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Foto: Calando I wurde oft zum Publikumsliebling. © Ernst

Calando I – Ein Leben wie aus einem Kriminalroman (Teil 1)

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Um diesen Hengst ranken sich Geschichten, die einem Kriminalroman entspringen könnten: Calando I musste in seinem 28-jährigen Leben einige Zeit vor dem Gerichtsvollzieher versteckt werden, wurde entführt und galt ein Jahr lang als verschollen. Seine Nachkommen haben inzwischen fast die Millionengrenze im Sport geknackt – über 90 sind in Klasse S erfolgreich. Das gibt ihm unter Holsteins Vererbern eine besondere Stellung.

Manchmal war er kaum zu bändigen. Dann sauste Calando I im Parcours auf die Hindernisse zu und versuchte, sich durch Kopfschlagen den Reiterhilfen zu entziehen. Doch am Sprung selbst war er voll da, guckte hin, sprang vorsichtig mit Gummi und viel Vermögen, so dass er höchste Hindernisse überwinden konnte. Nicht selten avancierte der Hengst zum Publikumsliebling und auch bei Fachleuten sorgte er durch seine spezielle Springmanier für Aufsehen. Skeptiker konnte er jedoch durch seine großartigen Erfolge überzeugen: Calando I wurde 1984 unter Karsten Huck Deutscher Meister und hätte die Chance gehabt, für die Olympischen Spiele ausgewählt zu werden. Doch da sein Reiter als Reitlehrer eine Profilizenz besaß, musste er passen – Berufsreiter waren zur damaligen Zeit nicht für die Olympischen Spiele zugelassen. Nichts, was Calandos Karriere hätte stoppen können: zweiter Platz im Großen Preis von Wiesbaden, hoch platziert im Nationenpreis von Rom, weit gereist für Nationenpreiseinsätze in Falsterbo, Dublin, Rotterdam, Calgary und Toronto.

 

 

Die Pfändung droht – und nun?

Auch 1985 begann viel versprechend, doch dann tauchten Schwierigkeiten auf. Für die Calando allerdings am wenigsten konnte. Sein Besitzer war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Als erstes musste Calypso IV dran glauben – während eines Turniers kam der Gerichtsvollzieher und pfändete den von Karsten Huck vorgestellten Holsteiner. Die Not war groß. Was tun? Mit 500.000 Mark Schadenersatz drohte der Besitzer Huck, wenn er nicht verhindern würde, dass der Gerichtsvollzieher ihm auch noch Calando I entriss. Durch diese Wirren begann ein trauriges Kapitel im Leben des Hengsts. Zuerst ging er zu dem für Österreich reitenden Hugo Simon, um die Pfändung zu umgehen. Danach kam er zu dem Franzosen Pierre Durand. Auch hier war das Gastspiel nur von kurzer Dauer. Neuer Reiter wurde schließlich der für Luxemburg startende Edgar Henri Cuepper. Er beschäftigte sich intensiv mit dem sensiblen Hengst und hatte schnell wieder Erfolge mit ihm. Das Paar gewann den Großen Preis von Leewarden, wurde Dritter im Großen Preis von Mondorf und war in Paderborn und Mechelen platziert.

Dunkelbrauner entführt – Calando ist verschwunden

Die Stammstuten der Zucht von Hermann Otto Voß in Ostermühle.

Doch dann der Schock: Bei einem Turnier in s’Hertogenbosch wurde der Hengst aus den Stallungen entführt und verschwand. Ein Jahr galt der leistungsstarke Dunkelbraune als verschollen. Keiner wusste, wo Calando war. Doch nach einem Jahr tauchte er ebenso plötzlich wieder auf wie er zuvor verschwunden war. Erneut ging er zu Edgar Henri Cuepper, der mit ihm bis 1989 sehr erfolgreich unterwegs war. Zwischenzeitlich fielen die wenigen Nachkommen von Calando I – 24 an der Zahl – durch besondere Leistungen auf. In der Erfolgsstatistik der Hengste nahm Calando I 1989 in der Rangierung auf Bundesebene den 5. Platz ein. Damit kann er zu den ganz großen Leistungsvererbern unter den Cor de la Bryère-Söhnen gerechnet werden. Was tat der Holsteiner Verband? Das konsequent Richtige. Der Verbandsführung gelang es, Calando I nach Holstein zu holen, und 1990 bezog er auf der Renommierstation Siethwende wieder eine Beschälerbox. Diese behielt er sieben Jahre lang, bis er dann, zunächst bis 2000, auf der kleinen Station in Bokel bei Jochen Ahsbahs und danach auf der Insel Föhr stationiert wurde. Im Herbst 2002 ging er im gesegneten Alter von 28 Jahren ein. Damit war das großartige, spannende, nicht immer leichte und geradezu von Mythen umgebene Leben dieses Ausnahmehengstes vorbei.

