttern möchte, da sie sehr langsam verdaut wird. Diesen Effekt macht man sich z.B. bei Vielseitigkeits- oder Distanzpferden zu nutzen.
Mais Mais enthält bis zu 60 % Stärke, deshalb kann er sehr gut zum Auffüttern verwendet werden. Stoffwechselempfindlichen Pferden sollte daher kein Mais gefüttert werden. Hoch aufgeschlossen und in den richtigen Mengen eingesetzt er aber auch Vorteile mit sich bringen, z.B. in der Zucht oder bei Leistungspferden.

 

Der richtige Einsatz von Getreide kann folglich viele Vorteile bringen:

So kann hoch aufgeschlossenes Getreide den Verdauungstrakt eines Pferdes sogar entlasten, weil entsprechend weniger Menge gefüttert werden muss. Außerdem ist Getreide in Sport und Zucht oft die sinnvollste Wahl, wenn es darum geht ein Pferd nachhaltig mit Energie zu versorgen.

Das wichtige ist jedoch: Getreide ist Kraftfutter – diese Energie will also auch beim Pferd abgerufen werden. Ansonsten kann die Fütterung von Getreide auch ins Negative umschlagen.

Was spricht für eine getreidefreie Fütterung?

Wie bereits herausgestellt wurde, deckt Getreide vor allem einen erhöhten Energiebedarf ab, steht historisch betrachtet aber nicht auf dem natürlichen Speiseplan eines Pferdes. Als Steppentiere sind es Pferde gewohnt den ganzen Tag über kleine Mengen an energiearmen und faserreichen Futter zu sich zu nehmen. Raufutter wie Gräser oder Heu wird besser gekaut und eingespeichelt, was wiederum zum Wohlbefinden des Pferdes beiträgt und die Magensäure neutralisiert, die sonst unter anderem zu Magengeschwüren führen kann. Unabhängig vom Leistungsbedarf ist folglich Raufutter stets die Basis einer gesunden Pferdefütterung.

Auch in getreidefreien Futtermitteln finden sich in der Regel diese positiven Eigenschaften wieder. Nicht umsonst wird in diesem Zusammenhang häufig von Strukturfutter gesprochen. Oft enthalten getreidefreie Futtermittel hochwertige Fasern, wie beispielsweise Luzerne. Häufig wird auch mit Reiskleie gearbeitet, welcher ein positiver Effekt für die Verdauung zugeschreiben wird.

Achtung: Reis steht zwar aus Sicht eines Europäers nicht in einer Reihe mit Mais, Gerste & Co. ist aber eine Getreidesorte. Ein Futter mit Reis oder Reiskleie ist somit nicht getreidefrei – wenngleich der Reis in der Rezeptur einen echten Nutzwert bieten kann.

Weitere, entscheidende Vorteile einer getreidefreien Fütterung sind:
• Das umgehen allergischer Reaktionen: Immer häufiger leiden Pferde – ähnlich wie andere Tiere – unter Futtermittelunverträglichkeiten Häufig spielt hierbei eine Getreideallergie eine Rolle, für diese Pferde bietet sich selbstverständlich ein Verzicht auf Getreide im Futter an.
• Wenig Zucker und Stärke: Oft ist getreidefreies Futter zucker- und stärkereduziert. Bei Pferden mit einem sehr geringen Leistungsbedarf oder fütterungsbedingten Stoffwechselproblemen bietet sich ein solches Futter folglich ebenfalls an.
• Zur Aufwertung der Ration: Ein getreidefreies Futter eignet sich auch ideal zum Mischen mit klassischem Kraftfutter. Dadurch kann die Kauzeit beim Pferd verlängert und die Ration sinnvoll aufgewertet werden, ohne zusätzliche Energie zuzuführen.

Fazit: Getreide oder nicht – das hängt ganz von Pferd und Reiter ab. Grundsätzlich braucht kein Pferd Getreide zum „überleben“. Je höher der Leistungsbedarf jedoch ist, desto sinnvoller kann die Fütterung mit Getreide sein, und beim Einsatz geringer Futtermengen sogar entlastend für den Verdauungstrakt wirken. Bei Pferden mit fütterungsbedingten Stoffwechselproblemen oder einem geringen Leistungsbedarf ist der Verzicht auf Getreide jedoch oft eine echte Option.


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Fotos: JOSERA

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