Züchter-Passion für Cor de la Bryère – 16 Vollgeschwister

Doch der Reihe nach. Ohne Otto Hermann Voß hätte es Calando I nie gegeben. Calando II bis VI auch nicht. Denn Züchter Voß war von deren Vater Cor de la Bryère so begeistert, dass er seine Stute Furgund insgesamt 16 Mal mit dem Anglo-Normannen anpaarte. Eine schier unglaubliche Zahl. Dabei war er einst wegen des Vollblüters Tumbled xx zur Hengststation nach Siethwende gefahren. 1973 erschien er dort mit seiner Colombo-Tochter Furgund und deren erstem Fohlen, das von Tumbled xx abstammte. Attraktiv war es aufgemacht, und als der damalige Geschäftsführer des Holsteiner Verbands, Maas Johannes Hell den jungen Hengst sah, fackelte er nicht lange. Für viel Geld kaufte er dieses Fohlen und jeder hätte erwartet, dass Voß seine Furgund umgehend wieder zu Tumbled xx bringen würde. Das tat er nicht. Er entschied sich für Cor de la Bryère. Diesen Halbblüter hatte er bereits 1971, als „Corde“ das erste Mal in Siethwende zum Deckeinsatz kam, genau beobachtet. Auch die Fohlen gefielen ihm sehr gut. Vielleicht kann man es „langfristige Liebe auf den ersten Blick“ nennen, was Voß tat: „Für meine Furgund gibt es keinen besseren Hengst“, sagte er und folgerichtig stammten von den 18 Fohlen, die sie ihm in 20 Zuchtjahren schenkte, 16 von Corde. Nur das erste Fohlen war von Tumbled xx und das 1991 geborene Fohlen stammte von Lord.

Fünf Vollbrüder in Holstein gekört

Cor de la Bryère und Landgraf.

Calando I wurde 1974 geboren und 1977 gekört. Calando II ging nach seiner Körung in die Schweiz und wurde dort zum erfolgreichsten Sportpferdemacher seiner Generation. Über 800 Nachkommen hat er gezeugt und konnte 2005 seinen 30. Geburtstag feiern. Calando III, ein Fuchshengst, ging nach seiner Körung in die Niederlande. Calando IV deckte mehrere Jahre in Holstein und ging dann zwölfjährig nach Lettland. Calando V deckte zunächst in Holstein, anschließend wurde er in Niedersachsen eingesetzt, kam 2001 zurück nach Holstein auf die Station Völz und wurde 2002 nach Polen verkauft. Calando VI wurde in Deutschland nicht gekört. Er wurde als Turnierpferd eingesetzt und 2001 nach Spanien verkauft, wo er neben seiner Decktätigkeit auch in internationalen Springprüfungen eingesetzt wurde. 2008 konnte er sich 19-jährig noch in CSI’s unter Josef Diogo Carvalho platzieren. Neben diesem erfolgreichen Hengst-Sextett wurden fünf Vollschwestern als Zuchtstuten ins Holsteiner Zuchtbuch eingetragen. Von ihnen setzte Hermann Otto Voß 2008 noch die 21-jährige Stute Basaka als Zuchtstute ein. Sie führte in diesem Jahr ein attraktives Hengstfohlen von Quantum bei Fuß. Auch an dieser Stute sind die besondere Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und Härte zu erkennen – Eigenschaften, die die Mutter all ihren Nachkommen mitgegeben hat. Furgund selbst wurde 1969 bei Claus Selk in Österrönfeld geboren. Ihr Vater Colombo kommt aus dem Stamm 474a und ist über seinen Vater Cottage Son xx besonders interessant gezogen. Dieser Vollblüter muss Anfang der 60er Jahre als einer der bedeutendsten Vererber in der Umzüchtung des Holsteiners zum modernen Sportpferd gelten. Er hat insbesondere in der zweiten Generation starken Einfluss bei vielen bedeutenden Pferden gehabt. Als Muttervater steht er beispielsweise bei den Hengsten Ramiro und Lord im Pedigree. Besonders erfolgreich war die Anpaarung von Töchtern und Enkeltöchtern mit dem Anglo-Normannen Cor de la Bryère. Als Idealpaarung sind hier die beiden Vollbrüder Caletto I und II zu erwähnen.

© Dieser Auszug basiert auf einem Beitrag von Joachim Tietz, der im Sammelwerk „Ausgewählte Hengste Deutschlands 2010/11“ erschienen ist.

Foto: © Ernst

Foto: © Eylers

Foto: © Ernst

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